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Goldpreis erreicht Zweiwochenhoch, Nahost-Risiken beleben Zufluchtnachfrage

Goldpreis erreicht Zweiwochenhoch, Nahost-Risiken beleben Zufluchtnachfrage
Devesh Kumar
22. Juli 2026, 07:04 AM

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Gold (XAU/USD)

XAU/USD kaufen. Der Preis eroberte wieder zurück und durchbrach „entschieden“ die Marke über $4,100, nachdem der $4,000-Boden gehalten hatte, wobei die breite Stärke der Edelmetalle (Silber/Platin/Palladium) echte Nachfrage signalisiert und nicht nur einen einmaligen Zufluchtsanstieg. Das geopolitische Risiko steigt weiterhin (Umleitungen im Roten Meer + anhaltende Angriffe auf Iran), was die Kaufbereitschaft für Gold stützt, selbst wenn höhere Ölpreise die Inflationsängste anheizen. Die These stärkt sich, wenn Gold auf nachhaltiger Basis über $4,100 hält.

Kernrisiko: Ein anhaltender Rückgang unter $4,100, der beweist, dass die Bewegung nur Short-Covering war und die Zufluchtnachfrage nachlässt.

Silber (XAG/USD)

XAG/USD kaufen. Silber erholt sich stärker als Gold (etwa +1.9% im Artikel) und profitiert von demselben „breiteren Kaufverhalten unter den Edelmetallen“-Setup. Hält der Ausbruch bei Gold, folgt Silber typischerweise mit höherem Beta und bietet pro Dollar Risiko mehr Aufwärtspotenzial. Zudem unterstützt der Stress an Schifffahrtsengpässen den Risikoaversionstrend, der Silbers Zufluchtnachfrage antreibt.

Kernrisiko: Gold scheitert an $4,100 und Silber dreht stark nach unten, was zeigt, dass die Erholung rein mechanisch war und nicht durch echte Nachfrage gestützt wurde.

  • Gold erreicht ein Zweiwochenhoch, da Käufer nach dem jüngsten Ausverkauf zurückkehren.
  • Umleitungen von Tankern im Roten Meer stützen die Zufluchtnachfrage nach Edelmetallen nachdrücklich.
  • Die Fed-Sitzung nächste Woche stellt den $4,100-Ausbruch von Gold vor eine geldpolitische Prüfung.

Am Mittwoch stieg Gold auf ein Zweiwochenhoch, da Schnäppchenjäger nach dem Verkaufsrücksetzer der Vorwoche zurückkehrten und Anleger wachsende Nahost-Risiken gegen vorsichtige diplomatische Bemühungen abwogen.

Spot-Gold stieg bis 0307 GMT um 1.6% auf $4,139.64 pro Unze, nachdem es sein stärkstes Niveau seit July 7 erreicht hatte.

August-Futures gewannen 1.7% auf $4,144.20. Die Bewegung drückte Gold entschlossen wieder über $4,100 und verlängerte seine Erholung aus dem psychologisch wichtigen Bereich um $4,000.

Silber, Platin und Palladium legten ebenfalls zu, was auf breitere Käufe unter den Edelmetallen hinweist und nicht auf eine isolierte Zufluchtsbewegung.

Technische Erholung überwindet die $4,100-Marke

Der jüngste Anstieg von Gold wurde teilweise dadurch angetrieben, dass Anleger Positionen wieder aufbauten nach seinem stärksten Wochenverlust seit Anfang Juni.

KCM Trade-Stratege Tim Waterer sagte, Käufer sähen den jüngsten Rücksetzer als Kaufgelegenheit an, während vorsichtige diplomatische Fortschritte zwischen Washington und Teheran dazu beitrügen, die schlimmsten Inflationsängste des Marktes zu dämpfen.

Der Ausbruch über $4,100 ist wichtig, weil dieses Niveau frühere Erholungsversuche wiederholt gebremst hatte.

Strategen von XS.com sehen das übergeordnete Bild weiterhin als konstruktiv, solange das Edelmetall über $4,000 hält.

Ein anhaltender Schlusskurs über der jüngsten Widerstandszone würde das Argument für einen weiteren Anstieg stärken, während eine Umkehr unter $4,100 darauf hindeuten würde, dass die Bewegung hauptsächlich durch Short-Covering getrieben war.

Störungen im Roten Meer stärken die Zufluchtnachfrage

Das geopolitische Umfeld bleibt unterstützend. Drei Tanker mit saudischem Rohöl für asiatische Käufer kehrten im Roten Meer um, nachdem die mit Iran verbündeten Houthi-Rebellen im Jemen Schiffen gedroht hatten, die saudische Häfen nutzen.

Die Warnung erhöht die Aussicht auf Störungen rund um Bab el-Mandeb, während die Schifffahrt durch die Straße von Hormuz bereits unter Druck steht.

Das schafft eine schwierige, aber letztlich unterstützende Mischung für Gold. Bedrohungen zweier wichtiger Engpässe für die Energieversorgung fördern die Zufluchtnachfrage, auch wenn höhere Ölpreise die Inflation wieder anheizen und Anleiherenditen steigen lassen können.

Das US-Militär führte zudem die elfte Nacht von Angriffen auf Iran durch, was zeigt, dass die Diplomatie die Kämpfe bislang nicht wesentlich gebremst hat.

Pakistan und Katar setzen Vermittlungsbemühungen fort, während iranische Beamte einen vorgeschlagenen 10-tägigen Waffenstillstand erörtert haben.

Die Märkte haben jedoch wiederholt erlebt, wie Verhandlungs­hoffnungen schwanden, sodass das Edelmetall empfindlich auf jede Veränderung der Schiffsverkehre und militärischen Aktivitäten reagiert.

Fed-Sitzung setzt der Rallye eine Obergrenze

Die Sitzung der Federal Reserve am July 28-29 ist der nächste große Test. Anleger werden darauf achten, ob Vorsitzender Kevin Warsh den Öl-Schock als vorübergehend einstuft oder als Grund, an einer strafferen Geldpolitik festzuhalten.

Die langfristigen Treasury-Renditen bleiben erhöht, wobei die 30-jährige Rendite bei rund 5.13% liegt und damit einen erheblichen Opportunitätskosten-Nachteil für renditeloses Gold aufrechterhält.

Daher könnte das Edelmetall entweder niedrigere Renditen oder klarere diplomatische Fortschritte benötigen, um seinen Ausbruch auszuweiten.

Silber stieg um 1.9% auf $59.87 pro Unze, Platin legte 2.4% auf $1,667.22 zu und Palladium kletterte 3% auf $1,320.75.