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GameStop-Zahlen: eBay-Gewinne kaschieren schrumpfendes Kerngeschäft

GameStop-Zahlen: eBay-Gewinne kaschieren schrumpfendes Kerngeschäft
Abhinav Jha
08. Sept. 2026, 14:56 PM

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GameStop (GME)

Kaufempfehlung: GME. Die Ergebnisrechnung wird durch die eBay-Beteiligung gestützt, und der Überhang aus Wandelanleihen wurde gerade begrenzt (festgelegte Aktienanzahl + Barzahlung). Da der Konsens bereits mit den vorläufigen Spannen übereinstimmt, ist der wahrscheinlichste Auslöser die Aussage des Managements, die den eBay-Übernahmepfad bestätigt, ohne neue Verwässerungsüberraschungen. Aufwärtspotenzial besteht in einer Neubewertung von „Finanzengineering“ hin zu einer „risikoreduzierten Kapitalstruktur“, zumal die implizite Volatilität nach den Zahlen bereits hoch ist.

Kernrisiko: Das Management signalisiert, dass mehr Verwässerung kommt (neue Aktienemission oder ein schlechter als erwartetes Finanzierungsmodell für die Übernahme).

eBay (EBAY)

Kaufempfehlung: EBAY. GameStops vorgeschlagene Übernahme zu $125 je Aktie bildet eine direkte Bewertungsuntergrenze für EBAY, und der Markt konzentriert sich darauf, ob der Deal zustande kommt und wie er finanziert wird. Bestätigen GME-Ergebnisse die Transaktionsdynamik und die Finanzierungs­sicherheit, dürfte EBAY bereits vor finalen regulatorischen oder Abschlussmeldungen von einer Deal-Stützung profitieren.

Kernrisiko: Die Übernahme verzögert sich, wird neu verhandelt (zu einem niedrigeren Preis) oder blockiert, wodurch die $125‑je‑Aktie-Unterstützung entfällt.

  • Konsensschätzungen sehen ein bereinigtes EPS von $0.27 bei einem Umsatz von $756.85 Millionen.
  • GameStops eigene vorläufigen Zahlen zeigen bereits einen Nettogewinn nahe $300 Millionen, größtenteils getrieben von eBay-bezogenen Gewinnen.
  • Optionshändler preisen nach der Veröffentlichung eine Schwankung von rund 9% ein.

GameStop veröffentlicht die Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 nach Börsenschluss am Dienstag.

In einer vorläufigen Ergebnis-Pressemitteilung am August 31 teilte das Unternehmen mit, dass es für das zum August 1 endende Quartal Nettoumsatz von $780 Millionen bis $800 Millionen erwartet, deutlich unter den $972.2 Millionen ein Jahr zuvor.

GameStop führte den Rückgang auf den schwierigen Vergleich zur Lancierung der Nintendo Switch 2 im Vorjahr, geplante Ladenschließungen und den Verkauf seiner Aktivitäten in Frankreich zurück.

Dieselbe Mitteilung nannte ein Betriebsergebnis von $150 Millionen bis $170 Millionen und einen Nettogewinn von $290 Millionen bis $310 Millionen, jeweils deutlich über dem Vorjahr.

Anlagegewinne tragen die Hauptlast

Trotz rückläufiger Umsätze erwartet GameStop ein Betriebsergebnis von $150 Millionen bis $170 Millionen, mehr als das Doppelte der vor einem Jahr ausgewiesenen $66.4 Millionen, und einen Nettogewinn von $290 Millionen bis $310 Millionen gegenüber $168.6 Millionen im Vorjahr.

Der Anstieg ist weitgehend Folge von Finanzengineering und nicht Ausdruck von Stärke im Einzelhandel.

GameStop wandelte seine eBay-Derivatposition im Quartal in eine direkte Aktienbeteiligung um und hält nun etwa 43.4 Millionen eBay-Aktien im Wert von knapp $4.95 Milliarden.

Diese Beteiligung erzielte rund $238 Millionen an Nettoerträgen, teilweise ausgeglichen durch einen Verlust von etwa $75 Millionen aus digitalen Vermögenswerten und zugehörigen Forderungen.

Der Konsens von Wall Street für das Ergebnis je Aktie (EPS) von $0.27 spiegelt bereits den Großteil davon wider.

Der Überhang aus Wandelanleihen ist gerade kleiner geworden

Einen Tag vor den vorläufigen Ergebnissen änderte GameStop außerdem seinen $1.4 Milliarden schweren Wandelanleihen-Umtausch, der ursprünglich Anfang August angekündigt worden war.

Anstelle eines offenen, am Aktienkurs gekoppelten Aktientauschs, der an ein 35-tägiges Handelsfenster gebunden wäre, legte das Unternehmen die Bedingungen fest: Anleihegläubiger erhielten rund 55.5 Millionen Aktien plus $358.4 Millionen in bar, womit eine weitere Verwässerung begrenzt wurde.

Der Umtausch wurde um den September 3 abgeschlossen, wodurch noch rund $2.8 Milliarden an Wandelanleihen ausstehen.

Diese Sicherheit bezüglich der Aktienanzahl ist aktuell wichtiger als üblich, angesichts von GameStops vorgeschlagener Übernahme von eBay zu $125 je Aktie, zahlbar in bar und Aktien, die vermutlich später weitere Eigenkapitalaufnahmen erfordert.

Was Wall Street erwartet

Vor der Veröffentlichung haben Analysten laut von TipRanks und anderen marktorientierten Plattformen verfolgten Schätzungen ein bereinigtes Ergebnis je Aktie (EPS) von $0.27 bei einem Umsatz von rund $756.85 Millionen veranschlagt.

Beide Zahlen liegen innerhalb der Spannen, die GameStop selbst in seiner vorläufigen Mitteilung genannt hat, weshalb Analysten weitgehend erwarten, dass die Veröffentlichung am Dienstag bestätigt und nicht überrascht.

Der größere ausschlaggebende Faktor ist ihrer Ansicht nach die zukunftsgerichtete Aussage des Managements und nicht die historischen Zahlen.

GME-Aktien schlossen am Freitag bei $19.16, knapp über ihrem 52-Wochen-Tief von $17.79, und verzeichneten in der vergangenen Woche einen weitgehend flachen bis leicht fallenden Kursverlauf.

Der Optionsmarkt preist eine Schwankung von rund 9% in beide Richtungen nach den Ergebnissen ein, deutlich über der durchschnittlichen Kursbewegung der Aktie von 6.6% über die letzten vier Quartale.