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Darum sind die Magnificent‑7-Aktien abgestürzt und haben 2,3 Billionen $ vernichtet

Darum sind die Magnificent‑7-Aktien abgestürzt und haben 2,3 Billionen $ vernichtet
Crispus Nyaga
30. Juni 2026, 14:51 PM

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DRAM (DRAM) Long-Position

Kaufen Sie den Roundhill Memory ETF (DRAM). Der Artikel verweist auf einen realen Versorgungsmangel, der die Speicherpreise steigen lässt und die Capex der Hyperscaler nach oben treibt (Ausgabenboom). Das stützt die anhaltende Ergebnisdynamik der Speicherhersteller (Micron, Western Digital, Seagate) und hält den Kapitalzufluss in das Thema aufrecht, selbst wenn die Magnificent‑7 abkühlen.

Kernrisiko: Speicherpreise können bei Angebotsaufbau oder nachlassender Nachfrage schnell einbrechen, was Margen und ETF‑Momentum zerstört.

Erholung der Magnificent‑7‑Hyperscaler (MAGS)

Kaufen Sie den Roundhill Magnificent 7 ETF (MAGS). Der Ausverkauf wird als Gewinnmitnahmen plus Rotation interpretiert, während die Bewertung nicht mehr extrem ist (Nvidia Forward‑KGV ~22 vs. S&P ~23; Meta ~16). Nach den Quartalszahlen bewerten Anleger hochwertige Cash‑Generatoren typischerweise neu, sobald die „ROI‑Sorgen“ in den Prognosen abklingen.

Kernrisiko: Die Quartalszahlen zeigen, dass Capex sich nicht in Wachstum übersetzt und die Margen weiter verschlechtern — dadurch fällt die Bewertungsunterstützung weg.

  • Alle Magnificent‑7-Aktien sind seit ihren Jahreshochs zurückgekommen.
  • Investoren rotieren von diesen Unternehmen in die Speicherbranche.
  • Es bestehen Bedenken hinsichtlich der Rendite nach den umfangreichen Ausgaben für Rechenzentren.

Die Magnificent‑7-Aktien sind in diesem Jahr deutlich zurückgekommen und haben über 2,3 Billionen $ an Wert verloren. Der vielbeachtete Roundhill Magnificent 7 ETF (MAGS) fiel von seinem bisherigen Jahreshoch von $71,17 auf $60,80. 

Die meisten Unternehmen in der Gruppe sind in den vergangenen Monaten stark gefallen. Nvidia, das größte Unternehmen der Welt, liegt fast 20 % unter seinem Jahreshoch.

Ähnlich ist die Microsoft‑Aktie um 33 % eingebrochen, während Meta Platforms, Amazon und Tesla jeweils rund 30 %, 14 % bzw. 16 % von ihren diesjährigen Höchstständen verloren haben. Auch Apple ist moderat vom Jahreshoch gefallen, von $317 auf heute $280.

Gewinnmitnahmen und Rotation zu Speicherunternehmen

Ein möglicher Grund für den laufenden Rückgang der Magnificent‑7-Aktien ist, dass Anleger nach den starken Kursanstiegen Gewinne mitnehmen. Auf seinem diesjährigen Höhepunkt lag Apple über 150 % über dem Tiefpunkt von 2023. Nvidia notierte rund 43 % über dem Tief des Vorjahres. 

Besonders auffällig ist jedoch die Sektorrotation hin zu Unternehmen der Speicherbranche. Ein genauer Blick auf die Daten zeigt, dass Speicherunternehmen in diesem Jahr zu den größten Gewinnern gehören. Dazu zählen Firmen wie Micron, Sandisk, Western Digital und Seagate. Jüngst hat der Roundhill Memory ETF (DRAM) seit seinem Start im April über $24 Milliarden an Vermögenswerten akquiriert.

Die Unternehmen profitieren von der anhaltenden Angebotsknappheit, die ihre Preise auf Rekordniveau getrieben hat. Infolgedessen müssen die Hyperscaler, ihre größten Kunden, Milliarden Dollar mehr ausgeben. 

Beispielsweise planen die führenden Hyperscaler in diesem Jahr mehr als $750 Milliarden an Investitionen in Sachanlagen, deutlich mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg wird sowohl durch neue Rechenzentrumseröffnungen als auch durch stark gestiegene Speicherpreise getrieben.

Erst letzte Woche sorgte Apple für Schlagzeilen, als das Unternehmen ankündigte, die Preise für MacBooks wegen gestiegener Kosten anheben zu wollen. Auch Preiserhöhungen beim iPhone werden in Betracht gezogen. 

Rendite (RoI) bei Ausgaben für Rechenzentren

Einige Magnificent‑7-Aktien fallen zudem aus Sorge um die Rendite (RoI) der erhöhten Rechenzentrumsinvestitionen. Besonders betroffen sind dabei die großen Hyperscaler wie Microsoft, Meta und Google.

Gleichzeitig beginnen sie, Kapital auf stark verwässernde Weise zu beschaffen, um ihre Ambitionen zu finanzieren. So hat Google kürzlich über 80 Milliarden Dollar in einer Kombination aus Fremd- und Eigenkapital aufgenommen, was die Aktionäre verwässert. 

Meta Platforms erwägt einen ähnlichen Schritt, während Nvidia kürzlich mehr als $25 Milliarden an Schulden aufgenommen hat. Tesla hat bereits gewarnt, dass es in diesem Jahr aufgrund seiner Terafab keinen positiven Cashflow erzielen wird. 

Daher befürchten einige Analysten, dass sich die Investitionen nicht kurzfristig auszahlen werden. 

Positiv betrachtet sind diese Unternehmen nun allerdings günstiger bewertet. So weist Nvidia ein erwartetes (Forward-)KGV von etwa 22 auf, etwas niedriger als das des S&P‑500‑Index mit 23. Das Forward‑KGV von Meta Platforms ist auf 16 gefallen, während Googles Multiple bei 23 liegt. 

Da es sich um einige der profitabelsten Unternehmen der Welt handelt, ist es daher wahrscheinlich, dass Anleger nach der nächsten Berichtssaison wieder in diese Titel rotieren könnten.