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SanDisk fällt 14% – KI‑Chip‑Abverkauf überlagert optimistische Analystenprognosen

SanDisk fällt 14% – KI‑Chip‑Abverkauf überlagert optimistische Analystenprognosen
Ananthu C U
02. Juli 2026, 20:56 PM

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SNDK kaufen (Dip)

SanDisk (SNDK) kaufen. Der Abverkauf wird von einer Rotation aus KI‑Chip/Memory‑Papieren und Gewinnmitnahmen nach einer 858%‑Rally getrieben, nicht von fundamental gebrochenen Aussichten. Street‑Upgrades verweisen auf feste bzw. bandbegrenzte NAND‑Liefervereinbarungen und Vorauszahlungsverpflichtungen, die die Ergebnisvolatilität reduzieren, sowie auf die Erwartung, dass sich die NAND‑Preise bis Mitte 2027 halten. Die technische Analyse zeigt die Aktie weiterhin über den 20/50/200‑Tage‑Gleitenden Durchschnitten mit bullischer Ausrichtung; RSI ≈46 signalisiert Spielraum zur Stabilisierung und Neubewertung.

Kernrisiko: Die NAND‑Preise brechen früher als erwartet ein aufgrund schneller als prognostizierter Kapazitätserweiterungen (insbesondere China/YMTC/CXMT) und entkräften die These, dass sich die Preise bis 2027 halten.

MU kaufen (Memory‑Beta)

Micron Technology (MU) kaufen als qualitativ bevorzugte Möglichkeit, am gleichen NAND/DRAM‑Zyklus zu partizipieren. Der Artikel weist auf eine sektorweite technische Korrektur hin, während Analysten erwarten, dass das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage bis 2027 bestehen bleibt. Sollte die Rotation nur vorübergehend sein, dürfte MU mit dem Sektor wieder ansteigen, und seine Fundamentaldaten würden von einer Stabilisierung der Preise und der Nachfrage profitieren.

Kernrisiko: Ein echter Nachfrageschock (nicht nur Rotation) drückt DRAM/NAND‑Preise deutlich nach unten und widerlegt die Sicht, dass das Ungleichgewicht bestehen bleibt.

  • SanDisk verliert 14% im Zuge von Gewinnmitnahmen bei KI‑Hardware.
  • Analysten bleiben trotz des deutlichen SanDisk‑Abverkaufs bullish.
  • Die NAND‑Nachfrageprognose bleibt laut BofA bis 2027 stark.

SanDisk Corporation SNDK verzeichnete am Donnerstagnachmittag einen Kursrückgang um 14% und fiel intraday auf ein Tief von $1707.58, als Anleger aus Aktien von KI‑Chips und Speicherhardware ausstiegen und Kapital in KI‑Softwareunternehmen umschichteten.

Der Rückgang folgte auf ein außergewöhnliches erstes Halbjahr 2026, in dem die SanDisk‑Aktie um rund 858% gestiegen war und damit anfällig für Gewinnmitnahmen wurde, als sich die Marktstimmung drehte.

Der Abverkauf erfolgte trotz jüngster Analysten‑Upgrades, die auf eine Verbesserung der Fundamentaldaten hinwiesen.

SanDisk hatte am Dienstag fast 5% zugelegt, nachdem Bernstein sein Kursziel für die Aktie angehoben hatte, doch die breite Schwäche im Halbleiter‑ und Speicherbereich überwog die positive Perspektive.

Sektorweiter Rotationsdruck belastet Speicherwerte

SanDisk war am Donnerstag nicht allein mit Verlusten. Speicher‑ und Storage‑Unternehmen, darunter Micron Technology und Western Digital, verzeichneten ebenfalls deutliche Einbußen, da der Sektor in das übergangene technische Korrekturgeschehen eintrat, wie Marktteilnehmer beschrieben.

Die Kombination aus Gewinnmitnahmen nach dem starken Anstieg von SanDisk seit dem 52‑Wochen‑Tief von $40.10, Schwäche im Halbleitersektor und Druck auf Technologiewerte trug zum überproportionalen Rückgang der Aktie bei.

Trotz des Rücksetzers notiert SanDisk weiterhin deutlich über dem 52‑Wochen‑Tief, während Analysten Kursziele deutlich oberhalb des aktuellen Handelsniveaus halten.

Analysten bleiben langfristig positiv

Wall‑Street‑Analysten äußerten trotz des starken Rückgangs weiterhin Zuversicht in Bezug auf SanDisks langfristige Aussichten.

Am 30. Juni erhöhte Bernstein‑Analyst Mark Newman sein Kursziel auf $3,000 von $1,700 und bestätigte ein Outperform‑Rating.

Die Firma verwies auf neue langfristige Lieferverträge mit festen oder bandbegrenzten Preisen und Vorauszahlungsverpflichtungen, die ihrer Ansicht nach die Ergebnisvolatilität verringern.

Separat bekräftigte Bank of America‑Analyst Wamsi Mohan am Mittwoch ein Buy‑Rating und hob sein Kursziel auf $2,500 von $2,100 an.

„Wir erwarten, dass das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage im NAND‑Markt bis 2027 bestehen bleibt“, schrieb Mohan in einer Kundenmitteilung und fügte hinzu, dass die Preise bis Mitte 2027 stabil bleiben sollten.

Mohan prognostizierte für das Juni‑Quartal einen Umsatz von $9.1 Milliarden und ein Ergebnis je Aktie von $37.01, womit er sowohl die Konsensschätzungen als auch die Umsatzerwartung des Unternehmens von $7.75 Milliarden bis $8.25 Milliarden übertraf.

Liefer‑Risiken aus China und technische Lage im Fokus

Auch bei konstruktiver Perspektive beobachten Analysten weiterhin Liefer‑Risiken aus China.

Mohan identifizierte Yangtze Memory Technologies Co. (YMTC) als bedeutendes langfristiges Risiko und wies darauf hin, dass zusätzliche Kapazitäten die NAND‑Preise früher als erwartet unter Druck setzen könnten.

Sein Basisszenario geht davon aus, dass das Unternehmen hauptsächlich chinesische Inlandskunden bedient.

Branchenanalyst Ming‑Chi Kuo kommentierte das Speichersegment ebenfalls am Wochenende und erklärte, dass die „Lücke zwischen Speicherangebot und -nachfrage sich bis 2027 weiter vergrößern wird.“ Kuo sagte außerdem, Apple Inc. setze sich bei der US‑Regierung in Bezug auf ChangXin Memory Technologies (CXMT) dafür ein, zusätzliche DRAM‑Bezugsquellen zu sichern.

Aus technischer Sicht handelt SanDisk weiterhin oberhalb seiner 20‑, 50‑ und 200‑Tage‑Gleitenden Durchschnitte, während die Struktur der Durchschnitte in einer bullischen Ausrichtung verbleibt.

SNDK Charttechnik

Der Relative‑Strength‑Index der Aktie lag bei 46.62 und signalisiert ein ausgewogeneres Momentum nach dem jüngsten Rücksetzer.

Der jüngste Rückgang spiegelt breit angelegte Gewinnmitnahmen in Aktien von KI‑Hardwareherstellern wider und nicht unternehmensspezifische Entwicklungen, da Anleger in KI‑Softwaretitel rotierten, trotz weiterhin optimistischer Prognosen von Wall‑Street‑Analysten.