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Goldpreis erholt sich nach sinkenden Fed‑Hoffnungen: Kann Gold $4,500 erreichen?

Goldpreis erholt sich nach sinkenden Fed‑Hoffnungen: Kann Gold $4,500 erreichen?
Devesh Kumar
30. Juli 2026, 06:56 AM

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Long Gold (XAU/USD oder GLD)

Gold kaufen. Die Fed‑Pause senkte die unmittelbaren Erhöhungschancen (September‑Preise fielen deutlich), wodurch der Druck durch reale Renditen nachließ und das Edelmetall $4,000 zurückerobern konnte. Der nächste Katalysator ist der PCE für Juni: Ein schwächeres Ergebnis sollte die Zinserwartungen niedrig halten, den Dollar schwächen und einen Schub in Richtung $4,500 unterstützen.

Kernrisiko: Der PCE für Juni fällt hoch aus, baut die September‑Erwartungen wieder auf und lässt reale Renditen und den Dollar steigen — Gold fällt wieder unter $4,000.

Short Silber gegenüber Gold (SLV vs GLD)

Silber gegenüber Gold verkaufen. Silber ist wirtschaftlich sensibler und tendiert dazu, unterdurchschnittlich abzuschneiden, wenn die Zinserwartungen hoch bleiben oder wenn Inflationsängste durch Energiepreise wieder an Fahrt gewinnen. Wenn Gold sich auf Basis sinkender Straffungserwartungen behauptet, ist das Aufwärtspotenzial von Silber begrenzt und es kann gegenüber Gold schwächer werden.

Kernrisiko: Eine breit angelegte Risk‑On‑Erholung zusammen mit fallenden Renditen erhöht die Erwartungen an die industrielle Nachfrage, wodurch Silber aufschließen und gegenüber Gold anziehen könnte.

  • Gold steigt über $4,076, da Fed‑Unklarheit die Chancen für eine September‑Zinserhöhung schmälert.
  • Warshs gemischte Signale richten den Fokus von Gold auf den nächsten US‑Inflationsbericht.
  • Neue US‑Iran‑Angriffe stützen Gold, doch höhere Renditen begrenzen die Erholung.

Am Donnerstag kletterte Gold leicht, da Anleger ihre Wetten auf einen unmittelbar bevorstehenden Straffungszyklus reduzierten, nachdem die Federal Reserve die Zinsen unverändert ließ. Die nächste Bewegung des Edelmetalls hängt nun jedoch von neuen US‑Inflationsdaten ab.

Spot‑Gold stieg 0.3% auf $4,076.29 pro Unze bis 0245 GMT, nachdem es am Mittwoch um bis zu 2% geklettert war. Die US‑Futures für August gewannen 1% auf $4,073.60.

Der Anstieg folgte auf eine 9-3‑Abstimmung der Fed, die den Zielkorridor bei 3.5% bis 3.75% bestätigte, wobei drei Entscheidungsträger eine Erhöhung um einen Viertelpunkt befürworteten.

Die Fed‑Pause schwächt die unmittelbare Zinsgefahr

Fed‑Vorsitzender Kevin Warsh bekräftigte die Verpflichtung der Zentralbank zur Preisstabilität, gab den Anlegern jedoch kaum Hinweise darauf, was die nächste Entscheidung auslösen würde.

Diese Unklarheit war für Gold wichtiger als die eigentliche Zinspause.

Die CME‑FedWatch‑Preise zeigten, dass die Wahrscheinlichkeit einer September‑Erhöhung von rund 81% vor der Entscheidung auf etwa 63% gesunken war.

Der Marex‑Analyst Edward Meir sagte, der Markt habe Warshs Äußerungen als weniger dringlich in Bezug auf die Notwendigkeit von Zinserhöhungen interpretiert, was dem Edelmetall half, sich zu erholen, trotz der anhaltenden Inflationsbedenken der Fed.

Gold hat gewöhnlich Schwierigkeiten, wenn die realen Renditen steigen, weil es keine Zinsen abwirft.

Eine Verringerung der kurzfristigen Straffungserwartungen kann das Metall daher stützen, selbst wenn die Entscheidungsträger weiterhin eine restriktive Haltung in Sachen Inflation signalisieren.

Die PCE‑Inflation wird zum nächsten Katalysator

Der Blick richtet sich nun auf den Bericht zu den Personal Consumption Expenditures (PCE) für Juni, der am Donnerstag um 8:30 Uhr ET zusammen mit der Vorabschätzung des US‑Bruttoinlandsprodukts für das zweite Quartal veröffentlicht wird.

Ein stärker als erwarteter Inflationswert könnte die September‑Zinserwartungen wiederaufbauen, die Treasury‑Renditen steigen lassen und den Dollar stärken.

Diese Kombination würde Gold für ausländische Käufer verteuern und die Opportunitätskosten des Haltens erhöhen.

Ein schwächeres Ergebnis würde die Repricing‑Bewegung nach der Fed verstärken und dem Edelmetall helfen, sich oberhalb von $4,000 zu konsolidieren.

Die Daten werden außerdem prüfen, ob höhere Energiekosten beginnen, sich über Treibstoffe hinaus auszubreiten.

Die Fed erklärte, die Inflation bleibe zum Teil über ihrem 2%‑Ziel, weil Angebotsschocks die Preise unter anderem im Energiesektor erhöht hätten.

Geopolitik bietet Unterstützung, kann aber auch Renditen anheben

Neue US‑Angriffe auf iranische Ziele haben die Nachfrage nach sicheren Häfen lebendig gehalten, obwohl Öl einen Teil des Anstiegs vom Mittwoch wieder abgab und Brent unter $90 je Barrel fiel.

Tankerschiffe fuhren weiterhin durch Teile der Region und dämpften die Befürchtungen eines unmittelbaren Angebotsausfalls.

Das schafft ein schwieriges Gleichgewicht für Gold. Eine Eskalation kann defensive Käufe anziehen, doch ein erneuter Ölpreisschock könnte die Inflation verschärfen und die Anleiherenditen nach oben treiben.

TD‑Securities‑Analysten sehen die jüngste Erholung als verwundbar und halten es für möglich, dass das Edelmetall in Richtung $3,900 driftet, falls der Energieschock die Zinserwartungen auf einem erhöhten Niveau hält.

Der World Gold Council gibt eine konstruktivere mittelfristige Einschätzung ab und sagt, dass schwächeres Wachstum, erneute geopolitische Spannungen oder niedrigere Zinserwartungen Gold in Richtung $4,500 treiben könnten.

Silber stieg 0.4% auf $57.86, Palladium gewann 1.5% auf $1,264.49 und Platin fiel 0.6% auf $1,602.34.