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Brent-Rohöl erholt sich vom Viermonats-Tief nach neuen US-Iran-Angriffen

Brent-Rohöl erholt sich vom Viermonats-Tief nach neuen US-Iran-Angriffen
Devesh Kumar
29. Juni 2026, 06:08 AM

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Brent-Rohöl (buy)

Kaufen Sie Brent-Exponierung (z. B. Long-Positionen in Brent-Futures oder ein ETF wie BNO). Der Markt reagiert schnell auf erneute Hormus-Risiken: Angriffe im Zusammenhang mit Tanker-Attacken treiben die Preise rasch an, und die Waffenruhe ist vorerst keine dauerhafte Lösung. Da das Vertrauen in die Schifffahrt weiterhin brüchig ist, können weitere Störmeldungen das Risiko schnell neu bewerten.

Kernrisiko: Eine echte, anhaltende Deeskalation, die die sichere Passage wiederherstellt und Händler davon überzeugt, dass das Schifffahrtsrisiko vorbei ist.

USOIL (sell)

Verkaufen Sie WTI-Exponierung (z. B. Short-Positionen im USOIL-ETF oder WTI-Futures). WTI reagiert stärker auf kurzfristige US-Nachfrage/Angebot und stand bereits unter Druck unter 70 USD; wenn der Schock hauptsächlich ein Hormus-Schifffahrtsrisiko-Aufschlag ist, sollte sich Brent besser halten als WTI. Erwarten Sie, dass sich der Spread zugunsten von Brent entwickelt, da der Markt globales Schifffahrtsrisiko stärker einpreist als US-spezifische Fundamentaldaten.

Kernrisiko: WTI zieht ebenfalls an, weil der Konflikt zu einer breiten Rohölverknappung führt (nicht nur ein Brent‑Shipping‑Premium).

  • Brent und WTI erholten sich nach erneuten US‑Iran-Angriffen nahe Hormus.
  • CENTCOM sagte, eine Drohne habe den Tanker M/T Kiku getroffen, der über 2M Barrel geladen hatte.
  • ING warnte, dass das Öl weiterhin einem Aufwärtsrisiko ausgesetzt ist, falls die Angebotswiederherstellung langsam bleibt.

Die Ölpreise stiegen am Montag, nachdem neue US‑Iran-Angriffe in der Nähe der Straße von Hormus die Befürchtungen nährten, die fragile Waffenruhe im Golf könne nicht stark genug sein, um die Energieflüsse reibungslos aufrechtzuerhalten.

Brent-Rohöl stieg um etwa 0,8 % auf 72,57 USD je Barrel, während US West Texas Intermediate um 1,3 % auf 70,11 USD zulegte.

Die Erholung folgte, nachdem Brent den stärksten Wochenverlust seit einem Monat verzeichnet hatte, da Händler begonnen hatten, eine schnellere Erholung der Schifffahrtsströme im Golf einzupreisen.

Bei Hormus eskalieren die Spannungen erneut

Auslöser war ein weiterer Zwischenfall rund um die Straße von Hormus, den Seeweg, der einen großen Anteil des weltweiten Öl- und Gastransports trägt.

US Central Command teilte mit, US-Streitkräfte hätten am June 27 zusätzliche Schläge gegen mehrere iranische Ziele durchgeführt, nachdem eine Drohne den unter panamaischer Flagge fahrenden Tanker M/T Kiku in der Nähe der Straße getroffen hatte.

CENTCOM erklärte, der Tanker habe mehr als zwei Millionen Barrel Rohöl geladen.

Die USA erklärten, ihre Angriffe hätten iranische militärische Überwachungsinfrastruktur, Kommunikationssysteme, Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Minenleger-Fähigkeiten zum Ziel gehabt.

Am Wochenende gab es zudem Berichte über Drohnen- und Raketeneinsätze, an denen Bahrain und Kuwait beteiligt gewesen sein sollen, was das Gefühl verstärkt, die Waffenruhe sei weiterhin anfällig für eine plötzliche Eskalation.

WTI hatte am Freitag erst knapp unter 70 USD geschlossen, dem niedrigsten Schlusskurs seit February 27, dem Tag vor Kriegsbeginn.

Die Bewegung vom Montag zeigte, wie schnell sich der Markt erholen kann, wenn Tanker erneut Teil des Konflikts werden.

Fragile Waffenruhe unter Druck

Die jüngste Kursbewegung dreht sich im Kern um Vertrauen.

Die USA und Iran hatten eine Übergangsvereinbarung getroffen, die darauf abzielte, die Spannungen zu verringern und die sichere Passage durch Hormus wiederherzustellen.

Die vergangenen Tage folgten jedoch einem bekannten Muster: ein Angriff auf die Schifffahrt, eine militärische Reaktion, neue Drohungen und dann ein weiterer Versuch, die Gespräche wieder aufzunehmen.

Laut aktuellen Berichten haben sich die USA und Iran darauf geeinigt, die jüngsten Feindseligkeiten auszusetzen und die Verhandlungen um die Straße von Hormus wieder aufzunehmen.

Ein US-Beamter sagte, beide Seiten hätten zugestimmt, „vorerst die Waffen ruhen zu lassen“ und Schiffen freie Fahrt zu gewähren, während technische Gespräche fortgesetzt würden.

Dennoch betrachtet der Markt die Waffenruhe nicht länger als stabil oder abgeschlossen.

Die Angriffe haben Händler daran erinnert, dass eine politische Vereinbarung auf dem Papier nicht automatisch Minen beseitigt, militärische Risiken aufhebt oder das Vertrauen in die Schifffahrt wiederherstellt.

ING-Analysten sagten, der Ölmarkt sehe weiterhin „viel Risiko“, selbst wenn Anleger darauf achten, was eine Wiederaufnahme der Transportflüsse für das globale Angebot bedeuten könnte.

Sie warnten auch, dass die derzeitige Ruhe am Markt „offensichtlich ein erhebliches Aufwärtsrisiko“ hinterlasse, falls sich die Angebotswiederherstellung als langsam erweise.

Das ist die zentrale Spannung. Die Diplomatie ist noch am Leben, doch der Ölmarkt wurde daran erinnert, dass das Wasser weiterhin gefährlich ist.