Könnte sich Amazons Aktie bis Ende des nächsten Jahres verdoppeln? Das sagt Morgan Stanley

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Kaufen (AMZN). Morgan Stanleys These ist, dass AWS plus KI‑Workloads weiter verstärkend wirken können: AWS liegt heute bei rund $170B annualisiert, und der entscheidende near‑term Treiber sind fortgesetzte Kapazitätserweiterungen plus besserer „revenue per watt“. Selbst ohne Erreichen von $1T untermauert das Modell starkes Gewinnwachstum und einen Pfad zu deutlich höherer Bewertung. Die Aktie hat bereits eine Overweight‑Einstufung mit angehobenem Kursziel von $335, und das Unternehmen gibt explizit an, die Energie‑Kapazität bis Ende 2027 zu verdoppeln.
Kernrisiko: Die KI‑Cloud‑Nachfrage verlangsamt sich stark (oder Kunden kürzen KI‑Ausgaben), sodass AWS‑Wachstum und „revenue per watt“ nicht weiter steigen.
Kaufen NVIDIA (NVDA) und Nutznießer von Rechenzentrums‑Stromausbauten. Die Meldung unterstreicht, dass Rechenkapazität und Monetarisierung von Infrastruktur‑Aufbau (Strom, Effizienz, Auslastung) abhängen. Wenn KI‑Workloads weiter beschleunigen, müssen Hyperscaler mehr GPUs kaufen und zugleich Transformator‑/Stromkapazitäten ausbauen – NVDA fängt die Compute‑Nachfrage direkt ein, während stromseitig begrenzte Ausbauten tendenziell Capex‑Zyklen vorziehen.
Kernrisiko: Hyperscaler wechseln zu günstigeren/weniger rechenintensiven KI‑Architekturen oder reduzieren die GPU‑Intensität, wodurch die Verbindung zwischen KI‑Nachfrage und zusätzlicher GPU/Leistungsausgaben aufgeweicht wird.
- Morgan Stanley sieht einen möglichen Pfad, damit AWS innerhalb von 8 bis 10 Jahren $1T erreicht.
- AMZN könnte unter einem aggressiven Langfristwachstumsszenario bis Ende 2027 $500 erreichen.
- Die Fähigkeit, Rechenleistung auszubauen und mehr Umsatz pro Watt zu erzielen, wird entscheidend sein.
Amazons Ambition, sein Cloud‑Computing‑Geschäft in einen Motor mit $1 trillion Jahresumsatz zu verwandeln, ist laut Morgan Stanley‑Analyst Brian Nowak noch weit von der Realität entfernt. Die Verfolgung dieses Ziels könnte jedoch erheblichen Wert für Aktionäre schaffen.
Amazon‑CEO Andy Jassy sagte kürzlich, AWS könnte "very possibly" ein Geschäft werden, das $1 trillion Jahresumsatz erzielt, und damit die Größenordnung der Chance hervorheben, die das Management im Bereich Cloud Computing und künstliche Intelligenz sieht.
"We long believed AWS could become a few hundred billion dollar revenue business," Amazon sagte, "and now believe it'll be at least double that, and very possibly be a $1 trillion annual revenue business for us in time with very appealing accompanying free cash flow and return on invested capital."
Das Unternehmen hat Anleger zudem beruhigen wollen, dass die Ausweitung KI‑bezogener Workloads nicht unbedingt zulasten der Profitabilität gehen müsse.
"We've done this before in the first era of cloud computing, just over a longer time horizon where demand built more gradually than it has in AI. But we see the margins and returns in AI tracking what we saw with core at the same point of evolution. Actually a little ahead."
Amazon Web Services, die Cloud‑Sparte des Unternehmens, erwirtschaftet derzeit rund $170 billion annualisierte Umsätze.
Das bedeutet, dass die Umsätze fast um das Sechsfache steigen müssten, damit AWS die Marke von $1 trillion erreicht.
Morgan Stanley sieht einen Weg zu $500
Auch wenn AWS nicht sofort $1 trillion Umsatz erreichen dürfte, glaubt Nowak, dass die Aktien von Amazon erheblich profitieren könnten, wenn das Unternehmen seine Cloud‑Infrastruktur skaliert.
In einer aktuellen Notiz skizzierte der Morgan Stanley‑Analyst ein Szenario, in dem AWS innerhalb der nächsten acht bis zehn Jahre $1 trillion Jahresumsatz erreichen könnte.
Er sieht außerdem die Möglichkeit, dass Amazons gesamtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im selben Zeitraum $500 billion erreichen könnte.
Eine solche Wachstumskurve könnte laut Modell einen Aktienkurs von $500 bis Ende 2027 unterstützen.
Das wäre ungefähr das Doppelte des jüngsten Amazon‑Kurses von rund $261.
Morgan Stanley hat sein Kursziel für Amazon bereits von $330 auf $335 angehoben nach den Ergebnissen des zweiten Quartals und bestätigt die Einstufung Overweight.
Das revidierte Ziel entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 28 % gegenüber dem Schlusskurs vom Montag bei $261.31.
