Rocket Lab-Aktiencrash gewinnt an Fahrt: Wie tief kann er noch fallen?
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Rocket Lab (RKLB) kaufen. Der Ausverkauf betrifft den gesamten Raumfahrtsektor und wird durch Gewinnmitnahmen nach dem SpaceX‑IPO getrieben, nicht durch einen firmenspezifischen Einbruch bei Rocket Lab. Die Fundamentaldaten verbessern sich weiterhin: Umsatz im letzten Quartal +63 % gegenüber dem Vorjahr und Auftragsbestand +20 % auf $2,2B, mit anhaltender Neutron‑Dynamik (fünf dedizierte Flüge). Die Iridium‑Akquisition bringt wiederkehrende, margenstärkere Kommunikationsumsätze und L‑Band‑Spektrum und stärkt den langfristigen Burggraben gegenüber Starlink‑ähnlicher Konkurrenz. Auch die technische Analyse deutet auf ein handelbares überverkauftes Fenster hin: unterhalb des 50%-Retracements und des 50‑Wochen‑Durchschnitts, mit einem RSI unter 50 — ideale Bedingungen für eine Rückkehr zum Mittelwert und eine Erholung bis zu den Quartalszahlen.
Kernrisiko: Die Startfrequenz von Neutron verzögert sich oder schlägt fehl, wodurch die Wachstums‑/Auftragsbestandsgeschichte zusammenbricht und die Iridium‑Ausgabe wie eine teure Ablenkung wirkt.
Procure Space ETF (UFO) verkaufen. Der Artikel zeigt, dass die gesamte Gruppe nach dem SpaceX‑IPO de‑risked wird, und der ETF ist bereits stark gefallen (etwa von 68 auf 43). Selbst wenn Rocket Lab eine Erholung verzeichnet, kann eine multiple Kompression des Sektors den ETF weiter nach unten ziehen, da Investoren breit aus „Space Growth“ rotieren und nicht nur aus einzelnen Titeln. Das ist eine präzise Art auszudrücken: ‚Der Sektor bleibt länger schwach, als einzelne Aktienkatalysatoren wirken.‘
Kernrisiko: Es setzt eine breit angelegte Neubewertung des Sektors ein (neue Startaufträge/Gewinnüberraschungen bei mehreren Titeln), wodurch UFO schneller als erwartet wieder anzieht.
- Die Rocket Lab-Aktie ist seit ihrem Jahreshoch um 55 % gefallen.
- Der Rückgang fällt mit der anhaltenden Schwäche bei Raumfahrtunternehmen zusammen.
- Die technische Analyse weist auf weiteres Abwärtspotenzial vor einer Erholung hin.
Der Aktienkurs von Rocket Lab fiel am 16. Juli um mehr als 12 % und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 13. April. Der Rückgang hat die Aktie seit ihrem Jahreshoch um 55 % einbrechen lassen und nahezu die Hälfte der Marktkapitalisierung ausgelöscht, da die Bewertung von $86 billion auf rund $40 billion sank.
Trotz des heftigen Ausverkaufs bleiben die meisten Analysten, die das Unternehmen verfolgen, optimistisch und erwarten, dass sich die Aktie erholen wird, sobald Wachstumskatalysatoren sichtbar werden.
Analysten sehen eine Erholung der Rocket Lab-Aktie
Die RKLB-Aktie ist in den vergangenen Wochen stark gefallen und spiegelt damit die Entwicklung der meisten Unternehmen in der Raumfahrtbranche wider. SpaceX, das größte Unternehmen der Welt, fiel auf seinen IPO-Preis zurück und vernichtete damit diese Woche mehr als $1 trillion an Wert.
Planet Labs ist auf $22 gefallen, nach einem Jahreszwischenhoch von $51, während Virgin Galactic von $9 im Juni auf heute $2,60 abgestürzt ist. Der populäre Procure Space ETF (UFO) sank von einem Jahreshoch von $68 auf $43.
Diese Verluste ereignen sich, während Investoren Gewinne realisieren, die sie vor dem SpaceX-Börsengang erzielt hatten. Auf seinem Höhepunkt in diesem Jahr war der UFO-ETF vom Tiefpunkt 2024 um 360 % gestiegen.
Investoren verkaufen also schlichtweg die SpaceX-IPO-Nachrichten — verschärft wird das durch die Performance von SpaceX.
Trotz dieses Rückzugs sind Analysten jedoch zuversichtlich in Bezug auf das Unternehmen und verweisen auf dessen starke Leistung und wachsenden Marktanteil in der Raumfahrtbranche. Morgan Stanley bestätigte seine Übergewichts-Einschätzung, während Citigroup seine Outperform‑Position beibehielt.
Bank of America hob hingegen das Kursziel von $105 auf $110 an, während Citizens und Roth ein Kursziel von $130 ausweisen. All diese Kursziele liegen deutlich über dem aktuellen Kurs.
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Rocket Lab hat potenzielle Katalysatoren
Die RKLB-Aktie hat in den kommenden Monaten einige potenzielle Katalysatoren. Erstens setzt sich das Umsatzwachstum in diesem Jahr fort. Im letzten Quartal erzielte das Unternehmen $200,3 million, ein Plus von 63 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Auftragsbestand stieg um 20 % auf $2,2 billion, wobei Bestellungen für Electron, HASTE und Neutron weiter zunahmen. Im Quartal wurden fünf dedizierte Neutron‑Flüge durchgeführt.
Das Unternehmen kündigte außerdem kürzlich an, $8 billion für den Erwerb von Iridium auszugeben. Man hofft, dadurch vertical integriert zu werden, mit Rocket Lab, das Satelliten entwirft, Raumfahrtkomponenten fertigt und Trägerraketen startet.
Iridium besitzt hingegen ein globales Satellitenkommunikationsnetz. In diesem Modell erhofft man sich eine stärkere Wettbewerbsposition gegenüber SpaceXs Starlink‑Projekt. Zudem bringt Iridium wiederkehrende und margenstarke Umsätze sowie global koordriertes L‑Band‑Spektrum.
Analysten vermuten, dass das Geschäft des Unternehmens in diesem Jahr weiter wachsen wird. Der Durchschnittsschätzwert geht davon aus, dass der Umsatz um 52 % auf $919 million steigt, mit einem Anstieg auf $1,28 billion im nächsten Jahr.
Technische Analyse der RKLB-Aktie
Chart der Rocket Lab-Aktie | Quelle: TradingView
Der Wochenchart zeigt, dass die RKLB-Aktie in den vergangenen Wochen stark gefallen ist und sich vom Rekordhoch von $151 auf den aktuellen Kurs von $67 bewegt hat. Sie ist gerade unter das 50%-Fibonacci‑Retracement gefallen und nähert sich langsam dem 61,8%-Retracement‑Punkt, an dem typischerweise Erholungen stattfinden.
Die Aktie ist gerade unter den 50‑Wochen‑Gleitenden Durchschnitt gefallen, während der Relative‑Stärke‑Index (RSI) unter das neutrale Niveau von 50 gesunken ist. Daher dürfte die Aktie voraussichtlich weiter fallen, möglicherweise auf $60 oder $50, und dann zurückspringen — etwa im Zuge der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse.
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