Devisenmärkte bleiben vorsichtig, da geopolitische Risiken die Stimmung dominieren
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Kaufen Sie den US Dollar Index (DXY) / Long-Position auf USD gegenüber den Majors. Der Artikel weist auf Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund erneuter Spannungen zwischen USA und Iran in der Straße von Hormus hin, zudem treiben höhere Ölpreise die Inflationsängste und die Erwartung, dass die Fed die Zinsen länger hoch halten wird. Diese Kombination stützt den Dollar, selbst wenn die Tagesbewegungen schwanken.
Kernrisiko: Eine starke Deeskalation im Nahen Osten, die die Nachfrage nach sicheren Häfen zusammenbrechen lässt und den Märkten erlaubt, schnellere Fed-Zinssenkungen einzupreisen.
Verkaufen Sie EURUSD. Der Euro notiert nahe einem 13-Monats-Tief und steuert auf einen Monatsrückgang zu, während der Ausblick für die Fed aufgrund ölgetriebener Inflationssorgen fester ist. Das EZB-Forum kann als Katalysator wirken, doch ohne eine klare restriktive Überraschung bleibt der Weg des geringsten Widerstands nach unten.
Kernrisiko: Die EZB signalisiert eine deutlich straffere Geldpolitik (oder die US-Arbeitsmarktdaten fallen deutlich enttäuschend aus), wodurch die Zinserwartungen zugunsten Europas kippen.
- Der Dollar bleibt robust, da geopolitische Spannungen Anleger weltweit vorsichtig stimmen.
- Märkte erwarten das EZB-Forum und wichtige US-Arbeitsmarktdaten.
- Ölpreise und Erwartungen an die Fed stützen weiterhin den US-Dollar.
Der Devisenmarkt startete die Woche verhalten, da der US-Dollar gegenüber den wichtigsten Währungen robust blieb, gestützt von Nachfrage nach sicheren Häfen angesichts erneuter geopolitischer Spannungen im Nahen Osten.
Investoren verfolgten die Entwicklungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran genau und warteten auf wichtige makroökonomische Ereignisse, darunter das Jahresforum der Europäischen Zentralbank und die bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten, um neue Hinweise auf den Ausblick für die weltweiten Zinsen zu erhalten
Geopolitische Entwicklungen bleiben im Fokus
Die Vereinigten Staaten und Iran lieferten sich am Wochenende Feuergefechte in der Nähe der Straße von Hormus, was Bedenken hinsichtlich der regionalen Stabilität und der globalen Märkte schürte.
Die Islamische Revolutionsgarden Irans (IRGC) erklärten, sie hätten nach US-Angriffen auf iranische Ziele US-Militärstandorte in Nachbarländern, darunter Kuwait und Bahrain, ins Visier genommen.
Iran forderte außerdem als Teil einer endgültigen Vereinbarung mit den USA den vollständigen Abzug israelischer Truppen aus dem Libanon.
Später schienen sich die Spannungen jedoch zu entspannen.
Dollar bleibt robust
Der US-Dollar-Index hielt sich während der europäischen Sitzung am Montag über der Marke von 101,00 nachdem er die Vorwoche im positiven Bereich beendet hatte.
Auch die Futures auf US-Aktienindizes notierten mit moderaten Gewinnen.
Der Index notierte nahe 101,36 und behielt damit Kurs auf einen Monatsgewinn von etwa 2,5 %, was den stärksten monatlichen Anstieg seit Juli des Vorjahres bedeutet.
Die Dollarstärke wurde durch eine Kombination aus Nachfrage nach sicheren Häfen und veränderten Zinserwartungen gestützt.
Höhere Ölpreise nach Störungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus verstärkten die Inflationssorgen.
Das verringerte die Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik und stärkte die Auffassung, dass die US-Notenbank die Zinsen länger hoch halten könnte.
Marktteilnehmer richten nun ihre Aufmerksamkeit auf den US-Arbeitsmarktbericht dieser Woche.
Die Zahlen zu Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sollen weitere Einblicke in die Stärke des Arbeitsmarktes und den Ausblick für die Geldpolitik liefern.
Hauptwährungen handeln in engen Spannen
Der Euro stieg leicht und notierte am europäischen Morgen nahe 1,1400, blieb dabei jedoch in der Nähe der Niveaus, die er nach dem Erreichen eines 13-Monats-Tiefs in der vergangenen Woche gezeigt hatte.
Die Gemeinschaftswährung steuert auf einen Monatsrückgang von etwa 2,3 % zu.
Das britische Pfund erholte sich moderat und hielt sich über 1,3200 vor Veröffentlichung der Verbraucherkreditdaten für Mai der Bank of England.
Das Pfund liegt im Monatsverlauf weiterhin rund 2 % im Minus.
Der japanische Yen notierte bei etwa 161,80 gegenüber dem Dollar, trotz stärker als erwarteter inländischer Einzelhandelsdaten.
Der Yen blieb in der Nähe seines schwächsten Niveaus seit vier Jahrzehnten und notierte weiterhin über der Marke von 160, die viele Marktteilnehmer als möglichen Auslöser für eine offizielle Intervention sehen.
Risikosensitive Währungen blieben ebenfalls unter Druck.
Der australische Dollar notierte um 0,6900, nachdem der Vizegouverneur der Reserve Bank of Australia, Chris Kent, erklärte, die Zentralbank sei besser darauf vorbereitet, auf künftige Krisen zu reagieren, und betonte zugleich, dass „das Ziel für den Leitzins unser primäres und bevorzugtes Instrument bleibt.“
Seine Äußerungen hatten kaum unmittelbare Auswirkungen auf die Märkte.
Der Neuseeland-Dollar blieb ebenfalls schwach, sodass beide Währungen auf deutliche Monatsverluste zusteuern.
EZB-Forum und Arbeitsmarktdaten im Fokus
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf das Jahresforum der EZB, das Präsidentin Christine Lagarde am Montag eröffnen wird.
Investoren werden später in der Woche auch ein Politikpanel mit Warsh verfolgen, um weitere Signale zu Inflation, Ölpreisen und Volatilität an den Finanzmärkten zu erhalten.
Vorerst behält der Dollar seinen Vorsprung.
Während die Tagesbewegungen volatil bleiben können, stützen die geopolitische Unsicherheit am Golf und anhaltende Fragen zur US-Geldpolitik die Nachfrage nach dem US-Dollar nach wie vor kräftig.
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