Nikkei 225: Kioxia‑Ergebnisse und weitere Auslöser für Japan-Aktien diese Woche
KI-Sentiment: 72/100 Bullisch
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Kaufen Sie Kioxia vor den Zahlen am Freitag. Der Artikel hebt die KI-getriebene Nachfrage und ein „dreistelliges“ Momentum bei den Speicherpreisen hervor, das sich in höheren Umsätzen und einer positiven Prognose niederschlagen sollte. Bestätigen die Ergebnisse die starken Speicherpreise, dürfte die Aktie zusammen mit der gesamten Speicherlieferkette neu bewertet werden.
Kernrisiko: Die Speicherpreise fallen schneller als erwartet (oder die Prognosen enttäuschen), wodurch die KI‑Nachfragegeschichte zunichtegemacht wird.
Kaufen Sie Tokyo Electron vor den Zahlen. Wenn die US-Mega-Cap-Ergebnisse eine Beschleunigung der KI‑Investitionen (Capex) zeigen, sollte die Nachfrage nach Halbleiterausrüstung in Japan nachziehen. Tokyo Electron ist der klarste Weg, um auf diesen sekundären Ausgabenzyklus rund um KI zu setzen.
Kernrisiko: US-Capex‑Prognosen fallen schwächer aus oder werden verzögert, wodurch Ausrüstungsbestellungen reduziert werden und der Spillover der KI‑Capex umkehrt.
- Der Nikkei-225-Index stieg vor einer sehr geschäftigen Woche.
- Führende japanische Unternehmen veröffentlichen ihre Zahlen.
- Die USA und Iran haben ihre Kämpfe ausgesetzt, wodurch die Ölpreise gesunken sind.
Der Nikkei-225-Index tendierte am Montag nach oben, obwohl führende Technologiewerte fielen. Er stieg um 27 Basispunkte auf 64.780, etwas erholt gegenüber dem Monatstief von 62.646. Dieser Artikel beleuchtet einige der wichtigsten Katalysatoren, die die japanischen Aktien diese Woche antreiben werden.
Top-Unternehmen im Nikkei 225 veröffentlichen ihre Quartalszahlen
Der Nikkei-225-Index wird in dieser Woche auf mehrere wichtige Gewinnmitteilungen reagieren. Kioxia, das zu den meistgehandelten Unternehmen geworden ist, veröffentlicht seine Zahlen an diesem Freitag.
Es wird erwartet, dass diese Zahlen zeigen, dass der Umsatz im ersten Quartal deutlich angezogen hat, da die Nachfrage nach seinen Produkten im Zuge des KI‑Booms sprunghaft anstieg. Die meisten Memory-Unternehmen verzeichneten in diesem Jahr dreistellige Renditen, und dieser Trend dürfte anhalten, solange die Speicherpreise weiter anziehen.
Weitere große Nikkei-225-Mitglieder wie Hitachi, Advantest, Komatsu und Nomura veröffentlichen ihre Zahlen am Mittwoch. Einen Tag später folgen Tokyo Electron, Mizuho Financial, Japan Tobacco, Takeda, Sumitomo Mitsui und Fujitsu.
Schließlich veröffentlichen große Unternehmen wie Mitsubishi Electric, Sumitomo Electric, Hoya, Toyota Tsusho und Murata Manufacturing am Freitag ihre Zahlen. Starke Ergebnisse dürften den Nikkei-225-Index diese Woche stützen.
Der Nikkei-225-Index wird zudem auf die anstehenden Ergebnisveröffentlichungen der größten US-Unternehmen reagieren. Dazu gehören Firmen aus den "Magnificent 7" wie Microsoft, Meta Platforms, Amazon und Apple.
Diese Zahlen haben in der Regel große Auswirkungen auf die globalen Aktienmärkte. So gab der Nikkei-225-Index letzte Woche nach, nachdem Google und Tesla gemischte Finanzergebnisse veröffentlicht hatten.
Insbesondere geben diese Ergebnisse Aufschluss über den KI‑Boom und die Investitionsausgaben. Ein Hinweis darauf, dass diese Unternehmen ihre Ausgaben beschleunigen, würde Lieferanten in Japan wie Kioxia, Murata, Tokyo Electron und Advantest zugutekommen.
Wichtige japanische Konjunkturdaten
Der Nikkei-225-Index reagiert außerdem auf wichtige makroökonomische Daten aus Japan. Die Statistikbehörde veröffentlicht am Dienstag den neuesten Kernverbraucherpreisindex (Kern‑CPI). Ein Bericht vom vergangenen Freitag zeigte, dass die Inflation in Japan im Juni dieses Jahres leicht gestiegen ist, was den Druck auf die BoJ erhöht, zu handeln.
Japan veröffentlicht außerdem am Donnerstag den Bericht zum Haushaltvertrauen und am Freitag den CPI für Tokio. Ebenso wird die Statistikbehörde am Freitag die Daten zu Einzelhandelsumsätzen, Beschäftigung und Industrieproduktion veröffentlichen. Diese Zahlen werden der BoJ bei ihrer nächsten Sitzung helfen, da der japanische Yen weiterhin in der Nähe seines niedrigsten Standes seit Jahren liegt.
Konflikt USA–Iran und Fed‑Entscheidung
Der Nikkei-225-Index reagiert auch auf die Lage im Nahen Osten, wo die USA und Iran ihre Angriffe vorübergehend ausgesetzt haben. Eine anhaltende Pause würde zu niedrigeren Ölpreisen und reduzierter Spannung führen.
Die Rohölpreise fielen am Montag, wobei Brent und West Texas Intermediate (WTI) auf $92 bzw. $84 notierten. Die Erdgaspreise setzten ebenfalls ihren jüngsten Abwärtstrend fort.
Eine anhaltende Pause und eine mögliche Rückkehr zu Verhandlungen wären positiv für japanische Aktien. Denn das würde Ölpreise erschwinglicher machen und das Inflationsrisiko mindern.
Eine Rückkehr zu intensiven Kämpfen würde sich hingegen negativ auf den Energiemarkt auswirken.
Ein weiterer wichtiger Katalysator für den Nikkei-225-Index in dieser Woche ist die anstehende Zinsentscheidung der Federal Reserve am Mittwoch. Ökonomen erwarten, dass die Notenbank die Zinsen im Bereich von 3,50 % bis 3,75 % unverändert lässt. Ein Anzeichen dafür, dass die Notenbank die Zinsen später im Jahr anheben wird, würde zu einem stärkeren US‑Dollar führen, was Auswirkungen auf japanische Aktien hätte.
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