AMD und Intel steigen vor Handelsstart: Warum Chipwerte vor Nvidias Zahlen fester sind

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Kaufen Sie AMD. Die Aktie hat frisches Analysten‑Momentum (Raymond James: Strong Buy, Kursziel erhöht) sowie eine klare Ertragshebel‑Geschichte: Zugewinne beim Server‑CPU‑Anteil und Datenzentrumsexponierung, die profitieren sollten, falls Nvidia bestätigt, dass Hyperscaler ihre Budgets für KI‑Infrastruktur ausweiten. Nvidias Ergebnisse sind relevant, aber AMDs Setup ist nicht nur „Nvidia‑Sympathie“ — es handelt sich um direkte Nachfrage nach CPUs und agentischen KI‑Workloads.
Kernrisiko: Nvidia signalisiert, dass Hyperscaler KI‑Capex kürzen oder Deployments verzögern, wodurch die kurzfristige Datenzentrum‑CPU‑Nachfrageerzählung zusammenbrechen würde.
Verkaufen Sie Intel. Der vorbörsliche Anstieg ist größtenteils „Foundry‑Vertrauen + Sektor‑Bid“ und keine neue Heraufstufung. Die These hängt von der Ausführung ab (Fertigungsskalierung, externe Foundry‑Kunden), während die Kapitalerhöhung von $20 Milliarden Verwässerung bringt und der Aktie weiterhin der stärkere Überzeugungs‑Katalysator fehlt, den AMD besitzt. Sollte Nvidia nur „okay“ ausfallen, wird Intels Turnaround‑Risiko schnell wieder durchschlagen.
Kernrisiko: Foundry‑Fortschritte enttäuschen oder die Kundenakquise außerhalb nicht zulegen, sodass Verwässerungs‑ und Ausführungsrisiken jeden KI‑Server‑Nachfrage‑Tailwind überwiegen.
- AMD gewinnt, nachdem Raymond James das Kursziel angehoben hat und Aufwärtspotenzial bei Server‑CPUs sieht.
- Intel steigt, da BofA nach einer Kapitalerhöhung von $20 Milliarden die Foundry‑Strategie unterstützt.
- Nvidias Quartalszahlen könnten die Nachfrageerwartungen für KI im Chipsektor neu setzen.
AMD- und Intel-Aktien legten am Mittwoch im vorbörslichen Handel leicht zu, da Anleger vor Nvidias Ergebnisbericht zu Halbleiterwerten zurückkehrten.
AMD gewann 0,4% und Intel rund 0,6%, während europäische Chipwerte gemischt waren. Die Bewegungen deuten darauf hin, dass Anleger nicht wahllos Halbleiter kaufen.
Bank of America-Analyst Vivek Arya sagte: „Die Halbleiternachfrage bleibt solide“, warnte jedoch, dass mehrere kurzfristige Risiken bestehen.
AMD-Aktie hat einen Katalysator jenseits des Nvidia-Sympathie-Trades
AMD startet in den Mittwoch mit neuem Analysten-Momentum, nachdem die Aktie am Dienstag um 4,9% gestiegen war.
Raymond James-Analyst Simon Leopold stufte die Aktie von Outperform auf Strong Buy hoch und hob sein Kursziel von $565 auf $641 an.
Das Unternehmen sieht laut TipRanks in AMD die „stärkste Kombination aus direktem Gewinnhebel“ aufgrund der Datenzentrumsexponierung und der Zugewinne beim Server‑CPU‑Marktanteil.
Leopold erwartet, dass der Server‑CPU‑Markt mit einer jährlichen Rate von 44% wächst und bis 2030 etwa $201 Milliarden erreicht.
Er sieht die Nachfrage aus Rechenzentren, von CPUs, die KI‑Beschleuniger koordinieren, und von Prozessoren, die agentische KI‑Workloads unterstützen.
Das macht Nvidias Ergebnisse für AMD relevant, ohne das Szenario in einen Alles‑oder‑Nichts‑Wettbewerb zu verwandeln.
Wenn Nvidia meldet, dass Hyperscaler ihre Infrastrukturbudgets erhöhen, würde das die Vorstellung stützen, dass der KI‑Compute‑Markt wächst. Diese Systeme benötigen CPUs, Beschleuniger, Netzwerkkomponenten und Speicher.
Intel‑Aktie steigt, aber die Wende birgt weiterhin mehr Risiko
Der vorbörsliche Anstieg von Intel beruht auf einer weniger geradlinigen Investment‑These.
Im Gegensatz zu AMD hat Intel keine neue Strong Buy‑Heraufstufung. Die Story hängt von der Nachfrage nach Server‑CPUs, der Fertigungsausführung und davon ab, ob Foundry‑Investitionen schließlich wettbewerbsfähige Skaleneffekte und externe Kunden bringen.
BofA bleibt konstruktiv nach Intels Aktienplatzierung von rund $20 Milliarden.
Arya beschrieb die Kapitalaufnahme als „einen guten Frühindikator“ für das Vertrauen des Managements in die Foundry‑Strategie. BofA behielt ein Buy‑Rating, senkte jedoch das Kursziel auf $145 von $160, was Verwässerung und Peer‑Bewertungen widerspiegelt.
Leopold geht davon aus, dass Intel vom größeren Server‑CPU‑Markt profitieren sollte, stuft die Aktie jedoch als Market Perform ein, während er AMD ein Strong Buy zuweist.
Nvidias Zahlen könnten entscheiden, ob die Festigkeit vom Mittwoch anhält
Nvidias Ergebnisse sind der unmittelbare Test für beide Aktien.
FactSet erwartet für das zweite Fiskalquartal Umsatzerlöse von etwa $92,3 Milliarden und bereinigte Gewinne von $2,09 je Aktie. Optimistische Analysten modellieren jedoch bereits stärkere Zahlen für das folgende Quartal.
UBS‑Analyst Timothy Arcuri geht davon aus, dass der Umsatz im Oktober‑Quartal $110 Milliarden übersteigen könnte, da die Blackwell‑Nachfrage robust bleibt und Rubin zu den Ergebnissen beizutragen beginnt.
Der Earnings‑Call könnte sich als ebenso wichtig erweisen.
JPMorgan‑Analyst Harlan Sur sagte MarketWatch, Investoren würden genau auf Nvidias Einschätzungen zu maßgeschneiderten KI‑Chips, aufkommenden Wettbewerbern, China, der Versorgung mit High‑Bandwidth‑Memory und dem Full‑Stack‑Vorteil achten.
Wenn Nvidia bestätigt, dass Hyperscaler ihre KI‑Budgets halten oder erhöhen, könnten die Nachfrageerwartungen für GPUs, Server‑CPUs, Netzwerk, Speicher und die Halbleiterfertigung gestärkt werden.
Jedes Anzeichen für langsamere Implementierungen oder selektive Ausgaben könnte den Optimismus vom Mittwoch hingegen schnell umkehren.

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