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STOXX 600 gibt vom Rekordhoch nach – Technologiewerte fallen

STOXX 600 gibt vom Rekordhoch nach – Technologiewerte fallen
Rivanshi Rakhrai
26. Juni 2026, 10:32 AM

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ASML kaufen (ASML) wegen Befürchtungen zu KI‑Speicherkosten

Der Ausverkauf wird durch steigende Speicherchipkosten und eine breite Risikoaversion im Technologiesektor getrieben. ASML ist im Vergleich zu vielen Wettbewerbern weniger anfällig für kurzfristige Preisschwankungen bei Speicherchips und profitiert tendenziell von langfristigen Investitionszyklen (Capex), die mit KI‑Rechenleistung verbunden sind. ASML kaufen, um von einer Erholung zu profitieren, wenn der Markt erkennt, dass der Kostendruck kein Nachfrageeinbruch ist.

Kernrisiko: KI‑Capex wird verzögert oder deutlich gekürzt, wodurch Aufträge schrumpfen und ASML zu einer Herabsetzung der Prognosen gezwungen würde.

Zalando verkaufen (ZAL.DE)

Zalando steht nach einer BaFin‑Untersuchung zu den Geschäftsabschlüssen 2025 wegen möglicher Bilanzverstöße unter Druck. Das trifft die Glaubwürdigkeit der Ergebnisberichterstattung direkt und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Bilanzberichtigungen, Margendruck und einer Kompression der Bewertungsmultiples. ZAL.DE verkaufen und europäische Online‑Einzelhändler meiden, bis Klarheit besteht.

Kernrisiko: Die BaFin‑Untersuchung endet schnell ohne wesentlichen Bilanzverstoß, was eine rasche Erholung bei Ergebnissen und Bewertungsmultiples auslösen könnte.

  • Europäische Aktien gaben nach, da Technologiewerte die weltweite Sektorschwäche widerspiegelten.
  • Zalando fiel, nachdem die deutsche Aufsichtsbehörde eine Untersuchung der Rechnungslegung eröffnet hatte.
  • Halbleiterhersteller und Telekomwerte führten die Verluste an den europäischen Märkten an.

Europäische Aktien eröffneten am Freitag tiefer, da die Schwäche globaler Technologiewerte die Anlegerstimmung belastete.

Der Rückgang folgte, nachdem Technologiewerte die Verluste an den asiatischen Märkten und in den US‑Futures nachzeichneten, während der Online‑Modehändler Zalando nach einer Untersuchung durch die deutsche Finanzaufsicht unter Druck geriet.

Der paneuropäische STOXX 600 fiel um 0,46 % auf 637,27 (Stand 07:11 GMT).

Der Index zog sich damit vom in der vorherigen Sitzung erreichten Rekordschlusstand zurück.

Trotz der Verluste am Freitag blieb der Index auf Kurs, um einen Wochengewinn zu verzeichnen.

Zalando fällt nach Untersuchung durch Aufsichtsbehörde

Die Zalando‑Aktien gaben 4,4 % nach, nachdem die deutsche Finanzaufsicht BaFin eine Untersuchung der Geschäftsabschlüsse 2025 des Online‑Modehändlers eingeleitet hatte.

Der Untersuchung liegen laut Behörde Hinweise zugrunde, wonach das Unternehmen möglicherweise gegen Bilanzierungsvorschriften verstoßen hat.

Die Entwicklung machte Zalando zu einem der schwächsten Werte im frühen europäischen Handel.

Der breitere Einzelhandelssektor gab ebenfalls nach und verlor 0,5 %, da Investoren auf die Nachrichten rund um das Unternehmen reagierten.

Technologiesektor spiegelt weltweite Schwäche wider

Technologiewerte blieben unter Druck, da die Unsicherheit im globalen Sektor anhielt.

Die Anleger richteten den Blick auf steigende Kosten für Speicherchips, die aufgrund der starken, von künstlicher Intelligenz getriebenen Nachfrage gestiegen sind.

Asiatische Aktien verzeichneten über Nacht deutliche Verluste, während Futures, die auf den technologie­lastigen Nasdaq‑Index an der Wall Street bezogen sind, um rund 1 % fielen.

Die allgemeine Schwäche griff auf die europäischen Märkte über.

Europas Technologiesektor fiel um 1,5 % und gehörte damit zu den schwächsten Sektoren im frühen Handel.

Halbleiterhersteller führen Sektorverluste an

Halbleiterunternehmen verzeichneten einige der stärksten Einbrüche.

Infineon‑Aktien fielen um 2,9 %, während STMicroelectronics 3,2 % nachgab.

Unter den Herstellern von Halbleiterausrüstung verlor BE Semiconductor 3,5 %, ASML rutschte um 1,2 %.

Die Verluste spiegelten die Anlegerängste über die Auswirkungen steigender Speicherchipkosten und die generell unsichere Lage im globalen Technologiesektor wider.

Telekommunikations‑ und Automobilwerte stehen ebenfalls unter Druck

Telekommunikationsunternehmen notierten ebenfalls tiefer im Verlauf der Sitzung.

Ericsson fiel um 1 %, Nokia gab 2,1 % nach.

Auch Autoaktien gerieten unter Druck; der Sektor verlor 0,4 %.

Investoren bewerteten die möglichen Auswirkungen höherer Speicherchipkosten auf die Automobilbranche, die stark auf Halbleiterlieferungen angewiesen ist.

Wochengewinn weiterhin in Reichweite

Obwohl die europäischen Aktien tiefer eröffneten, blieb der STOXX 600 auf Kurs für einen Wochengewinn, nachdem er in der vorherigen Sitzung einen Rekordschlusstand erreicht hatte.

Marktteilnehmer beobachteten weiterhin die Entwicklungen im globalen Technologiesektor, wo Sorgen über steigende Chipkosten und die Nachfragedynamik die Stimmung in den regionalen Aktienmärkten beeinflussten.

Unterdessen übte die Untersuchung der Zalando‑Geschäftsabschlüsse weiteren Druck auf den Einzelhandelssektor aus und trug zur breiteren Marktschwäche beim Handelsstart am Freitag bei.