Warum AMD-Aktie vor den Quartalszahlen um über 7 % steigt

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Kaufempfehlung für AMD. Die Aktie preist bereits eine Erholung ein, aber der eigentliche Katalysator ist der Ausblick: Anleger werden den Schwerpunkt auf die Bruttomarge für das Septemberquartal und den Zeitpunkt der Helios-Lieferungen an Meta und OpenAI legen. Da für das Quartal ein Anstieg der Datenzentrumserlöse auf $6.5B prognostiziert wird und ein Server-CPU-Anteil von 50 % angestrebt wird, können eine reibungslose Helios-Einführung und Aussagen zur Marge nach dem 26%igen Rückgang im Juli eine weitere Aufwärtsbewegung auslösen.
Kernrisiko: Verzögerungen bei Helios-Lieferungen oder eine schlechtere Performance bei Meta/OpenAI könnten AMD dazu zwingen, schwächere Margen und geringeres Wachstum als vom Markt erwartet auszuweisen.
Kaufempfehlung für SOXX. Die Bewegung bei AMD ist ein Indikator für die gesamte Lieferkette der KI-Server nach einer Bewertungsbereinigung im Halbleitersektor. Bestätigt AMDs Ausblick die Nachfrage und halten die Margen, werden Anleger wieder in abgeschlagene Halbleitertitel rotieren, anstatt ausschließlich AMD hinterherzulaufen.
Kernrisiko: Ein breit angelegter Risk-off-Markt oder ein erneuter Export-/Handelsschock, der das gesamte Halbleitersegment trifft, könnte alle AMD-spezifischen positiven Nachrichten überlagern.
- AMD-Aktien stiegen im Vorfeld der am Dienstag folgenden Quartalszahlen und des Ausblicks.
- Anleger konzentrieren sich auf das Wachstum im KI-Rechenzentrumsgeschäft und die Zeitpläne für die Helios-Bereitstellung.
- Analysten erwarten, dass der Ausblick und nicht die Quartalsergebnisse die Kursreaktion bestimmen wird.
Die Aktien von Advanced Micro Devices stiegen am Dienstag um mehr als 7 %, da Investoren sich auf den Quartalsbericht des Chipherstellers für das zweite Quartal positionierten.
Die AMD-Aktie legte vor den nach Börsenschluss erwarteten Zahlen zu und setzte damit eine Erholung nach einer volatilen Phase für Halbleiteraktien fort.
AMD-Aktien legten zwischen dem 30. März und dem 30. Juni um über 190 % zu, bevor sie bis zum 29. Juli um rund 26 % fielen, als Anleger nach einer starken Frühjahrsrallye die Bewertungen im Chipsektor neu bewerteten.
Das KI-Rechenzentrumsgeschäft rückt in den Mittelpunkt
Während AMD weiterhin Umsätze mit PC- und Gaming-Chips erzielt, richten Anleger ihre Aufmerksamkeit zunehmend auf das KI-Rechenzentrumsgeschäft.
Das Unternehmen ist in diesem Segment rasant gewachsen, von $3.7 billion an Datenzentrumserlösen für das Gesamtjahr 2021 auf prognostizierte $6.5 billion im zweiten Quartal allein.
Wall Street erwartet, dass AMD für das zweite Quartal einen Umsatz von $11.3 billion meldet, ein Plus von 47 % gegenüber dem Vorjahr, mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie von $1.62 gegenüber 48 cents im Vorjahreszeitraum.
Analysten erwarten außerdem eine bereinigte operative Marge von 27 %.
Der Jahresvergleich wird durch eine im Vorjahr verbuchte Vorratsabschreibung in Höhe von $800 million beeinflusst, nachdem Änderungen der US-Exportkontrollen geplante Chipverkäufe nach China gestört hatten.
AMD hat seine Position bei Serverprozessoren ebenfalls gestärkt; das Unternehmen gibt an, etwa 40 % des Marktes erobert zu haben und peilt einen Anteil von 50 % an.
Das Unternehmen rechnet damit, dass der Markt für Server-CPUs bis 2030 jährlich ungefähr $220 billion erreichen wird, da die Nachfrage nach KI-Infrastruktur weiter wächst.
Wettbewerber wie Intel, Arm, Nvidia und Amazon haben in diesem Jahr ebenfalls auf eine wachsende Nachfrage nach Serverprozessoren hingewiesen.
Helios-Einführung unter Beobachtung
Obwohl Nvidia weiterhin der dominierende Anbieter von KI-Beschleunigern ist, hat AMD die technologische Lücke weiter verkleinert.
Auf seiner jüngsten Advancing AI-Konferenz stellte das Unternehmen seine Helios-KI-Server vor, die AMD-Grafikprozessoren, Zentralprozessoren und Netzwerkchips zu einer integrierten Plattform verbinden, die von seinem Software-Ökosystem unterstützt wird.
Das System spiegelt einen Ansatz wider, der der eng integrierten KI-Infrastrukturstrategie von Nvidia ähnelt.
AMD hat erklärt, dass Helios noch vor Ende des laufenden Quartals an seine ersten Großkunden, Meta Platforms und OpenAI, ausgeliefert werden soll.
Im Rahmen dieser Vereinbarungen gewährte AMD Meta und OpenAI leistungsabhängige Optionsscheine zum Kauf von jeweils bis zu 160 million shares, deren Ausübung an Meilensteine bei der Bereitstellung gebunden ist.
Ausblick dürfte die Marktreaktion bestimmen
Analysten erwarten, dass der Ausblick von AMD wichtiger sein wird als die gemeldeten Quartalsergebnisse.
Historisch haben AMD-Aktien nach Quartalszahlen erhebliche Volatilität gezeigt; der Kurs weist im Durchschnitt Schwankungen von etwa 16,5 %—nach oben oder unten—im Monat nach der Ergebnisveröffentlichung auf.
Benchmark bekräftigte vor dem Bericht seine Kaufempfehlung (Buy) und das Kursziel von $685 für AMD.
Analyst Cody Acree erwartet, dass die Ergebnisse für das zweite Quartal weitgehend im Einklang mit dem Konsens ausfallen, und prognostiziert einen Umsatz von $11.28 billion und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von $1.63, verglichen mit den Wall-Street-Schätzungen von $11.31 billion bzw. $1.62.
Für das dritte Quartal prognostiziert Benchmark einen Umsatz von $12.49 billion und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von $1.87, was weitgehend den Konsenserwartungen entspricht.
Laut Benchmark wird der Earnings-Call vor allem anhand des Ausblicks des Managements für das Septemberquartal, der Erwartungen an die Bruttomarge und des Zeitplans für die Helios-Einführung bewertet; diese Faktoren dürften die Marktreaktion eher bestimmen als die Ergebnisse des zweiten Quartals selbst.

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