SpaceX-Aktie fällt weiter vor Aufnahme in den Russell 1000
KI-Sentiment: 58/100 Bullisch
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Kaufen: SpaceX (SPCX). Privatanleger waren seit der Notierung jeden Tag Netto-Käufer, und die Aktie liegt nach dem starken post-IPO-Volatilitätsanstieg noch immer nahe der IPO-Basis ($150). Die Aufnahme in den Russell 1000 am Freitag sollte zwangsläufig Nachfrage von wachstumsorientierten Indexfonds auslösen und die nächste Aufwärtsbewegung unterstützen, sofern die Zuflüsse stabil bleiben. These: Der Rückgang ist größtenteils ein „Bewertungs-Reset“, kein Nachfrageschock, und Indexaufnahme plus anhaltende Käufe durch Privatanleger sollten die Rallye wieder anfachen.
Kernrisiko: Privatanleger werden nach der Aufnahme zu Nettoverkäufern, wodurch der Rücksetzer in einen anhaltenden Abwärtstrend übergeht.
Verkaufen/Leerverkauf von SpaceX (SPCX) gegenüber einem Korb börsennotierter Satelliten-/Raumfahrt-Vergleichsunternehmen (z. B. short SPCX, long LMT/BA oder ein Raumfahrt-ETF wie UFO). Der Artikel weist auf Bewertungs- und Kapitalintensitätsbedenken hin und darauf, dass Anleger nach dem Rückgang wieder in einzelne KI-Titel rotieren. Sollte der Markt zu dem Schluss kommen, dass SpaceX’ Wachstum langsamer verläuft oder die Starship-/KI-Ambitionen länger dauern, würden die hohen Erwartungen an SPCX schneller komprimiert werden als die beständigeren Cashflows im Verteidigungs-/Raumfahrtbereich.
Kernrisiko: Wachstum der Starlink-Abonnenten und frühe Gewinnprognosen überraschen positiv, was zu einer Ausweitung der Bewertung statt einer Kompression führt.
- SpaceX fällt nach volatilen Kursen unter die IPO-Höchststände.
- Privatanleger bleiben trotz Kursrückgangs aktiv.
- Musks Vermögen sinkt, da die SpaceX-Rallye an Schwung verliert.
Die SpaceX SPCX-Aktien fielen am Donnerstag im Handel um mehr als 1 % und setzten damit einen jüngsten Rückgang fort, nachdem sie in der vorherigen Sitzung bei $154.54 geschlossen hatten – dem niedrigsten Schlusskurs seit dem IPO des Unternehmens Mitte des Monats.
Die Aktie fiel Anfang dieser Woche kurzzeitig unter ihren IPO-Preis von $150, liegt aber noch leicht über ihrem Anfangskurs vom 12. Juni.
Nachdem sie bei $135 debütiert und in den frühen Sitzungen über $225 gestiegen war, zog sich die Aktie seither zurück, was die erhöhte Volatilität in den Tagen nach der Notierung widerspiegelt.
Die Nachfrage von Privatanlegern bleibt trotz Kursrückgangs stark
Die Marktaufmerksamkeit richtet sich nach dem IPO auf das Verhalten der Privatanleger; Daten deuten auf anhaltendes Kaufinteresse hin, obwohl die Aktie abgekühlt ist.
Vanda Research stellte in einem Bericht vom Mittwoch fest, dass Privatanleger seit der Notierung kontinuierlich Positionen aufgestockt haben.
„Im Gegensatz zu vielen thematischen Neuemissionen, die schnell an Fahrt verlieren, waren Privatanleger seit der Notierung jeden Tag Netto-Käufer, was seinen Status als Favorit der Privatanleger stärkt“, schrieb Vanda.
Das Unternehmen hob außerdem die Unsicherheit hinsichtlich künftiger Geldzuflüsse hervor.
„Die nächste Frage ist, ob frische Zuflüsse wieder anziehen oder ob Anleger nach dem jüngsten Rückgang wieder in einzelne KI-Titel rotieren.“
Unterdessen ist die erste Wall-Street-Berichterstattung vorsichtig ausgefallen.
KeyBank nahm die Berichterstattung ohne Kursziel auf und schrieb, das Unternehmen „verfügt über erhebliche disruptive Wachstumschancen, obwohl wir glauben, dass sich dies in der aktuellen Bewertung widerspiegelt und das Chance-/Risikoverhältnis unserer Ansicht nach ausgeglichen erscheint“.
Susquehanna nahm ebenfalls die Berichterstattung auf und vergab eine Neutral-Einstufung sowie ein Kursziel von $170.
Indexaufnahme, Finanzierungsaktivitäten und Ergebnisausblick
SpaceX wird voraussichtlich am Freitag in den Russell 1000 aufgenommen, ein Schritt, der die Gewichtung in wachstumsorientierten Fonds erhöhen dürfte.
Die Aktie wird innerhalb des Indexrahmens zu etwa 90,4 % als Growth und zu 9,6 % als Value klassifiziert.
Das IPO erfolgt vor dem Hintergrund zusätzlicher Unternehmensfinanzierungsaktivitäten.
Das Unternehmen griff nach der Notierung kürzlich auf die Fremdkapitalmärkte zurück; das Angebot zog Berichten zufolge eine Nachfrage von fast $89 billion an und wies Kupons von 5,35 % bis 6,65 % mit Laufzeiten zwischen 2031 und 2056 auf.
Die Erlöse sollen zur Rückzahlung eines Überbrückungsdarlehens, zur Deckung von Gebühren und zur Unterstützung allgemeiner Unternehmenszwecke verwendet werden.
Die Refinanzierung ersetzt ein $20 billion-Überbrückungsdarlehen im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten von xAI, die SpaceX im Februar übernommen hatte.
Das Unternehmen bereitet zudem seinen ersten Ergebnisbericht als börsennotiertes Unternehmen vor, der Ende Juli oder Anfang August erwartet wird.
Anleger dürften sich auf das Wachstum der Starlink-Abonnenten und die Ausgaben für Starship-F&E konzentrieren.
„Starlink ist derzeit der größte Treiber für Umsatz und Gewinn des Unternehmens“, schrieb Morningstar Anfang dieses Monats in einer Notiz.
Musks Vermögen sinkt nach IPO-bedingtem Anstieg
Der jüngste Rückgang der SpaceX-Aktien hat auch Elon Musks Vermögen beeinträchtigt, das laut dem Bloomberg Billionaires Index von etwa $1.11 trillion Anfang dieses Monats auf $946 billion gefallen ist.
Musk hatte kurzzeitig die Billionen-Dollar-Marke überschritten, nachdem SpaceX am 12. Juni an die Börse gegangen war, als die Aktie auf $225.64 kletterte und sein Papiervermögen auf rund $1.32 trillion anstieg.
Der anschließende Rückgang sowohl der SpaceX- als auch der Tesla-Aktien hat sein Vermögen jedoch deutlich geschmälert, wobei er dennoch mit großem Abstand die reichste Person der Welt bleibt.
Die IPO-Rallye hat sich abgekühlt, da Anleger Bewertungen, Kapitalintensität und die künftigen Wachstumserwartungen im Zusammenhang mit den wachsenden KI- und Satellitenambitionen von SpaceX neu bewerten.
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