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3 Tech‑Aktien kaufen, bevor die Kurse im Juli 2026 steigen

3 Tech‑Aktien kaufen, bevor die Kurse im Juli 2026 steigen
Devesh Kumar
01. Juli 2026, 09:49 AM

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Alphabet (GOOGL) kaufen

Das Cloud‑Wachstum von Alphabet beschleunigt sich (Q1 +63 % gegenüber dem Vorjahr, schneller als AWS/Azure), und der Markt bewegt sich von „KI‑Forschung ohne Monetarisierung“ hin zu „KI‑Ausgaben mit klareren Renditen“. GOOGL vor der Ergebnis­saison im Juli kaufen, da sich das Cloud‑Momentum in Ausblicken und Margen zeigen sollte.

Kernrisiko: Das Cloud‑Wachstum beschleunigt sich nur kurzfristig und die Prognosen schwächen sich ab, wodurch die KI‑Monetarisierung nicht nachhaltig erscheint.

Nvidia (NVDA) kaufen

NVDA ist eine Wette auf die Infrastrukturzulieferer des gesamten KI‑Ausbaus, nicht auf einen einzelnen Cloud‑Sieger. Mit Vera Rubin als nächstem Produktzyklus‑Katalysator und starker Unterstützung an der Wall Street dürfte NVDA weiter von anhaltenden Infrastruktur‑Capex profitieren, selbst wenn Cloud‑Player bei Modellen konkurrieren.

Kernrisiko: Die KI‑Infrastruktur‑Ausgaben verlangsamen sich oder Kunden verschieben Upgrades, und die NVDA‑Prognosen enttäuschen trotz starker kurzfristiger Ergebnisse.

  • Das Google‑Cloud‑Wachstum von Alphabet liefert Anlegern eine klarere KI‑Monetarisierungsstory.
  • Die Preiserhöhung von AWS signalisiert starke Nachfrage nach knapper KI‑Rechenkapazität.
  • Nvidia bleibt an der Wall Street die bevorzugte Infrastrukturwette für KI‑Ausgaben.

Drei Magnificent‑Seven‑Aktien gehen mit neuen Katalysatoren in den Juli, die relevant werden könnten, wenn die Ergebnis­saison für Q2 näher rückt.

Alphabet, Amazon und Nvidia sind im traditionellen Sinn nicht günstig.

Doch jede hat einen klaren Grund, warum Anleger gerade jetzt aufmerksam sind: Das Cloud‑Wachstum bei Alphabet hat sich beschleunigt, Amazon zeigt seltene Preissetzungsmacht bei KI‑Rechenkapazität, und Nvidia verfügt weiterhin über eine der stärksten Analystenunterstützungen am Markt.

Alphabet: Cloud‑Comeback, das niemand erwartet hatte

Alphabet ist eine der interessantesten Magnificent‑Seven‑Geschichten auf dem Weg in den Juli.

Jahrelang lautete der Vorwurf gegenüber Google, dass das Unternehmen weltklasse KI‑Forschung betreibe, diese aber nicht in sichtbare finanzielle Dynamik umsetze.

Dieses Argument wird nach den jüngsten Zahlen von Google Cloud schwerer aufrechtzuerhalten.

Die Google‑Cloud‑Umsätze stiegen im ersten Quartal um 63 % gegenüber dem Vorjahr auf 20 Milliarden USD (ca. 17,4 Milliarden €), nachdem im vorherigen Quartal noch 48 % Wachstum gemeldet wurden.

Das ist schneller als die jüngsten Wachstumsraten sowohl von Amazon Web Services als auch von Microsoft Azure.

Für Anleger ist nicht nur relevant, dass die Cloud‑Umsätze steigen. Vielmehr scheint Alphabet klarere Renditen auf seine KI‑Ausgaben zu erzielen.

Der erfahrene Fondsmanager Dan Niles nannte Google seinen favorisierten Magnificent‑Seven‑Wert und sagte, das Unternehmen habe den „vollständigen KI‑Stack“ und starke Renditen auf seine KI‑Investitionen.

