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Warum steigt die CoreWeave-Aktie heute um 16 %?

Warum steigt die CoreWeave-Aktie heute um 16 %?
Ananthu C U
08. Sept. 2026, 19:26 PM

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CoreWeave (CRWV)

Kaufempfehlung für CRWV. Das OpenAI‑Astra‑Modell fügt einen neuen Nachfragemechanismus zur bereits massiven vertraglich abgesicherten Basis hinzu: Auftragsbestand von ~$104B und ein $22.4B‑Deal mit OpenAI, zusätzlich wurde die Umsatzprognose für 2026 ($12.4B–$13.2B) nach oben korrigiert. Entscheidend ist die Verlagerung hin zu langfristigen Take‑or‑pay‑Verträgen und dass nur ~36% der vertraglich zugesicherten Leistung aktiv sind—dadurch kann der Umsatz wachsen, sobald Kapazitäten in Betrieb genommen werden, und nicht nur durch das Jagen von Spot‑GPU‑Nachfrage. Mit zunehmender Sichtbarkeit und besseren Preis‑/Vertragsstrukturen ist eine Neubewertung möglich, während die Margen profitieren könnten.

Kernrisiko: Das Unternehmen schafft es nicht, vertraglich zugesicherte Leistung schnell genug in aktive, umsatzgenerierende Infrastruktur umzusetzen (Ausführungs-/Capex‑Verzögerungen), sodass der Auftragsbestand nicht in Ergebnisse übergeht und Fremdkapital‑/Margendruck die Aktie belastet.

NVIDIA (NVDA)

Kaufempfehlung für NVDA. Der Kursanstieg von CRWV signalisiert einen anhaltenden Ausbau von Hyperscale‑/KI‑Infrastruktur und eine Verschärfung der Angebotsdynamik für Beschleuniger und Netzwerkausrüstung. Wenn die vertraglich gesicherte Nachfrage weiter wächst und mehr Kapazität aktiviert wird, profitiert NVIDIAs Data‑Center‑Umsatzmix direkt von höheren KI‑Compute‑Einsätzen bei Kunden wie OpenAI und im weiteren Ökosystem.

Kernrisiko: Die KI‑Infrastrukturnachfrage verlangsamt sich oder Kunden verhandeln GPU‑Bestellungen herunter (oder verschieben sie), was NVIDIAs Wachstum trotz des kurzfristigen Katalysators von CRWV dämpfen würde.

  • Die CoreWeave-Aktie steigt um 16 %, da die KI‑Nachfrage den Ausblick verbessert.
  • CoreWeave verfügt über einen Auftragsbestand von $104 billion und $25 billion an neuen Verpflichtungen.
  • Die ungenutzte Leistungskapazität von CoreWeave lässt Raum für künftiges Umsatzwachstum.

Die CoreWeave-Aktie CRWV sprang am Dienstag um 16 % nach oben, nachdem OpenAIs neues Astra-Modell einen weiteren Katalysator für das KI‑Cloud‑Infrastrukturunternehmen lieferte.

CoreWeave hat einen $22.4 billion schweren Vertrag mit OpenAI zur Bereitstellung von Rechenleistung, was die wachsende Basis vertraglich gesicherter Nachfrage für seine Infrastruktur erweitert.

Die Dynamik des Unternehmens folgt außerdem starken Ergebnissen für das zweite Quartal 2026, die letzten Monat veröffentlicht wurden.

CoreWeave meldete einen Umsatz von $2.58 billion, ein Plus von 112 % gegenüber dem Vorjahr und über den Erwartungen der Wall Street.

Der Umsatzauftragsbestand belief sich auf etwa $104 billion, während in den ersten Wochen des dritten Quartals mehr als $25 billion an neuen Kundenverpflichtungen hinzugekommen sind.

Das Management erhöhte zudem die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf zwischen $12.4 billion und $13.2 billion und unterstrich damit das Ausmaß der Nachfrage nach KI‑Recheninfrastruktur.

Das Unternehmen erwartet, dass sein ARR bis zum Jahresende etwa $250 million erreicht, und prognostiziert für 2027 ein ARR von $18.5 billion bis $19.5 billion.

CoreWeave setzt verstärkt auf langfristige Verträge

Das Geschäft von CoreWeave konzentriert sich zunehmend auf langfristige Take‑or‑pay‑Verträge statt auf spekulative Verkäufe von GPU‑Kapazitäten.

Diese Vereinbarungen bieten Kunden vertraglich zugesicherten Zugang zu NVIDIA‑Beschleunigern sowie zugehörigen Netzwerk‑, Speicher‑ und Orchestrierungssoftwarelösungen.

Einem Bericht von Seeking Alpha zufolge hat diese Verschiebung das Risikoprofil des Unternehmens verändert, indem sie eine höhere Umsatzsichtbarkeit und Vertragsbeständigkeit schafft.

Seeking Alpha beschrieb CoreWeave nicht mehr als vorwiegend spekulativen Anbieter von Kapazitäten in einem unsicheren Markt, sondern als Unternehmen, das aus einem vertraglich abgesicherten Auftragsbuch liefert, das mehr als das Zehnfache seines aktuellen Jahresumsatzes beträgt.

Die Analyse bewertete CoreWeave als Kauf mit 15–20 % Aufwärtspotenzial und identifizierte das Unternehmen gleichzeitig als den risikoreichsten Namen im Modell des Analysten. Genannt wurden Fremdkapital‑ und Ausführungsrisiken sowie das Potenzial für Margenausweitung und eine Neubewertung.

Ein weiterer im Bericht hervorgehobener Faktor ist die ungenutzte vertraglich gebundene Leistungskapazität von CoreWeave.

Nur 36 % der vertraglich zugesicherten Leistung ist derzeit aktiv, was potenziell erheblichen Spielraum für künftige Umsätze lässt, sobald zusätzliche Kapazität in Betrieb genommen wird.

Analysten bleiben gegenüber CRWV konstruktiv

Das Analysten-Urteil blieb nach den Ergebnissen von CoreWeave für das zweite Quartal positiv.

Truist Securities hob Ende August das Kursziel für CRWV von $155 auf $165 an und verwies auf potenzielle Margensteigerungen durch verbesserte Preisgestaltung und Vertragsstrukturen.

Oppenheimer bestätigte sein Outperform‑Rating mit einem Kursziel von $150. Die Gesellschaft argumentierte, dass die Angebotsbedenken im Vergleich zur Nachfrage übertrieben seien, die schätzungsweise etwa viermal so hoch wie die verfügbare Kapazität laufe.

Der Milliardär David Tepper erhöht ebenfalls sein Engagement in KI‑nahen Unternehmen. Das Portfolio von Appaloosa Management umfasst Amazon, Micron Technology, Taiwan Semiconductor Manufacturing und Alphabet; diese vier Unternehmen machen etwa die Hälfte des Portfolios aus.

Im zweiten Quartal nahm Appaloosa sowohl Space Exploration Technologies als auch CoreWeave in sein Portfolio auf.

Der Übergang von CoreWeave hin zu vertraglich abgesicherter KI‑Infrastrukturnachfrage sorgt für größere Planungssicherheit, das Unternehmen ist jedoch weiterhin Fremdkapital‑ und Ausführungsrisiken ausgesetzt. Das Gleichgewicht zwischen Kapazitätserweiterung, der Umwandlung vertraglich zugesicherter Leistung in aktive Infrastruktur und der Margenverbesserung wird für den Ausblick entscheidend bleiben.