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Dow verliert 500 Punkte, Trumps Iran-Äußerungen treiben Ölpreise

Dow verliert 500 Punkte, Trumps Iran-Äußerungen treiben Ölpreise
Ananthu C U
08. Juli 2026, 15:44 PM

Unterstützt von

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Chevron & Exxon (XOM/CVX)

Kaufen: CVX und XOM. Trumps Iran-Äußerungen treiben das Öl schnell nach oben (Brent +5%, WTI +5%), und der Markt rotiert in Energieproduzenten, die direkt von höheren Rohölpreisen und möglichen Risikoaufschlägen für die Versorgung profitieren. Das ist ein klarer kurzfristiger positiver Ergebnisimpuls gegenüber der Schwäche bei Technologie- und Reiseaktien.

Kernrisiko: Das Risiko: Das Öl dreht stark zurück, falls die Diplomatie wiederaufgenommen wird oder Versorgungsängste nachlassen; das würde den Rohöl-Aufschlag und die Outperformance der Energiewerte zunichtemachen.

United Airlines (UAL)

Verkaufen: UAL. Steigende Treibstoffkosten durch höhere Ölpreise treffen bereits die Reisebranche — UAL liegt ~3% im Minus, und der Sektor steht unter Druck, da Anleger schwächere Margen und eine nachfrageempfindliche Reaktion auf energiegetriebene Inflation einpreisen.

Kernrisiko: Risiko: Das Öl bleibt hoch, aber die Airlines geben die Kosten weiter (Tarife steigen) und die Nachfrage bleibt robust, wodurch die Margenbelastung gestoppt wird.

  • US-Aktien fallen, nachdem Trumps Iran-Äußerungen die Ölpreise steigen ließen.
  • Energiewerte gewinnen, während Reiseaktien aufgrund des Rohöl-Anstiegs nachgeben.
  • Fed-Protokoll im Fokus, während Märkte den Zinsausblick neu bewerten.

Die US-Aktien eröffneten am Mittwoch schwächer, nachdem Präsident Donald Trump erklärt hatte, ein Zwischenabkommen zur Beendigung des Konflikts mit Iran sei "over", was eine breite Risk-off-Bewegung über die globalen Märkte auslöste, da die Ölpreise sprunghaft stiegen und Anleger geopolitische Risiken neu bewerteten.

Der Dow Jones Industrial Average verlor rund 509 Punkte bzw. 0,96%, während der S&P 500 um 0,56% und der Nasdaq Composite um 0,35% nach Trumps Äußerungen auf dem NATO-Gipfel in Ankara, Türkei, zurückgingen.

Die erneuten Spannungen trieben Anleger in defensive Positionen, nachdem die Märkte in den vergangenen Wochen zunehmend eine Deeskalation im Nahen Osten eingepreist hatten.

Die Ölpreise kletterten stark, während Technologie- und Reiseaktien unter Druck gerieten.

Anleger warten zudem auf die am späteren Tag erwartete Veröffentlichung des Protokolls der Juni-Sitzung der Federal Reserve, um weitere Hinweise zur US-Zinsentwicklung zu erhalten.

Ölpreise schießen nach oben, da sich die Spannungen im Nahen Osten verschärfen

Die Rohölpreise setzten ihre Gewinne nach Trumps Kommentaren fort, die auf ein Scheitern der diplomatischen Bemühungen mit Iran hindeuteten.

Die Brent-Futures stiegen um mehr als 5% auf rund $78 pro Barrel, während US-West Texas Intermediate (WTI) um etwa 5% auf fast $74 pro Barrel kletterte.

Die jüngste Eskalation folgt auf das, was die Vereinigten Staaten als Angriffe gegen den Iran beschrieben, nachdem drei Handelsschiffe auf der Straße von Hormus angegriffen worden waren.

Die Entwicklungen belebten die Sorgen über Unterbrechungen der Energieversorgung und erneuerten die Befürchtung, dass höhere Ölpreise den Inflationsausblick verkomplizieren könnten.

Der Anstieg beim Rohöl stützte die Energiewerte im Handel.

Chevron und Exxon Mobil gewannen mehr als 1%, während ConocoPhillips um etwa 1,7% zulegte.

Devon Energy, Occidental Petroleum, APA Corp und Diamondback Energy notierten ebenfalls höher, da Anleger in Energiekonzerne rotierten, die voraussichtlich von höheren Rohölpreisen profitieren.

Der erneute Ölpreisanstieg schürte zudem Befürchtungen, dass inflationärer Druck anhalten und damit den Kurs der Geldpolitik der Federal Reserve beeinflussen könnte.

Reiseaktien führen die Marktrückgänge an

Technologieaktien legten nach mehreren Wochen der Volatilität bei KI-bezogenen Titeln leicht zu.

Der iShares Semiconductor ETF gewann im Handel etwa 0,4%, während Micron Technology rund 0,42% zulegte und damit die jüngste Schwäche bei Speicherchip-Aktien ausglich.

Broadcom-Aktien gewannen 2,3%, nachdem Apple seine Pläne bekräftigt hatte, im Rahmen einer Anfang der Woche angekündigten Chip-Liefervereinbarung mehr als $30 billion auszugeben.

Reisebezogene Unternehmen schwächten sich ebenfalls, da steigende Treibstoffkosten den Sektor belasteten.

United Airlines fiel im Handel um etwa 3,1%, während Delta Air Lines und Southwest Airlines ebenfalls nachgaben.

Die Kreuzfahrtanbieter Carnival, Royal Caribbean und Norwegian Cruise Line notierten jeweils niedriger, da Anleger die möglichen Auswirkungen höherer Energiepreise auf Betriebskosten und die Reisedetailnachfrage bewerteten.

Der CBOE Volatility Index, oft als Angstbarometer der Wall Street bezeichnet, stieg auf sein höchstes Niveau seit mehr als einer Woche, da die Marktunsicherheit zunahm.

Anleger warten auf das Protokoll der Fed-Sitzung

Neben den geopolitischen Entwicklungen konzentrieren sich Anleger auf die Veröffentlichung des Protokolls der geldpolitischen Sitzung der Federal Reserve im Juni.

Das Protokoll wird weitere Details aus dem ersten geldpolitischen Treffen unter Vorsitz von Chair Kevin Warsh liefern, nachdem die Verantwortlichen die Zinsen unverändert gelassen hatten, jedoch signalisieren, dass weitere Zinserhöhungen möglich bleiben könnten, falls der Inflationsdruck anhalte.

Laut dem FedWatch-Tool der CME rechnen die Finanzmärkte weiterhin mit mindestens einer Zinserhöhung vor Ende 2026.