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Nikkei 225 treibt Ausverkauf in Asien an, TSMC stellt Vertrauen nicht wieder her

Nikkei 225 treibt Ausverkauf in Asien an, TSMC stellt Vertrauen nicht wieder her
Devesh Kumar
17. Juli 2026, 06:55 AM

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TSMC / Halbleiter: Risiko reduzieren

Verkauf des iShares Semiconductor ETF (SOXX) und Aufbau einer Short‑Position auf TSMC ADR (TSM). Der Artikel stellt fest, dass der Sektor abgegeben wird, weil die KI‑Nachfrage „bereits eingepreist“ sei und TSMCs starker Gewinn dennoch das Vertrauen nicht wiederherstellen konnte. Dies ist eine Momentum‑/Bewertungsanpassung, kein einmaliger Gewinnrückschlag.

Kernrisiko: Die Nachfrage nach KI‑Chips beschleunigt wieder und TSMC gibt eine höhere Prognose, wodurch Investoren die Halbleiterbewertungen nach oben neu bewerten müssen.

Japan: Yen‑ und Aktiendruck

Verkauf des iShares MSCI Japan ETF (EWJ) und Aufbau von Yen‑Exponierung durch eine Long‑JPY‑Position (z. B. FXE‑Puts oder eine JPY‑Long‑Position). Der Yen notiert nahe einem Vierjahrzehnte‑Tief (~162,4) und Japan warnt vor Interventionen; sollten die Erwartungen an Interventionen/Rückkäufe steigen, kann eine Yen‑Stärkung japanische Exporteure treffen und Anleihen stützen, was Druck auf Aktien ausübt.

Kernrisiko: Japan interveniert nicht und der Yen fielt weiter, wodurch Aktien die Währungsschwäche absorbieren und sich erholen können.

  • Asiatische Aktien geben nach, da Verkäufe bei Chipwerten das Vertrauen in den KI‑Handel erneut testen.
  • Öl steuert auf einen Wochengewinn von 11 % zu, da sich die US‑Iran‑Feindseligkeiten diese Woche verschärfen.
  • Yen‑Schwäche erhöht den Druck, während Japan lokale Investitionspläne prüft.

Asiatische Aktien eröffneten am Freitag tiefer, da der weltweite Rückzug von Halbleiteraktien an Fahrt gewann und die chiplastigen Märkte der Region einer weiteren Verkaufswelle aussetzte.

Der Nikkei 225 fiel um 2,8 %, während der MSCI‑Index für Asien‑Pazifik‑Aktien außerhalb Japans um 0,1 % nachgab.

Nasdaq 100‑Futures fielen um 0,7 % und S&P 500‑Kontrakte verloren 0,4 %.

Die südkoreanischen Märkte blieben wegen eines Feiertags geschlossen, nachdem die Aufsichtsbehörden Maßnahmen zur Eindämmung von Spekulationen in gehebelten Einzeltitel‑Fonds vorgestellt hatten.

Der Ölpreis steuerte hingegen auf seinen stärksten Wochenanstieg seit April zu, da erneute US‑Angriffe auf Iran die Angebotsrisiken erhöhten.

KI‑Trade steht vor einer Neubewertung der Erwartungen

Der jüngste Rückgang spiegelt mehr wider als nur einen einzelnen enttäuschenden Quartalsbericht.

Investoren haben sich aus Halbleiter‑ und Hardwaretiteln zurückgezogen, da die starke Rallye im ersten Halbjahr die Bewertungen von nahezu perfekter Ausführung abhängig gemacht hat.

Selbst TSMCs Quartalsgewinn stieg um 77 % und konnte den Sektor diese Woche nicht stabilisieren, was die Einschätzung untermauert, dass die starke KI‑Nachfrage bereits in den Aktienkursen eingepreist ist.

Strategen von HSBC erklärten, Sorgen über Überkapazitäten seien wieder aufgetaucht, obwohl die zugrunde liegenden Investitions‑ und Gewinntrends weiterhin unterstützend wirken.

Asien ist besonders verwundbar, weil Chiphersteller in Märkten wie Japan, Taiwan und Südkorea stark gewichtet sind.

Die südkoreanischen Aufsichtsbehörden haben neue Listings von gehebelten Einzeltitel‑ETFs ausgesetzt und werden die erforderliche Mindesteinlage für deren Handel auf 30 Millionen Won anheben.

Die Maßnahmen folgten extremen Ausschlägen bei Produkten, die mit Samsung Electronics und SK Hynix verbunden sind.

Anstieg der Ölpreise hält Inflationsrisiko lebendig

Brent‑Rohöl stieg um 0,7 % auf $84.83 je Barrel und steuert damit auf einen Wochengewinn von mehr als 11 % zu. US‑Rohöl notierte nahe $79.50, mit einem ähnlichen Wochenanstieg.

Das US Central Command teilte mit, am Donnerstag eine weitere Welle von Angriffen auf iranische Militärziele abgeschlossen zu haben.

Die erneute Kampagne hat die Risikoaufschläge rund um die Versorgungspfade im Nahen Osten ausgeweitet und die Möglichkeit von Schäden an Energieinfrastruktur erhöht.

Macquarie‑Stratege Thierry Wizman sagte, Washington und Teheran wirkten weiter von einem Kompromiss entfernt, wodurch die Märkte für eine weitere Eskalation anfällig blieben.

Höhere Ölpreise erschweren auch die Entlastung, die durch schwächere US‑Verbraucher‑ und Erzeugerpreisdaten in dieser Woche geliefert wurde.

Händler haben kurzfristige Wetten auf Fed‑Straffungen reduziert, preisen aber weiterhin etwa 27 Basispunkte an Zinsanhebungen bis Dezember ein.

Yen‑Schwäche verschärft Japans Druck

Der Yen schwankte nahe 162,4 pro Dollar, in der Nähe seines schwächsten Niveaus seit vier Jahrzehnten, was den Druck auf japanische Vermögenswerte erhöhte.

Finanzministerin Satsuki Katayama warnte erneut vor übermäßigen Währungsschwankungen, da Händler auf mögliche Interventionen aufmerksam blieben.

Tokio prüft zudem Möglichkeiten, den Government Pension Investment Fund und andere große Institutionen zu ermutigen, mehr Kapital im Inland zu investieren.

UBS‑Ökonom Daiju Aoki sagte, Erwartungen an Rückführungen könnten Aktien vorübergehend stützen und die Renditen von Staatsanleihen senken.

Diese Unterstützung könnte jedoch begrenzt sein, falls die Gewinnerwartungen schwächer werden.

Für die asiatischen Märkte stellt sich unmittelbar die Frage, ob der Rückzug bei Chips eine reine Bewertungsanpassung bleibt oder sich zu einer breiteren Herausforderung für den KI‑Investitionszyklus entwickelt.