Dow fällt um 600 Punkte, Öl steigt und Wetten auf Fed-Zinserhöhungen nehmen zu

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Kaufen Sie MPC und OXY. Die Ölpreise steigen aufgrund eines anhaltenden Angebotsrisikos (Naher Osten + Verlangsamung durch die Straße von Hormus), und der Markt belohnt bereits den Energiesektor (S&P 500 energy up). Höhere Rohölpreise stützen Cashflow sowie Aktienrückkäufe und Dividenden, und diese Titel schneiden typischerweise besser ab, wenn Inflationsängste die Renditen steigen lassen, Energie jedoch als Absicherung erhalten bleibt.
Kernrisiko: Öl dreht schnell nach (Waffenruhe, Wiederherstellung der Versorgung oder Nachfrageschock) und der Rohölpreis fällt zurück, wodurch die Gewinne und die Prämie als „Inflationsabsicherung“ wegbröckeln.
Kaufen Sie SMH (mit Präferenz für INTC/AMD). Das Marktbild zeigt eine klare Rotation: Halbleiter steigen, während Software und Krypto fallen. Die Nachfrage nach KI-Chips erhält einen direkten Katalysator (Qualcomm-Amazon-Deal für kundenspezifische KI-Chips), und höhere Zinsen haben die Halbleiter nicht aufgehalten, weil der Treiber Produkt- und KI-Capex ist und nicht nur billiges Geld beziehungsweise Bewertungsmultiplikatoren.
Kernrisiko: Die Nachfrage nach KI-/Rechenzentrums-Chips bleibt hinter den Erwartungen zurück oder die KI-Chip-Deals führen nicht schnell genug zu Umsätzen, wodurch Halbleiter zusammen mit dem breiteren Markt abgewertet werden.
- Dow verliert, da Öl steigt und Wetten auf Fed-Zinserhöhungen zunehmen.
- Wall Street fällt, da Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise anheben.
- Intel und AMD steigen, während Software- und Krypto-Aktien fallen.
Die Aktien an der Wall Street fielen am Dienstag, da erneute Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise steigen ließen, während sich Anleger auf Inflationsdaten konzentrierten, die die Zinsentscheidung der Federal Reserve in der nächsten Woche beeinflussen könnten.
Der Dow Jones Industrial Average fiel um 617 Punkte, bzw. 1.16%, auf 52,797.10, während der S&P 500 um 0.58% auf 7,673.94 zurückging.
Der Nasdaq Composite gab um 0.31% auf 26,423.69 nach. Die US-Märkte waren am Montag wegen des Labor Day geschlossen.
Ölpreise steigen, da Spannungen im Nahen Osten zunehmen
Die Ölpreise setzten ihren Anstieg fort, da erneute Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran Befürchtungen über Unterbrechungen der weltweiten Energieversorgung schürten.
Die Futures auf West Texas Intermediate stiegen zum sechsten Mal in Folge, während Brent-Rohöl bei rund $98 a barrel gehandelt wurde.
Die jüngsten Gewinne folgten Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen auf saudische Energieanlagen und Städte.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus hat sich ebenfalls verlangsamt, was die Befürchtungen über mögliche längere Störungen der Ölversorgung verstärkt.
Höhere Energiepreise sind für Anleger zu einer wichtigen Sorge geworden, da sie inflationsfördernde Effekte verstärken könnten.
Der Anstieg trieb zudem die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben, wodurch Aktien im Vergleich zu als risikofrei geltenden Staatswertpapieren relativ weniger attraktiv wurden.
Der S&P 500 Energy Index legte während der Sitzung zu; zu den Gewinnern gehörten Marathon Petroleum und Occidental Petroleum.
Inflationsdaten könnten die Fed-Zinsprognose prägen
Anleger erwarten den US-Erzeugerpreisindex und den Verbraucherpreisindex für August, die jeweils am Donnerstag und Freitag veröffentlicht werden.
Von den Berichten erwartet man weitere Hinweise auf die Richtung der Inflation vor der Federal Reserve Sitzung am 15. und 16. September.
Fed-Funds-Futures bewerteten laut dem CME FedWatch Tool die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der Sitzung auf etwa 60%.
Die Erwartungen für höhere Zinsen haben sich nach einem stärker als erwarteten Arbeitsmarktbericht für August verstärkt, der zeigte, dass Arbeitgeber mehr Stellen geschaffen haben als von Ökonomen erwartet.
Der Anstieg der Ölpreise hat eine weitere Variable in die Perspektive eingeführt. Sollte sich ein Anstieg der Energiekosten in eine breitere Inflation niederschlagen, könnten Anleger ihre Erwartungen an eine straffere Geldpolitik erhöhen.
Die Benchmark-Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen erreichte kürzlich den höchsten Stand seit November 2023, während die Zwei-Jahres-Rendite auf den höchsten Stand seit Januar 2025 kletterte.
Halbleiteraktien legen zu, während Software- und Krypto-Werte fallen
Halbleiteraktien gehörten zu den stärkeren Bereichen des Marktes. Der VanEck Semiconductor ETF gewann 1.5%, während Intel und Advanced Micro Devices um mehr als 9% bzw. 6% zulegten. Broadcom gewann ebenfalls 3%.
Intel und Qualcomm profitierten, nachdem Qualcomm einen Deal mit Amazon angekündigt hatte, um kundenspezifische KI-Chips für Rechenzentren zu entwickeln.
Im Gegensatz dazu blieben Software-Aktien unter Druck.
Salesforce, ServiceNow und Intuit gaben nach, während der S&P 500 Software- und Services-Index zum zweiten Mal in Folge fiel. Die Einführung des neuesten Modells durch OpenAI hat erneut Befürchtungen über mögliche Konkurrenz für einige Softwareunternehmen ausgelöst.
Auch Apple-Aktien fielen vor einer Veranstaltung, bei der das Unternehmen voraussichtlich sein neuestes Smartphone vorstellen wird.
Krypto-nahe Aktien gaben nach, da Bitcoin vom Niveau von $80,000 zurückging. Coinbase und Strategy bewegten sich beide tiefer.
Anleger müssen sich außerdem mit erneuten Handelskonflikten zwischen den USA und Kanada auseinandersetzen, wobei kanadische Vergeltungszölle auf etwa $20 billion an US-Waren am Dienstag in Kraft traten.
Die Kombination aus höheren Ölpreisen, gestärkten Erwartungen an Zinserhöhungen sowie geopolitischen und handelsbezogenen Risiken setzte den breiteren Markt unter Druck.

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