Der unmittelbarere Investmentfall hängt somit nicht davon ab, dass AWS sein letztendliches $1 trillion‑Ziel erreicht.
Stattdessen könnten Investoren von anhaltendem Cloud‑Wachstum, steigender KI‑Nachfrage und der daraus resultierenden Ausweitung der Gewinne von Amazon profitieren.
Rechenkapazität wird das Wachstum bestimmen
Die rasche Entwicklung der künstlichen Intelligenz hat einen enormen Bedarf an Rechenleistung geschaffen und stellt die Rechenzentrums‑Kapazität ins Zentrum von Amazons langfristiger Wachstumsstrategie.
Nowak schätzt, dass Amazon 2026 6 gigawatts Kapazität hinzufügen und 2027 weitere 8 gigawatts bereitstellen wird.
Sein längerfristiges Modell geht davon aus, dass AWS danach weiterhin jährlich etwa 8 gigawatts hinzufügt.
Er beschrieb diese Annahme als einen "reasonable range", räumte aber ein, dass Prognosen für Infrastruktur‑Zugänge über mehrere Jahre deutlich schwieriger sind.
Amazon hat seine genaue aktuelle Rechenzentrumskapazität nicht offengelegt.
Jassy sagte während eines Earnings‑Calls für das September‑Quartal des Unternehmens, dass Amazon in den vorangegangenen 12 Monaten 3.8 gigawatts an Rechenzentrumskapazität hinzugefügt habe.
Kürzlich bekräftigte Jassy, dass Amazon auf Kurs sei, seine Energie‑Kapazität bis Ende 2027 im Vergleich zu 2025 zu verdoppeln.
Die Fähigkeit, zusätzliche Kapazität online zu bringen, wird besonders wichtig sein, falls die KI‑Nachfrage weiterhin schnell expandiert.
Ohne ausreichende Recheninfrastruktur könnte es AWS schwerfallen, die starke Kundennachfrage in entsprechendes Umsatzwachstum umzuwandeln.
Der aus jedem Watt erzielte Umsatz zählt
Nowak ist der Ansicht, dass die Kapazität nur ein Teil der Gleichung ist. Die andere wesentliche Variable ist, wie effektiv AWS jeden hinzugefügten Watt Rechenleistung monetarisieren kann.
Seinen Schätzungen zufolge generiert jedes zusätzliche Watt derzeit etwa $8 Umsatz für Amazon.
Wenn AWS diesen Wert auf $12 pro Watt steigern kann, könnte das Unternehmen möglicherweise bereits ab 2035 $1 trillion Jahresumsatz erreichen.
Technologische Fortschritte könnten Cloud‑Unternehmen helfen, aus bestehenden Energie‑Ressourcen mehr wirtschaftlichen Wert zu schöpfen.
Verbesserungen bei Recheneffizienz, Software, Chip‑Performance und Rechenzentrumsauslastung könnten den aus jeder Einheit Strom generierten Umsatz erhöhen.
Das macht die Ökonomie der KI‑Infrastruktur ebenso wichtig wie die schiere Menge an Kapazität, die Amazon bauen kann.
Mehrere Risiken könnten die Prognose gefährden
Die $1 trillion‑Prognose hängt stark vom anhaltenden Wachstum der Nachfrage nach KI‑Rechenleistung ab.
"As long as innovation and demand for [generative AI] tools continue to scale, we still believe each hyperscaler's ability to bring on compute capacity is the key factor driving forward revenue growth," schrieb Nowak.
Ab 2028 könnte Amazon jedoch mit einer Reihe von Beschränkungen konfrontiert werden.
Die Expansion hängt von der Verfügbarkeit von Servern und Racks, Verbesserungen der Energieeffizienz, behördlichen Genehmigungen und der Geschwindigkeit ab, mit der neue Rechenzentren gebaut werden können.
Es besteht zudem Unsicherheit darüber, wie lange das aktuelle Tempo der KI‑Investitionen anhalten kann.
DA Davidson‑Analyst Gil Luria sagte gegenüber MarketWatch, dass jede Projektion von $1 trillion AWS‑Umsatz eine "bold speculation" sei.
Er hält es für realistisch, dass AWS in diesem Jahr um 40 % bis 50 % wachsen könnte, warnte jedoch, dass "ein Ausblick darüber hinaus mehr als ambitioniert ist."
"There is no hard information Mr. Jassy or anybody else has to quantify a market that didn't even exist three years ago," sagte Luria.
Für Amazon‑Investoren ist das Billion‑Dollar‑AWS‑Ziel daher eher als langfristiger Hinweis auf die Ambitionen des Unternehmens zu betrachten als als kurzfristige Ertragsprognose.
Selbst wenn AWS hinter dieser Zahl zurückbleibt, könnten anhaltende KI‑Nachfrage, ausbauende Infrastruktur und bessere Monetarisierung der Rechenkapazität die Cloud‑Sparte weiterhin zu einem starken Wachstumstreiber für Amazons Zukunft machen.

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