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Nikkei-225-Index rutscht ab, Kioxia-Aktie erleidet heftige Trendwende

Nikkei-225-Index rutscht ab, Kioxia-Aktie erleidet heftige Trendwende
Crispus Nyaga
24. Juni 2026, 06:47 AM

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USD/JPY kaufen (FX: USDJPY)

USD/JPY liegt bei ~161,55 und in der Nähe mehrjähriger Hochs, da die Furcht vor BoJ‑Zinserhöhungen steigt, während die Fed die Zinsen höher hält. Bleibt der Yen schwach, können japanische Exporteure und der Nikkei stabilisieren, selbst wenn Technologieaktien fallen; der FX‑Move treibt das Geschehen, nicht der Aktienmarkt. Long‑Positionen in USD/JPY eingehen, um anhaltenden Druck durch die Zinsdifferenz zu monetarisieren.

Kernrisiko: Die BoJ signalisiert eine klare Pause oder interveniert, um die Yen‑Schwäche zu bremsen, wodurch der Zinsdifferenz‑Trade umgekehrt würde.

Kioxia verkaufen (TSE: 6766)

Kioxia liegt rund 18 % unter seinem Jahreshoch und zieht das gesamte Memory‑Segment nach unten (auch Micron/Samsung/SK Hynix sind betroffen). Das wirkt wie eine Nachfragesorge kombiniert mit Gewinnmitnahmen aus der AI‑Blase und nicht wie ein Ein-Tages‑Dip. Kioxia leerverkaufen oder Aktien direkt verkaufen; sie ist der klarste japanische Indikator für die Stimmung im Speichersektor und steht bereits nahe einer Bärenmarkt‑Konstellation.

Kernrisiko: Die Nachfrage nach Speicherchips beschleunigt sich schnell (oder Kioxia gibt einen Ausblick, der zeigt, dass die HBM‑/KI‑Nachfrage weiterhin stark ist), was eine scharfe Erholung erzwingen würde.

  • Der Nikkei‑225‑Index zog sich zwei Tage in Folge zurück.
  • Kioxia führte andere AI‑Aktien wegen Nachfragesorgen im Speicherbereich nach unten.
  • Die Bank of Japan prüft Maßnahmen zur Rettung des japanischen Yen.

Der Nikkei-225-Index ist in den letzten zwei Tagen deutlich gefallen und erreichte ein Tief von 68.863, da die Befürchtungen vor einer Technologieblase zunehmen. Er liegt damit 5,5 % unter dem Höchststand dieser Woche, wobei führende Technologieunternehmen im Minus notieren. 

Kioxia-Aktie nähert sich einem Bärenmarkt

Der Nikkei-225-Index ist in den vergangenen Tagen stark gefallen, getrieben vom anhaltenden Rückgang der führenden AI-Aktien. Der Kurs der Kioxia-Aktie ist seit seinem Jahreshoch um 18 % eingebrochen und notiert nun auf dem niedrigsten Stand seit dem 17. Juni.

Kioxia, ein Top-Player in der Speicherindustrie, ist eingebrochen und spiegelt die Entwicklung seiner Wettbewerber wider. In den USA fiel die Micron-Aktie am Dienstag um 12 %, da sich Anleger auf die bevorstehenden Quartalszahlen positionierten.

Der gleiche Trend zeigt sich in Südkorea, wo führende Unternehmen wie Samsung und SK Hynix eingebrochen sind. SK Hynix, das kurzzeitig das größte Unternehmen des Landes war, hat begonnen, einen Teil seiner Produktion von High-End‑HBM‑Chips auf stärker verbraucherorientierte Chips umzustellen. Das könnte ein Zeichen nachlassender Nachfrage sein. 

Auch andere Unternehmen mit starker Exponierung gegenüber der KI‑Branche zogen diese Woche deutlich zurück. Die SoftBank‑Aktie von Masayoshi Son ist seit ihrem Jahreshoch um 30 % gefallen. SoftBank hat bedeutende KI‑Investitionen getätigt, unter anderem in OpenAI und Graphcore.

Tokyo Electron, das Ausrüstung für die Chipfertigung herstellt, liegt 13 % unter seinem Höchststand dieses Monats. Weitere Spitzenunternehmen der Branche wie Advantest, Keyence, Renesas Electronics und Fujitsu sind ebenfalls deutlich zurückgegangen. 

Mögliche BoJ‑Zinserhöhungen könnten den Yen stärken

Ein weiterer Grund für den anhaltenden Ausverkauf im Nikkei-225 ist, dass der japanische Yen seinen starken Abwärtstrend fortsetzt. Das Währungspaar USD/JPY sprang heute auf 161,55 und notiert damit in der Nähe seines höchsten Niveaus seit über 40 Jahren.

Da das Paar über der wichtigen Unterstützung bei 160 liegt, befürchten Anleger, dass die BoJ die Zinsen stärker anheben könnte, um den Yen attraktiver zu machen.

Diese Sorgen sind bemerkenswert, weil die Bank weniger Optionen hat, den Yen zu stützen. Sie hat bereits 73 Mrd. $ in den Markt gepumpt und den Leitzins auf ein Mehrjahreshoch von 1 % angehoben.

Trotzdem ist die Renditedifferenz zwischen US‑ und japanischen Staatsanleihen erheblich; eine Ausweitung könnte anhalten, falls die Fed später in diesem Jahr die Zinsen anhebt. Schlimmer noch: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die USA Japan vor den anstehenden Zwischenwahlen mit Währungsswaps zu Hilfe kommen werden.

Diese Befürchtungen erklären, warum die japanischen Renditen allmählich steigen. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe stieg auf 2,67 %, die der zweijährigen auf 1,41 %.

Technische Analyse des Nikkei‑225‑Index

Nikkei 225

Ni225 | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass der Nikkei‑225‑Index in den vergangenen Tagen zurückgegangen ist. Er fiel von einem Hoch von 72.781 am Montag auf aktuell 68.572. Dieser Rückgang fiel zeitlich zusammen mit dem der US‑Indizes wie S&P 500 und Nasdaq 100. 

Aufgrund der jüngsten Rallye blieb der Index über dem 50‑Tage‑ und anderen gleitenden Durchschnitten. Die beiden Linien des Percentage Price Oscillator (PPO) haben einen horizontalen Kanal gebildet.

Daher dürfte der Index kurzfristig unter Druck bleiben, da Anleger Gewinnmitnahmen vornehmen. Sollte dies eintreten, ist die nächste zu beobachtende Marke das psychologische Niveau bei 68.800.