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Top-Professor erklärt, warum der WTI-Ölpreis bald stark steigen könnte

Top-Professor erklärt, warum der WTI-Ölpreis bald stark steigen könnte
Crispus Nyaga
20. Juli 2026, 09:15 AM

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WTI crude (CL)

WTI‑Exponierung über NYMEX WTI‑Futures (CL) oder einen liquiden Proxy wie USO kaufen. Das im Artikel beschriebene Szenario ist ein schneller Eskalationspfad: mögliche Schläge auf iranische Öl-/Gasinfrastruktur sowie Irans Fähigkeit, wichtige Engpässe (Straße von Hormus, Bab al‑Mandab und Fujairah‑Ströme) zu stören. Da die Bestände bereits schrumpfen (US um 1,7M bbl; weltweite Bestände ohne SPR ~400M bbl vor Kriegsausbruch), kann sich jeder Angebots‑Schock schnell in höhere Preise übersetzen. Technische Indikatoren unterstützen die Dynamik: WTI erholte sich von rund $67 auf rund $83, liegt über dem 50‑Tage‑EMA, und der ADX steigt (Trendverstärkung).

Kernrisiko: Trump deeskaliert oder erzielt ein Abkommen, das Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur verhindert und damit den unmittelbaren Angebots‑Schock eliminieren würde.

Brent vs WTI (BNO/BOIL or futures spread)

Auf den Brent‑WTI‑Spread (Long Brent, Short WTI) setzen, falls der Markt Störungen im Nahen Osten stärker in Atlantik‑verknüpfte Ströme einpreist. Der Artikel hebt das Risiko an Engpässen und regionale Exportwege hervor, die das globale Angebot treffen können, während WTI stärker auf US‑Bestandsdynamik und inländische Flüsse reagieren kann. Mit fallenden US‑Beständen könnte WTI dennoch steigen, doch Brent deckt oft zuerst die Prämie für „globales Schiffsrisiko“, wenn Routen im Nahen Osten bedroht sind. Verwenden Sie BNO (Brent) vs. WTI‑Proxys (USO) oder den Futures‑Spread, um die relative Bewegung auszudrücken.

Kernrisiko: WTI holt auf, weil die US‑Versorgungsknappheit und fallende Bestände dominieren, wodurch sich der Spread komprimiert statt sich auszuweiten.

  • Professor John Mearsheimer hat vor Entwicklungen auf den Energiemärkten gewarnt.
  • Er erwartet, dass die Ölpreise kurzfristig stark steigen könnten, falls die Krise eskaliert.
  • Iran könnte die Straße von Bab al‑Mandab schließen und Fujairah angreifen.

Die Rohöl-Benchmarks Brent und West Texas Intermediate (WTI) kletterten am Montag auf ihre höchsten Stände seit dem 12. Juni, da sich die Krise im Nahen Osten zuspitzte. Dennoch warnt Professor John Mearsheimer, dass diese Rallye kurzfristig an Fahrt gewinnen könnte.

John Mearsheimer warnt vor Rohölpreisen

Mearsheimer, ein angesehener Professor der University of Chicago, warnte, dass die Rohölpreise in den kommenden Tagen oder Wochen stark ansteigen könnten, falls Präsident Donald Trump seine Eskalation nicht beendet. 

In einem Interview mit Chris Hedges nannte Mearsheimer mehrere Gründe, warum sich die Krise von schlecht zu schlimmer entwickeln wird, insbesondere wenn Präsident Donald Trump diese Woche seine Angriffe auf iranische Infrastruktur verstärkt.

Er ist der Ansicht, dass Iran auf der Eskalationsleiter in einer besseren Position ist, da dem Land noch mehr Ziele verbleiben. Wenn die USA etwa iranische Öl- und Gasinfrastruktur angreifen, kann Iran erwidern und ähnliche Projekte in der Region treffen. Ein solcher Schritt würde bedeuten, dass sich der Energiesektor auch nach Ende des Kriegs nur langsam erholen würde.

Gleichzeitig hat Iran bereits die Straße von Hormus geschlossen, durch die 20 % des weltweiten Öls transportiert werden. Falls die Lage eskaliert, kann es die Anlagen in Fujairah angreifen und die dortigen Abläufe vollständig zum Erliegen bringen; die Vereinigten Arabischen Emirate verkaufen dort mehr als 1,5 Millionen Barrel Öl pro Tag.

Am wichtigsten ist, dass Iran in Zusammenarbeit mit Ansah Allah den Bab al-Mandab schließen könnte. Das wäre ein bedeutender Schritt, da Saudi-Arabien mehr als 9 Millionen Barrel Öl pro Tag über diese Route verkauft. Ein solcher Schritt würde Millionen Barrel Öl vom Markt fernhalten.

Mearsheimer ist der Auffassung, dass Trumps Ziel, Iran zu einem Deal zu drängen, scheitern wird. Er merkte an, dass die Hardliner, die dem Memorandum of Understanding (MOU) widersprochen haben, sich als richtig erwiesen haben und jegliche Verhandlungen mit den USA ablehnen werden. Sie könnten zudem versuchen, den Krieg zu verlängern, möglicherweise bis zu den Zwischenwahlen.

Ölbestände fallen stark

Dies würde zu einer Zeit geschehen, in der die Ölbestände bereits stark zurückgegangen sind. In einer jüngsten Notiz erklärte Amrita Sen von Energy Aspects dass die weltweiten Ölbestände, ohne die Strategic Petroleum Reserves, vor Kriegsbeginn bei über 400 Millionen Barrel lagen. 

Der Großteil dieses Öls ist jetzt aufgebraucht, ein Punkt, den Trump bei der Ankündigung des Memorandum of Understanding (MOU) mit Iran hervorhob. Sie warnte außerdem, dass die Nachfrage stark anziehen würde, falls China seine Öl-Käufe wieder aufnehmen sollte.

Ein Bericht der Energy Information Administration (EIA) stellte fest, dass die US-Ölbestände in der Vorwoche um 1,7 Millionen Barrel gesunken sind. 

WTI-Rohölpreis — technische Analyse

WTI-Ölpreischart

WTI-Ölpreischart | Quelle: TradingView

Das Tages-Chart zeigt, dass WTI in den letzten Tagen eine starke Erholung verzeichnet hat und sich von $67.21 im Juli auf aktuell $83.63 bewegt hat. Es ist bereits über den 50-Tage-EMA gesprungen.

Gleichzeitig ist der Average Directional Index (ADX) auf 24 gestiegen, ein Zeichen dafür, dass sich der Trend verstärkt. Daher zeigt der Weg des geringsten Widerstands nach oben, sofern Präsident Trump und die Iraner nicht deeskalieren.