KOSPI stürzt trotz Chip-Aktienrückkäufen ab – wie viel Unterstützung bieten sie?

KI-Sentiment: 18/100 Bärisch
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Bei Rücksetzern kaufen. Der Artikel zeigt, dass Rückkäufe den KOSPI kürzlich stabilisiert haben, und der Ausverkauf von Samsung wird von Makrofaktoren (Öl + US‑Renditen) getrieben und nicht von einem Bruch der KI‑Speicher‑Story. Ist der Markt sensitiv gegenüber der Diskontrate, ist die 6.600er‑KOSPI‑Zone jener Bereich, in dem erzwungenes De‑Risking häufig auf durch Rückkäufe gestützte Nachfrage trifft. Auf eine Erholung setzen, sobald die makroökonomische Angst nachlässt und ausländische/institutionelle Verkäufer pausieren.
Kernrisiko: Steigen die US‑Renditen weiter und bleiben die Ölpreise auf hohem Niveau, überwiegt der Druck durch die Diskontrate die Rückkaufunterstützung und hält den Verkaufsdruck bei Tech‑Werten aufrecht.
Kaufen. SK Hynix fällt aus denselben Gründen wie Samsung (Zinsschock), doch die Fundamentaldaten bilden den Kern der KI‑Speicher‑Thematik, die der Markt vorübergehend ignoriert. Rückkäufe können die Angebots‑/Nachfrage‑Lage bis zum nächsten Berichtsfester abfedern, und der größere Kursrückgang der Aktie (gegenüber dem Index) bietet ein besseres Einstiegsniveau, falls sich das makroökonomische Umfeld stabilisiert.
Kernrisiko: Ein anhaltendes Umfeld mit hohen Ölpreisen, Inflation und Renditen würde zu weiterem globalem De‑Risking zwingen, und SK Hynix würde trotz Rückkäufen weiterhin wie eine hochdurationäre Wachstumsaktie gehandelt.
- KOSPI fällt um 2,9%, da Samsung und SK Hynix angesichts höherer Ölpreise und Renditen nachgeben.
- Brent nahe 96 US-Dollar schürt Inflationsängste und verstärkt den Druck auf den KOSPI.
- Nikkei 225 fällt, da ein globaler Anleihen-Ausverkauf erneut asiatische Technologiewerte trifft.
Südkoreanische Aktien fielen am Mittwoch, nachdem ein erneuter Anstieg der Ölpreise und der globalen Anleiherenditen die schwergewichtigen Technologie- und Industriewerte des KOSPI traf und Seoul zu einem der schwächsten großen Märkte Asiens machte.
Der KOSPI lag bis zum späten Vormittag mit 6.640,26 Punkten 2,86% im Minus, nachdem er mehr als 3% tiefer eröffnet hatte.
Samsung Electronics fiel 2,97% und SK Hynix verlor 3,13%, während Hyundai Mobis, HD Hyundai Heavy Industries und Hanwha Aerospace ebenfalls stark zurückgingen.
Der Ausverkauf folgte auf eine weitere Risikoaversion an der Wall Street und fiel zusammen mit der Annäherung des Brent-Öls an 96 US-Dollar je Barrel, was Inflations- und Zinsängste wieder aufkeimen ließ.
Samsung und SK Hynix verlieren ihren jüngsten Puffer
Die Schwäche des KOSPI ist bemerkenswert, weil Samsung und SK Hynix den Leitindex nur einen Tag zuvor durch umfangreiche Aktienrückkaufprogramme stabilisiert hatten.
Ausländische und institutionelle Investoren traten am Mittwochmorgen wieder als Verkäufer auf, während Privatanleger den Rücksetzer nutzten und kauften.
Laut Marktdaten verkauften Ausländer netto 56,6 Milliarden Won und Institute 10,2 Milliarden Won zu Beginn der Sitzung. Samsung notierte phasenweise mehr als 3% tiefer, SK Hynix fiel zeitweise bis zu 3,6%.
Die Analystin Han Ji-young von Kiwoom Securities sagte gegenüber The Asia Business Daily, dass koreanische Aktien ungewöhnlich sensibel auf negative makroökonomische Variablen reagierten, insbesondere auf Ölpreise und langfristige Renditen.
Nach ihrer Einschätzung müssen Investoren nun beobachten, ob sich die Spannungen zwischen den USA und Iran entspannen und ob sich die Anleihemärkte in den USA und Japan stabilisieren können.
Damit rückt Koreas starkes KI‑Speicher-Thema vorübergehend hinter makroökonomische Risiken zurück.
Höhere Ölpreise treffen Korea von zwei Seiten
Der Brent stieg auf rund 95,91 US-Dollar je Barrel, nachdem erneute US-Angriffe auf den Iran Befürchtungen weiterer Störungen rund um die Straße von Hormus schürten. US-Rohöl kletterte ebenfalls über 90 US-Dollar.
Für Südkorea ist das Problem breiter als nur die Margen der Energieunternehmen.
Das Land ist stark von importierten Kraftstoffen abhängig, sodass ein anhaltender Ölpreisschub Unternehmenskosten, die Inflation für Haushalte und die Handelsbilanz bedroht.
Höhere Rohölpreise treiben zudem die globalen Renditen nach oben. Die Rendite der US-Treasury mit zehn Jahren Laufzeit erreichte etwa 4,81% und liegt damit nahe einem Dreijahreshoch, was die Diskontrate für Wachstumswerte erhöht.
Dieser Druck trifft Samsung, SK Hynix und andere technologielastige KOSPI-Werte überproportional.
Nikkei und Asien bestätigen: Dies ist ein globaler Zins-Schock
Der Ausverkauf weitete sich auf die Region aus. Japans Nikkei 225 fiel um etwa 2,2% auf 64.742 Punkte, wobei SoftBank 4,1% nachgab, Advantest 4% verlor und Tokyo Electron 4,5% sank.
MSCI’s breiter Asia-Pacific‑Index ohne Japan fiel um rund 1,5%, während die US‑Aktien-Futures etwas schwächer lagen, nachdem der S&P 500 über Nacht 0,7% verloren und der Nasdaq 1% nachgegeben hatte.
Die unmittelbare Frage für Seoul ist, ob Rückkäufe und solide Halbleiter-Fundamentaldaten Käufer rund um die Marke 6.600 wieder anziehen können.
Ein von The Asia Business Daily zitierter Analyst sagte, dass die Rückkäufe von Samsung und SK Hynix die Angebots‑/Nachfrage‑Bedingungen bis in die Berichtssaison für das dritte Quartal hinein weiter abfedern könnten, obwohl Rückkäufe allein breit angelegte Anlegerverkäufe nicht dauerhaft kompensieren können.

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