Xiaomi-Aktienanalyse: Smartphone-Verkäufe hinken Samsung und Apple stark hinterher

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Kaufen: TSMC. Wenn Samsungs Halbleiter-Preiserhöhung auf andere Foundry-Lieferketten übergreift, könnten Kunden Bestellungen vorziehen und Kapazitäten sichern, was Auslastung und Preissetzungsmacht stützt. Selbst bei schwachen Smartphone-Volumina können KI-getriebene Nachfrage und höhere Wafer-Preise die Schwäche im Handset-Geschäft ausgleichen. TSMC ist der sauberste Weg, auf den Effekt „höhere Chippreise“ zu setzen, ohne auf Xiaomis Umsetzung zu wetten.
Kernrisiko: KI-/Halbleiternachfrage kühlt ab oder Kunden verhandeln erfolgreich niedrigere Wafer-Preise, was Preissetzungsmacht und Auslastung zunichtemachen würde.
Verkaufen: Xiaomi. Das 2. Quartal zeigt Auslieferungen -26,3 % YoY, Umsatz -6,1 % YoY und eine Bruttomarge von 19,8 % statt 22,5 % — klare Nachfrageschwäche plus Kostendruck. Der Artikel weist auf Preiserhöhungen bei Chips/Speicher als anhaltenden Gegenwind hin, sodass sich der „Turnaround“ wahrscheinlich langsamer vollzieht, als der Markt einpreist. Technische Indikatoren untermauern das: unter den 50-/100-Wochen-EMAs und eine Erholung, die wie ein Dead-Cat-Bounce aussieht; nächster Abwärtsmagnet ist HKD 21.44.
Kernrisiko: Chippreise fallen schnell und Xiaomi erzielt in den nächsten 1–2 Quartalen wieder Wachstum bei Auslieferungen und Margen, was eine Neubewertung erzwingen würde.
- Die Xiaomi-Aktie hat sich in den letzten Tagen erholt.
- Das Unternehmen veröffentlichte schwache Ergebnisse, da seine Smartphone-Verkäufe zurückgingen.
- Es bleibt deutlich hinter Unternehmen wie Samsung und Apple zurück.
Der Xiaomi-Aktienkurs hat sich diese Woche leicht erholt und stieg von einem Tief von HKD 25.32 am 18. August auf aktuell HKD 28.45. Diese Erholung folgte auf die Veröffentlichung der Finanzzahlen des Unternehmens, die die anhaltende Schwäche des Geschäfts belegten.
Xiaomis Umsatz und Gewinn sanken im 2. Quartal
Das chinesische Unternehmen Xiaomi hat sich zu einem wichtigen Akteur im Smartphone- und Elektrofahrzeugmarkt entwickelt. Es ist nach Apple und Samsung der drittgrößte Smartphone-Hersteller der Welt, während seine EV-Marke in China deutlich wächst.
Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass das Unternehmen auf Speicher und Chips anderer Hersteller angewiesen ist. Diese Produkte haben in den vergangenen Monaten im Zuge des KI-Booms einen deutlichen Preisanstieg erlebt.
Das hat es gezwungen, Preise anzuheben, was sein Wachstum beeinträchtigt. Die jüngsten Zahlen zeigten, dass die Smartphone-Auslieferungen im zweiten Quartal bei 31,2 Millionen Einheiten lagen, ein Rückgang von 26,3 % gegenüber dem Vorjahr. Im Gegensatz dazu stiegen Apples Auslieferungen um 5,3 % auf 60,5 Millionen, während Samsungs um 23 % auf 55,1 Millionen zulegten. Die Schwäche von Xiaomi war stärker als bei Marken wie OPPO und Vivo.
Die Zahlen zeigten, dass der Umsatz im 2. Quartal auf 108,9 Mrd. Yuan sank, nach 116 Mrd. im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Smartphone- und IoT-Segment erzielte 84 Mrd. Yuan, nach 94 Mrd. ein Jahr zuvor. Diese Abschwächung wurde durch einen leichten Anstieg der EV-Umsätze ausgeglichen, die auf 24,9 Mrd. Yuan stiegen.
Auch die Margen von Xiaomi sanken weiter: Die Bruttomarge fiel auf 19,8 % von zuvor 22,5 %. Der Nettogewinn ging von 10,8 Mrd. Yuan im Vorjahr auf 6,2 Mrd. Yuan zurück.
Problematisch ist, dass Xiaomis Geschäft kurzfristig unter Druck bleiben dürfte, da die Chippreise weiter steigen. In einer Erklärung erklärte Samsung, die Preise für die Halbleiterfertigung anheben zu wollen. Zwar fertigt Samsung nicht die Chips für Xiaomi, doch signalisiert die Ankündigung, dass andere Firmen wie TSMC und MediaTek ebenfalls folgen könnten.
Somit werden Xiaomis Anleger wahrscheinlich die anhaltenden Herausforderungen akzeptieren müssen und damit, dass sich der Turnaround länger hinziehen wird als erwartet. Das erklärt, warum sich die Bewertungskennzahlen verbessert haben: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis sank auf 16, deutlich unter Apples 35.
Prognose für den Xiaomi-Aktienkurs

Xiaomi-Chart | Quelle: TradingView
Der Wochenchart zeigt, dass der Xiaomi-Aktienkurs in den letzten Jahren stark gefallen ist und sich vom Jahreshoch von HKD 61.5 auf aktuell HKD 28.45 bewegte. Er ist unter das 61,8 %-Fibonacci-Retracement-Niveau gefallen.
Die Aktie liegt weiterhin unter den 50- und 100-Wochen-EMA, ein Zeichen dafür, dass die Bären die Kontrolle behalten. Daher deuten die Zeichen derzeit darauf hin, dass die laufende Erholung ein Dead-Cat-Bounce ist, also eine kurzlebige Gegenbewegung, der ein Rückgang folgt.
Sollte dies eintreten, ist das nächste wichtige Kursniveau das Jahrestief von HKD 21.44. Ein Unterschreiten dieses Niveaus würde auf weiteren Abwärtsdruck im Zeitverlauf hindeuten.

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