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Home Depot-Aktie steigt nach Q2-Ergebnis – ein 'fehlendes Stück' bleibt

Home Depot-Aktie steigt nach Q2-Ergebnis – ein 'fehlendes Stück' bleibt
Wajeeh Khan
18. Aug. 2026, 18:01 PM

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Kaufen: Lowe’s (LOW)

LOW ist das bevorzugte Vehikel, weil es günstiger bewertet ist (etwa 18x Forward vs. HD ~24x), während es dennoch von einem möglichen nachgeholten Bedarf profitiert. Bleibt die Nachfrage nach Renovierungen schwach, bietet LOW durch seine Bewertung mehr Abwärtsschutz, und das Unternehmen hat mehr Spielraum für interne Verbesserungen bzw. „self-help“-Maßnahmen im Vergleich zu HD in einem schwachen Wohnungsmarktumfeld.

Kernrisiko: Die vergleichbaren Umsätze von LOW verschlechtern sich stärker als bei HD (Marktanteilsverluste oder schlechtere operative Umsetzung), sodass der Bewertungsabschlag zur Value‑Falle wird.

Verkaufen: Home Depot (HD)

HD übertraf Q2-EPS und Umsatz, doch das „fehlende Stück“ bleibt bestehen: Die Nachfrage nach großvolumigen Renovierungs-/Umbaumaßnahmen ist schwach, weil Hauseigentümer keine HELOCs nutzen und hohe langfristige Zinsen die Finanzierung eng halten. Das begrenzt das Aufwärtspotenzial und hält HD trotz operativer Umsetzung in einer Handelsspanne. Jetzt HD verkaufen und auf eine echte, zinsgetriebene Belebung des Wohnungsmarkts warten, die sich in den großen Vergleichsumsätzen niederschlägt.

Kernrisiko: Eine schnellere als erwartete Entlastung bei Hypotheken-/langfristigen Zinsen und eine Wiederbeschleunigung der Nachfrage nach großvolumigen Renovierungen könnten HD aus seiner Handelsspanne ausbrechen lassen.

  • Home Depot meldet marktübertreffende Ergebnisse für das Fiskal-Q2.
  • Ein Oppenheimer-Analyst sieht weiterhin ein fehlendes Element in der Wachstumsgeschichte.
  • Die HD-Aktien liegen zum Zeitpunkt der Berichterstattung ungefähr auf Jahressicht unverändert.

Home Depot HD Aktien legen am Dienstagmorgen leicht zu, nachdem der Einzelhändler im zweiten Quartal marktübertreffende Zahlen vorgelegt hat.

Der Baumarktkonzern verzeichnete einen Gewinn je Aktie (EPS) von 4,92 USD bei einem Umsatz von 47,86 Mrd. USD – und übertraf damit die Konsensschätzungen von jeweils 4,73 USD je Aktie und 47,23 Mrd. USD.

Trotz des Übertreffens von Umsatz und Gewinn sagt Brian Nagel, Senior-Analyst bei Oppenheimer, jedoch, dass ein zentrales strukturelles Wachstumselement fehlt, weshalb er bei HD-Aktien zur Vorsicht rät.

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notiert Home Depot in etwa auf dem Kursniveau, mit dem das Jahr 2026 begonnen wurde.

Warum Nagel bei Home Depot-Aktien vorsichtig bleibt

Das von Nagel in einem Interview nach den Q2-Zahlen mit CNBC hervorgehobene fehlende Element ist die anhaltende Schwäche bei großvolumigen Renovierungs- und Umbaumaßnahmen.

Während saisonale Kategorien wie Gartenpflege und Artikel für den alltäglichen Bedarf solide abschnitten und 13 von 16 Warengruppen positive vergleichbare Umsätze verzeichneten, ziehen sich Verbraucher weiterhin von diskretionären Finanzierungen zurück.

Home Depot-Finanzchef Richard McPhail bemerkte, dass Hausbesitzer zögern, Home-Equity-Kreditlinien (HELOCs) zu nutzen oder gegen ihre Immobilien zu beleihen, um größere Renovierungen zu finanzieren.

Angesichts der hartnäckigen Inflation und hoher langfristiger Zinsen auf dem Anleihenmarkt entscheiden sich Hausbesitzer trotz historisch hoher Immobilienwerte dafür, an der Seitenlinie zu bleiben.

Q2-Ergebnisse könnten HD-Aktie nicht aus der Handelsspanne bringen

Dieser strukturelle makroökonomische Gegenwind begrenzt das Aufwärtspotenzial des Händlers – Nagel bleibt daher vorsichtig und beharrt auf einer halteäquivalenten Einstufung für HD-Aktien.

Ein inländisches vergleichbares Umsatzwachstum von 1,3 % zeigt effektive operative Umsetzung und Marktanteilsgewinne, bleibt aber deutlich hinter der historischen Leistung des Unternehmens in einem normalisierten Wohnungsmarkt zurück.

„Ich predige keine Zinssätze, aber aus meiner Perspektive sehe ich keine schnelle Lösung für das Zinsproblem in den USA“, so Nagel, und nannte erhöhte Ölpreise und breitere makroökonomische Zähigkeit als Faktoren, die die Stagnation beim Wohnungsumschlag verlängern.

Bis sich eine Zinsentlastung abzeichnet, die die Wohnungsbeweglichkeit wieder freisetzt, erwartet der Oppenheimer-Analyst, dass Home Depot-Aktien in einer Handelsspanne verbleiben.

Oppenheimer bevorzugt Lowe’s gegenüber Home Depot Inc

Bei der Bewertung von Anlagechancen im Heimwerker-Einzelhandel spricht sich Oppenheimer klar für Lowe's Companies (LOW) aus und bekräftigt eine Outperform-Einstufung für Lowe’s gegenüber Home Depot.

Die Bewertung spielt dabei eine zentrale Rolle: Home Depot wird mit rund dem 24‑fachen der erwarteten Gewinne gehandelt, während LOW mit einem attraktiveren Abschlag von etwa dem 18‑fachen bewertet ist.

Nagel sieht in Lowe’s das bessere Vehikel für Investoren, die den aktuellen makroökonomischen Abschwung navigieren wollen, und verweist auf größeres Potenzial für interne operative Verbesserungen und „self-help“-Treiber.

Insgesamt sind beide Händler gut positioniert, um von einem starken nachgeholten Bedarf zu profitieren, sobald die Hypothekenzinsen nachlassen. Interimistisch bietet Lowe's Companies jedoch einen günstigeren Risiko-Rendite-Einstiegspunkt.