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FTSE 100 umgeht Iran‑Schock, Ölkonzerne entfachen neue Rallye

FTSE 100 umgeht Iran‑Schock, Ölkonzerne entfachen neue Rallye
Devesh Kumar
13. Juli 2026, 12:45 PM

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BP (Absicherung gegen Öl‑Rallye)

Kaufen: BP. Öl ist aufgrund des erneuten US‑Iran‑Risikos um mehr als 3 % gestiegen, und der FTSE 100 wird von der Stärke des Energiesektors gestützt (+1,1 % für den FTSE‑350‑Energieindex). BP ist ein direkter Weg, von höheren Rohölpreisen zu profitieren, während der Index vor den härtesten Wachstums‑/Zinsauswirkungen abgeschirmt ist.

Kernrisiko: Eine Deeskalation, die die Ölpreise rasch wieder fallen lässt.

Vodafone (Kontrollprämie)

Kaufen: Vodafone. Die Aktie sprang um 4,6 % und setzt den Anstieg vom Freitag fort, nachdem Xavier Niel plante, eine near-$6B‑Beteiligung zu erwerben, wodurch sein Vehikel zum größten Anteilseigner würde — das erhöht die Wahrscheinlichkeit strategischer Änderungen und einer Neubewertung bzw. Kontrollprämie.

Kernrisiko: Der Anteilskauf stockt oder Regulierungsbehörden blockieren ihn, wodurch der Katalysator entfiele.

  • FTSE 100 bleibt stabil, da Ölkonzerne schwache Finanzwerte in London ausgleichen.
  • Plus500 bricht ein, nachdem der unveränderte Ausblick den FTSE 250 in London belastet.
  • Vodafone setzt Rallye fort, da der Deal mit Xavier Niel britische Käufer weiter bindet.

Der FTSE 100 in London veränderte sich am Montag kaum, da Gewinne der Ölkonzerne Schwäche bei Finanzwerten ausglichen und Anleger die Marktfolgen erneuter US‑Iran‑Militäraustausche abwägten.

Der Blue‑Chip‑Index stieg bis 09:27 GMT um 0,03 % auf 10.499,88 Punkte, während der stärker im Inland engagierte FTSE 250 um 0,1 % nachgab.

Die verhaltene Bewegung spiegelte eine bekannte Spaltung am britischen Markt wider: Energiewerte profitierten von höheren Rohölpreisen, während zinssensible und ergebnisabhängige Marktsegmente unter Druck blieben.

Ölkonzerne stützen den Index

Die Energiebranche war die wichtigste Stütze des FTSE 100, nachdem die Ölpreise um mehr als 3 % gestiegen waren.

Anleger wandten sich dem Sektor zu, da die Spannungen zwischen Washington und Teheran Zweifel an der Dauerhaftigkeit der Vereinbarung vom vergangenen Monat aufkommen ließen, die den Verkehr durch die Straße von Hormuz offenhalten und weitere Gespräche ermöglichen sollte.

Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, sie hätten als Reaktion auf US‑Schläge US‑Militäreinrichtungen in Bahrain und Kuwait angegriffen, Radarsysteme im Oman zerstört sowie Treibstofftanks und Munitionsdepots auf der Prince‑Hassan‑Flugbasis in Jordanien getroffen.

Dadurch stieg der FTSE‑350‑Energieindex um 1,1 %.

Das half dem britischen Leitindex, die stärkeren Verluste zu vermeiden, die in wachstumsintensiveren Märkten zu beobachten waren, wo höheres Öl tendenziell die Sorgen über Inflation und künftige Kreditkosten befeuert.

Finanzwerte und Bergbauaktien ziehen nach unten

Das schwächste Segment des Marktes stellten Investmentbanken und Broker dar.

Plus500 fiel um 14,3 % und war damit der schwächste Wert im FTSE 250, nachdem der Betreiber der Handelsplattform seinen Jahresausblick unverändert gelassen hatte.

Die Reaktion deutete darauf hin, dass Anleger nach einer volatilen Marktphase stärkere Prognosen erwartet hatten.

Auch Produzenten von Edelmetallen schwächten sich ab, da Gold um mehr als 1 % fiel. Endeavour Mining, Fresnillo und Hochschild Mining gaben jeweils um rund 0,6 % nach.

Der Druck entstand, weil steigende Ölpreise Inflationssorgen wiederaufleben ließen und die Erwartungen stärkten, dass die Federal Reserve die Geldpolitik länger restriktiv halten könnte – ein Umfeld, das tendenziell auf das nicht verzinsliche Gold drückt.

Vodafone setzt Deal‑Rallye fort

Vodafone war der herausragende Gewinner im FTSE 100, stieg um 4,6 % und setzte den Anstieg vom Freitag fort.

Die Nachricht folgte Berichten, dass der französische Milliardär Xavier Niel plans to buy a near-$6 billion stake in the telecoms group from UAE-based e&.

Der Deal würde Niels Investmentvehikel zum größten Anteilseigner von Vodafone machen und das Anlegerinteresse an möglichen strategischen Veränderungen des britischen Telekomunternehmens schärfen.

Vodafone war bereits am Freitag nach der Ankündigung des Anteilverkaufs stark gestiegen.

Für den breiteren FTSE 100 zeigte die Sitzung, wie die Sektorzusammensetzung den Index in geopolitischen Stressphasen schützen kann.

Die Stärke des Energiesektors hielt den Leitindex stabil, doch Schwäche bei Finanzwerten, Bergbau und Midcaps zeigte, dass Anleger weiterhin vor Gewinnrisiken und höheren Zinsen zurückschrecken.