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Warum die Weizenpreise in diesem Jahr stark steigen

Warum die Weizenpreise in diesem Jahr stark steigen
Crispus Nyaga
22. Juli 2026, 07:02 AM

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CBOT Wheat (W) futures

Buy CBOT Wheat futures (front-month). Supply is tightening (WASDE cut US supplies; lowest US output since 1970/71) while demand rises, and the Russia-Ukraine conflict is disrupting Black Sea exports. The chart setup (50-day EMA break, cup-and-handle, bullish pennant) supports continuation toward 750 cents.

Kernrisiko: A fast, credible de-escalation or shipping normalization that restores Black Sea wheat flow and forces prices to mean-revert.

Wheat ETF (WEAT)

Buy WEAT as a liquid way to express the same thesis. It captures the expected grind higher in wheat prices from supply risk (weather + war) and momentum signals, without needing to time futures roll risk. Target is continued upside through the next major resistance zone near 750 cents in the underlying.

Kernrisiko: A global demand shock (recession/consumption drop) that overwhelms supply fears and collapses the wheat risk premium.

  • Die Weizenpreise sind seit dem Juni-Tief um über 20 % gestiegen.
  • Der Anstieg hat sich angesichts des andauernden Russland-Ukraine-Kriegs beschleunigt.
  • Der jüngste WASDE-Bericht deutet auf einen Rückgang des Weizenangebots hin.

Die Weizenpreise setzten sich diese Woche weiter nach oben in Bewegung, da die Sorge um die Versorgung zunahm. Der aktivste Future in Chicago sprang auf 683.2 Cents pro Bushel, ein Anstieg von 20 % gegenüber dem Jahrestief im Juni. Technische Indikatoren und der andauernde Konflikt zwischen Russland und der Ukraine deuten darauf hin, dass die Preise weiter steigen könnten.

Russland-Ukraine-Krieg treibt Weizenpreise

Die Weizenpreise verzeichnen in diesem Jahr eine starke Erholung und liegen seit Januar um 35 % höher sowie 40 % über dem letztjährigen Tief. 

Der Anstieg beschleunigte sich aufgrund anhaltender witterungsbedingter Risiken und der Gefechte zwischen der Ukraine und Russland

Beide Seiten setzen vermehrt Drohnen ein und zielen aktiv auf kritische Infrastruktur. Die Ukraine hat mehrere russische Schiffe im Schwarzen Meer bombardiert, über das Russland den Großteil seines Weizens exportiert. Russland reagierte ebenfalls mit Drohnenangriffen auf die Ukraine.

Schlimmer noch: Es besteht das Risiko, dass sich die Krise in den kommenden Monaten weiter zuspitzt, da die beiden Seiten nicht in aktiven Gesprächen über ein Kriegsende stehen. Versuche von Präsident Donald Trump, das Kriegsende zu verhandeln, waren nicht erfolgreich.

Russland und die Ukraine gehören zu den größten Weizenexporteuren der Welt. Schätzungen zufolge liegt die typische jährliche Weizenproduktion Russlands bei fast 90 Millionen metrischen Tonnen, während die Ukraine jährlich fast 30 Millionen produziert. Russland macht etwa 10 %, die Ukraine etwa 3 % der weltweiten Weizenproduktion aus.

All dies geschieht vor dem Hintergrund witterungsbedingter Sorgen, insbesondere in Europa, wo eine Hitzewelle Hunderte von Menschen das Leben gekostet hat. Die Europäische Union produziert zusammen mehr als 136 Millionen metrische Tonnen Weizen pro Jahr. 

Der jüngste World Agricultural Supply and Demand Estimates (WASDE)-Bericht senkte die US-Vorräte um 22 Millionen Scheffel und verwies auf niedrigere Anfangsbestände und Produktion. Er schätzte die Produktion auf etwa 1.536 Millionen Scheffel, 7 Millionen weniger als im Vormonat. Sollte dies zutreffen, wäre es die niedrigste US-Weizenproduktion seit 1970/71. 

Derselbe Trend zeigt sich global: Der Bericht schätzt, dass die Vorräte zurückgehen werden. Er rechnet mit Vorräten von etwa 1.099,1 Millionen, wobei die Produktion in Kanada weiter zurückfällt. Während für Russland und die Ukraine in diesem Jahr eine Produktionssteigerung erwartet wird, wird es aufgrund der Drohnenangriffe schwierig sein, den Weizen auf den Markt zu bringen.

Die weltweite Weizennachfrage nimmt weiterhin zu. Der WASDE-Bericht stellte fest, dass der weltweite Verbrauch auf 826 Millionen Tonnen ansteigen würde. Eine Situation, in der die Nachfrage steigt, während die Vorräte fallen, führt häufig zu höheren Preisen.

Technische Analyse des Weizenpreises

Weizenpreis

Weizenpreisdiagramm | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass der Weizenpreis in den vergangenen Wochen wieder angezogen hat und sich von einem Tief bei 570 Cents auf heute 683 bewegt hat. Er hat die 50-Tage-EMA überschritten.

Der Preis hat eine Tasse‑und‑Henkel-Formation ausgebildet, die häufig zu einer Fortsetzung führt. Zudem bildet sich ein bullischer Wimpel, der aus einer vertikalen Bewegung und einem Dreieck besteht. 

Der Cappock-Curve-Indikator ist auf den höchsten Stand seit Monaten gesprungen, ein Zeichen für Momentum. Daher ist es wahrscheinlich, dass der Preis weiter steigt, wenn der Russland-Ukraine-Konflikt eskaliert. Falls dies eintritt, liegt das nächste wichtige Kursziel bei 750 Cents.