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Nvidia: Jeder investierte $1 bringt $100 zurück – warum fällt die Aktie weiter?

Nvidia: Jeder investierte $1 bringt $100 zurück – warum fällt die Aktie weiter?
Devesh Kumar
11. Sept. 2026, 11:50 AM

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NVDA – Kauf wegen KI-Flywheel

Kauf NVDA. Der Artikel argumentiert, Nvidias „$1 investieren, $100 zurückbekommen“ sei ein nachfrageschaffendes Flywheel: Nvidia finanziert KI-Labore, sichert Finanzierungen für Rechenzentren und ist exklusiver Chip-Lieferant. Das bindet die Kundenausweitung direkt an Nvidias Umsatzwachstum (70 % prognostiziert).

Kernrisiko: Die KI-Infrastruktur-Ausgaben verlangsamen sich oder Finanzierungsbedingungen verschärfen sich, sodass Kunden Kapazitäten nicht erweitern können und das Flywheel bricht.

Short auf Cloud-Hebel: AMZN/GOOG – Verkauf

Verkaufen (Short) stark gehebelte Cloud-Player wie AMZN oder GOOG. Wenn die KI-Nachfrage teilweise mit Lieferantenfinanzierung „verflochten“ ist, trifft jede Abschwächung zunächst Auslastung und Preisniveau. Der Artikel weist darauf hin, dass Hyperscaler auf hohe Auslastung angewiesen sind, um Schulden zu bedienen und neue Kapazitäten zu rechtfertigen – genau das bricht bei abkühlender KI-Nachfrage.

Kernrisiko: KI-Auslastung und Preisniveau bleiben trotz langsamerem Wachstum stark, sodass die Cloud-Ökonomie intakt bleibt.

  • Nvidia betont, dass seine KI-Investitionen trotz Bedenken keine zirkuläre Finanzierung darstellen.
  • Huang argumentiert, dass kleine Nvidia-Investitionen weitaus größere Chip-Nachfrage auslösen können.
  • Anleger fragen weiterhin, ob die Nachfrage nach KI-Infrastruktur wirklich unabhängig ist.

Nvidia-Chef Jensen Huang hat eine einfache Antwort für Anleger, die befürchten, der Chip-Hersteller finanziere seine eigenen Kunden: $1 investieren und $100 zurückbekommen.

Huang nutzte diese Kurzformulierung auf der Communacopia + Technology Conference von Goldman Sachs, um Nvidias zunehmende Investitionen im KI-Ökosystem zu verteidigen.

Trotzdem fiel die Nvidia-Aktie NASDAQ:NVDA um 2,37 % auf $218,36, ihr dritter Rückgang in Folge.

Der Nasdaq gab ebenfalls um 0,65 % nach, da sich die Renditen von US-Staatsanleihen 5 % näherten und der Ölpreis stark stieg – der Ausverkauf war somit nicht allein ein Urteil über Huang.

Nvidia hilft, die Käufer für seine GPUs aufzubauen

Huang wies Vorschläge zurück, Nvidias Investitionen seien zirkuläre Finanzierung.

„Es ist nicht zirkulär, weil wir ein bisschen Geld hineingeben und viel Geld zurückkommt“, sagte er auf der Goldman-Konferenz. Später fasste er die Logik noch deutlicher zusammen: „Ich investiere eins, und hundert kommen zurück.“

Die Zahl war rhetorisch gemeint und kein offengelegter hundertfacher Investitionsertrag.

Nvidia hat etwa $50 Milliarden in KI-Labore investiert. Zudem hat das Unternehmen Garantien von bis zu $105 Milliarden im Zusammenhang mit OpenAIs Rechenzentrumsprojekt in Ohio zugesagt, bei dem Nvidia exklusiver Chip-Lieferant ist.

Eine Finanzierungsplattform zielt darauf ab, rund $500 Milliarden an Drittkapital zu mobilisieren.

David Wagner von Aptus Capital Advisors sagte der Washington Post, er sei „überhaupt nicht besorgt“ und wies darauf hin, dass Institutionen wie BlackRock, Blackstone, Apollo und Goldman Sachs einen Großteil dieses Kapitals bereitstellen.

Nvidia beschleunigt damit effektiv die Infrastruktur, die die Nachfrage nach seinen Chips schafft.

Die unbequeme Frage ist, wie unabhängig diese Nachfrage ist

Lieferantenfinanzierung ist keineswegs neu. Luft- und Raumfahrt, Telekommunikation und Industrieunternehmen unterstützen seit Jahrzehnten Kunden beim Kauf teurer Ausrüstung.

Was Nvidia unterscheidet, ist das Ausmaß und die Vernetztheit des KI-Ausbaus.

Nvidia kann in ein KI-Unternehmen investieren, die Finanzierung für dessen Rechenzentrum unterstützen, die GPUs darin liefern und vom Wachstum dieses Kunden profitieren.

Das kann einen starken kommerziellen Kreislauf erzeugen. Es kann aber auch dazu führen, dass Kapitalfluss und Nachfrage zunehmend verflochten sind.

Gary Tan von Allspring Global Investments sagte der Los Angeles Times, dass „Kapital zunehmend verwendet wird, um künftige KI-Kunden und Infrastruktur-Bereitstellungen zu finanzieren.“

Das Risiko wird deutlicher, wenn die KI-Ausgaben nachlassen. Stark verschuldete Cloud-Betreiber benötigen hohe Auslastung und stabile Preise, um Schulden zu bedienen und neue Kapazitäten zu rechtfertigen.

Selbst enorme Bestellungen sind kein perfektes Signal

Nvidias Ausblick bleibt außergewöhnlich, da das Unternehmen im nächsten Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum von rund 70 % rechnet, während Goldman Sachs die Kaufempfehlung und ein Kursziel von $300 bekräftigte und dabei KI-Nachfrage und Angebotsdynamik anführte.

Mangel kann das Bestellverhalten verzerren.

Investor Dan Niles hat gewarnt, dass große Kunden bei knapper Versorgung weit mehr Chips anfragen können, als sie letztlich benötigen.

„Sie bestellen alle doppelt“, sagte er und erklärte, dass Hyperscaler möglicherweise überbestellen, weil sie erwarten, dass nur ein Teil ihrer angeforderten Lieferung ankommt.

Niles bleibt gegenüber Nvidia optimistisch, doch dieser Punkt erschwert die Interpretation der Nachfrage für Investoren.