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Gold‑Rallye schießt über $4,668 – Entwertungssorgen um den Dollar kehren zurück

Gold‑Rallye schießt über $4,668 – Entwertungssorgen um den Dollar kehren zurück
Devesh Kumar
25. Aug. 2026, 08:27 AM

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Gold (XAU/USD)

Kauf XAU/USD. Der Artikel weist auf erneute „Entwertungs“-Sorgen hin, ausgelöst durch Rückkäufe zur Liquiditätsunterstützung des US‑Finanzministeriums (größere Anleiheunterstützung = zunehmende Sorge um die Kaufkraft der Währung) sowie einen gedämpften Dollarindex. Gold hat bereits die $4,668‑Marke durchbrochen; der nächste Katalysator wäre ein schwächerer PCE und jede Tonlage aus Jackson Hole, die nicht auf länger anhaltend höhere Zinsen hindeutet.

Kernrisiko: PCE und Jackson Hole könnten die Fed zu weiteren Straffungen treiben, die Realrenditen anheben und die zinslose Attraktivität von Gold zunichte machen.

Silver (XAG/USD)

Kauf XAG/USD als stärker reagierende Variante derselben Entwertungs‑/Dollar‑Schwäche‑Wette. Silber hinkte hinterher (auf rund $68 gefallen), während Gold die Führung übernahm; bleibt der Dollar schwach und halten die Inflationssorgen an, sollte Silber schneller aufholen als Gold.

Kernrisiko: Furcht vor einem Einbruch der industriellen Nachfrage oder ein starker Risk‑off‑Schub, der einen breiten Verkaufsdruck bei Rohstoffen auslöst und das Währungsabsicherungsinteresse überwiegt.

  • Gold rutscht von einem Dreimonatshoch ab, während Händler auf wichtige US‑Inflationsdaten warten.
  • Rückkäufe des US‑Finanzministeriums halten Entwertungssorgen trotz erhöhter US‑Renditen aufrecht.
  • Warshs Rede in Jackson Hole könnte entscheiden, ob Gold seine Rally fortsetzt.

Am Dienstag gab Gold nach, nachdem es seine Rally kurzzeitig auf den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten ausgeweitet hatte, während sich die Anleger von US-Fiskalsorgen zu Inflationsdaten und der ersten Jackson‑Hole‑Rede des Fed‑Vorsitzenden Kevin Warsh wandten.

Spot‑Gold fiel um 0,2% auf rund $4,640 je Unze, nachdem es zuvor in der asiatischen Sitzung über $4,668 gehandelt worden war. US‑Futures änderten sich kaum und notierten nahe $4,696.

Der Rückgang folgt auf ein Plus von mehr als 5% in der vergangenen Woche, als das US‑Finanzministerium durch sein Eingreifen am Anleihemarkt die Befürchtungen über die langfristige Kaufkraft des Dollar wieder aufleben ließ und Anleger zurück zum Barren trieb.

Die Entwertungswette trägt weiterhin die Hauptlast

Der jüngste Goldanstieg beschleunigte sich, nachdem das US‑Finanzministerium mitgeteilt hatte, es werde die maximale Größe der liquiditätsunterstützenden Rückkäufe für 10‑ bis 30‑jährige Papiere mindestens verdoppeln und sie ab dem 9. September von $2 Milliarden auf mindestens $4 Milliarden pro Operation anheben.

Die Entscheidung belebte die sogenannte Entwertungswette, bei der Anleger knappe Vermögenswerte bevorzugen, wenn sie sich über Staatsverschuldung, Währungsschwäche oder politische Maßnahmen zur Unterdrückung der Kreditkosten sorgen.

Der Dollarindex blieb am Dienstag mit rund 98.96 verhalten, während die Rendite 10‑jähriger US‑Treasuries bei etwa 4.70% verharrte.

Rohstoffanalysten von TD Securities erklärten, dass Fiskal­sorgen und mögliche weitere Interventionen des Finanzministeriums Gold angesichts einer Dollarschwäche weiterhin stützen sollten.

Er hält das Kursziel des Hauses von $5,350 dennoch für verfrüht, da höhere Energiekosten die Inflation wieder anheizen und die Fed zu weiteren Straffungen zwingen könnten.

PCE und Warsh werden die Zinsseite der Wette prüfen

Die nächste Herausforderung kommt am Mittwoch mit dem Bericht zu den Personal Consumption Expenditures (PCE) für Juli.

Die Gesamt‑PCE‑Inflation für Juni lag bei 3.7% gegenüber dem Vorjahr, die Kernrate bei 3.3%, beide deutlich über dem 2%-Ziel der Fed. Der Bericht für Juli wird am 26. August um 8:30 Uhr ET veröffentlicht.

Die Barclays‑Ökonomin Pooja Sriram erwartet, dass der Kern‑PCE im Vergleich zu Juni um 0,2% steigt und die Jahresrate damit bei etwa 3.2% liegen wird. Ein schwächeres Ergebnis würde das Argument für Gold stärken, da es das Risiko einer weiteren kurzfristigen Zinserhöhung verringern würde.

Am Freitag steht Warsh dann in Jackson Hole im Mittelpunkt. Die Märkte werden nach Hinweisen suchen, wie die Fed die hartnäckige Inflation gegen den jüngsten Anstieg der langfristigen Renditen abwägt.

Höhere Leitzinsen bleiben das offensichtlichste Hindernis für Gold, da Barren keine Zinsen abwerfen.

Öl und Iran verkomplizieren das bullishe Szenario

Die Geopolitik sorgt zwar für Unterstützung, schafft aber auch ein geldpolitisches Problem.

Der Iran hat Vergeltungsmaßnahmen angedroht, während Washington seine wirtschaftlichen Druckmaßnahmen verschärft, wodurch die Unsicherheit bezüglich der Energieversorgung im Nahen Osten hoch bleibt.

Die Ölpreise verblieben über dem Vorkonfliktniveau, selbst nach dem Rücksetzer am Montag.

Nicky Shiels, Metallstratege bei MKS PAMP, zitiert von Kitco, sieht Gold als eine der klarsten Absicherungen gegen Währungsentwertung und politische Interventionen.

Sie warnt zudem, dass hohe Ölpreise und enge Raffineriemärkte die Inflationserwartungen anheben und den Druck auf die Fed, die Zinsen zu erhöhen, aufrechterhalten könnten.

Silber fiel am Dienstag auf rund $68.01 je Unze, während Platin auf $1,853.85 nachgab und Palladium nahe $1,345 gehandelt wurde.