Amazon: Wall Street interpretiert Preiserhöhung als Kaufsignal

Amazons jüngster Katalysator ist ungewöhnlich: eine Preiserhöhung.

AWS hat die Preise für EC2 Capacity Blocks für Machine‑Learning‑GPU‑Instanzen angehoben; die neueste Erhöhung tritt ab dem 1. Juli in Kraft.

Diese Reservierungen ermöglichen es Kunden, knappe GPU‑Kapazität für KI‑Training und Modellarbeiten zu sichern.

Normalerweise können höhere Preise Anleger beunruhigen, doch in diesem Fall wertete die Wall Street den Schritt anders.

Die Amazon‑Aktie stieg am 26. Juni um 2,5 %, da Händler die Erhöhung als Beleg werteten, dass die Nachfrage nach KI‑Rechenkapazität stärker ist als das Angebot.

Das ist wichtig, weil AWS weiterhin die Gewinnmaschine von Amazon ist.

Die Cloud‑Sparte meldete im Q1 Umsätze von 37,6 Milliarden USD (ca. 32,8 Milliarden €), ein Plus von 28 % gegenüber dem Vorjahr, und der Auftragsbestand soll Berichten zufolge auf 364 Milliarden USD (ca. 317,5 Milliarden €) gestiegen sein, ohne Anthropics Verpflichtung von mehr als 100 Milliarden USD (ca. 87,2 Milliarden €) gegenüber AWS über das nächste Jahrzehnt.

Amazon‑CEO Andy Jassy hat außerdem das Margenargument rund um Trainium, den firmeneigenen KI‑Chip, vorgebracht.

Er sagte, Trainium könne Amazon auf Skalenniveau „Zehn Milliarden“ an Investitionsausgaben sparen und gleichzeitig die Betriebsmargen im Vergleich zur ausschließlichen Nutzung externer Chips verbessern.

Wells Fargo behielt eine Kaufempfehlung und ein Kursziel von $312 für Amazon bei. Der nächste echte Katalysator sind die Q2‑Zahlen, die voraussichtlich am 30. Juli erwartet werden.

Nvidia: Starke Kaufempfehlung, die nicht nachlässt

Nvidia bleibt die klarste Infrastrukturwahl im KI‑Bereich.

Der Grund ist einfach. Alphabet, Amazon, Microsoft, Meta und andere mögen im Cloud‑ und KI‑Modellbereich heftig konkurrieren, doch die meisten von ihnen benötigen weiterhin Nvidia‑Systeme, um ihre Infrastruktur zu bauen und zu betreiben.

Das macht Nvidia weniger zu einer Wette auf einen einzelnen Cloud‑Sieger und mehr zu einer Wette auf den gesamten KI‑Ausbau.

Die Wall Street steht weiterhin fest hinter der Aktie. Aktuelle Analystentracker zeigen für Nvidia einen Konsens von 'Buy' und ein durchschnittliches Kursziel von rund $309.

China Renaissance begann die Coverage am 5. Juni mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von $319, was den bullischen Ton verstärkt.

Auch der nächste Produktzyklus zählt. Von Nvidias Vera Rubin‑Plattform wird erwartet, dass sie zu einem wichtigen künftigen Katalysator wird, während Investoren über Blackwell hinausblicken und fragen, wie lange das Unternehmen seine Performance‑Führung halten kann.

Das ist das bullische Szenario. Nvidia ist keine unentdeckte Story mehr, bleibt aber das Unternehmen, das am direktesten mit den KI‑Infrastruktur‑Ausgaben verknüpft ist.

Das Risiko liegt in der Bewertung. Die Erwartungen sind bereits hoch, und selbst starke Ergebnisse können abgestraft werden, wenn der Ausblick enttäuscht.

Der nächste bestätigte Ergebnisbericht von Nvidia wird Ende August erwartet, nachdem Alphabet und Amazon die Investoren im Juli informiert haben.