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US-Renditen auf 19-Jahres-Hoch: Diese 5 Aktien drohen am stärksten zu leiden

US-Renditen auf 19-Jahres-Hoch: Diese 5 Aktien drohen am stärksten zu leiden
Devesh Kumar
15. Sept. 2026, 11:09 AM

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Nvidia (NVDA)

Buy Nvidia. Selbst bei 10‑jährigen Renditen über 5% stützt NVDAs aktuelle Dominanz im KI‑Computing (etwa 80% Marktanteil, zitiert) die Ertragskraft, sodass der Markt das Multiple neu bewerten kann, ohne das Geschäft zu beschädigen. Es ist der sauberste Weg, im KI‑Capex‑Zyklus long zu bleiben, während andere stärker vom Duration‑Risiko getroffen werden.

Kernrisiko: Die KI‑Nachfrage schwächt sich so stark ab, dass Anleger die kurzfristigen Umsatz‑/Gewinnprognosen kürzen, und nicht nur das Bewertungsmultiple.

CoreWeave (CLOU)

Sell CoreWeave. Es ist der zinssensibelste Name in der KI‑Infrastruktur: Das Unternehmen benötigt enormes Kapital für Rechenzentren und hat gerade ein $8.5B‑Darlehen aufgenommen, sodass höhere Finanzierungskosten sowohl die Bewertung als auch die Finanzierungsspielräume treffen. Im Artikel wird vertraglich zugesicherte, aber noch nicht verkaufte Stromkapazität hervorgehoben – genau dort kann ein Finanzierungsengpass zu Neuverhandlungen oder zu einer verlangsamten Aufbauphase zwingen.

Kernrisiko: Ein schneller Refinanzierungs‑/günstigeres Schuldenfenster, das den Finanzierungsengpass aufhebt und erlaubt, dass die vertraglich zugesicherte Kapazität planmäßig in Umsätze umgewandelt wird.

  • Eine Rendite von 5% bei US-Staatsanleihen erhöht jetzt die Anforderungen an den Growth‑Trade an der Wall Street.
  • Kapitalintensive KI‑Spieler stehen vor einem härteren Test, solange die Finanzierungskosten hoch bleiben.
  • Langfristige Wachstumsstorys riskieren eine Multiple‑Kompression, selbst ohne Kürzungen beim EPS.

Eine Rendite von 5% bei US-Staatsanleihen wird für die Wachstumswerte an der Wall Street zunehmend zur Herausforderung.

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe stieg am Dienstag auf 5,03%, den höchsten Stand seit 2007, da teures Öl, Inflationssorgen und die erwartete weitere Straffung durch die Federal Reserve einen neuen Verkauf von Anleihen auslösten.

Die Bewegung folgt auf Aufrufe zur Verlangsamung der Entwicklung von Frontier-Modellen, die KI-verbundene Aktien trafen.

CoreWeave-Aktie steht unter Finanzierungsdruck

Bei CoreWeave ist das Problem besonders deutlich, weil höhere Zinsen sowohl die Bewertung als auch das Geschäftsmodell treffen.

Der KI-Cloud-Anbieter benötigt enorme Kapitalmengen zum Aufbau von Rechenzentrums-Kapazität. Im März sicherte sich das Unternehmen ein $8.5 billion-Darlehen und erhöhte damit seine Eigen- und Fremdkapitalzusagen im vergangenen Jahr auf rund $28 Milliarden.

Das macht gestiegene Finanzierungskosten relevant, gerade weil Anleger darüber debattieren, ob ein langsameres Training von Frontier-Modellen die Nachfrage nach Infrastruktur abschwächen könnte.

„Der Name mit der größten Exponierung in unserer Abdeckung ist CoreWeave“, sagte Bernstein-Analystin Madison Rezaei gegenüber Yahoo Finance und verwies auf die Aussetzung des Unternehmens gegenüber vertraglich zugesicherter, aber noch nicht verkaufter Stromkapazität.

Marvell: 30‑Milliarden‑Chance liegt Jahre entfernt

Marvells Fall zeigt, wie höhere Renditen eine Aktie belasten können, selbst wenn die zugrunde liegende KI-Chance intakt bleibt.

Ein Analyst von Bank of America, Vivek Arya, hob eine $30 Milliarden‑Chance hervor, die bis Ende des Jahrzehnts mit Marvells Portfolio für kundenspezifische Chip‑Konnektivität und Netzwerklösungen verbunden ist.

Diese lange Zeithorizont schafft zugleich Duration‑Risiko. Investoren zahlen heute für Gewinne, die näher an 2030 erwartet werden.

Sobald US-Staatsanleihen mehr als 5% Rendite bieten, werden solche weit entfernten Cashflows in Barwert weniger wert und erhöhen die Renditeanforderung der Anleger, bevor sie Premium‑Multiples akzeptieren.

AMD muss eine höhere Bewertungsbarriere nehmen

Das Investment‑Argument für AMD hängt zunehmend von Marktanteilsgewinnen über Server‑CPUs, KI‑Beschleuniger und agentische Computing‑Infrastruktur ab.

Stifel‑Analyst Ruben Roy sagte nach Treffen mit Unternehmensvertretern gegenüber Investing.com, AMD erscheine „zuversichtlich und, bemerkenswerterweise, bei Server‑CPUs expansiver als bei GPUs”.

Stifel bestätigte sein Buy‑Rating und beließ das Kursziel bei $635.

Dieses Vertrauen stützt die langfristige These, beseitigt aber nicht die Zinsanfälligkeit.

Wenn Anleger in US‑Staatsanleihen mehr als 5% verdienen können, muss AMD stärkere Belege liefern, dass prognostizierte KI‑Gewinne und Marktanteilsgewinne termingerecht eintreffen, um eine Prämienbewertung zu rechtfertigen.

Nvidia kann neu bewertet werden, ohne schwächere Gewinne

Nvidia unterscheidet sich, weil das aktuelle KI‑Geschäft außergewöhnlich stark bleibt.

Piper Sandler‑Analyst David O’Connor nannte Nvidia in einem von TipRanks übernommenen Kommentar den „klaren Marktführer im KI‑Computing” und verwies auf einen geschätzten Marktanteil von rund 80% und anhaltende Lieferengpässe.

Doch starke Fundamentaldaten schützen die Aktie nicht vor höheren Renditen. Nvidia ist noch immer das klarste Instrument, um Vertrauen in einen langfristigen KI‑Capex‑Zyklus auszudrücken.

Steigt der Diskontsatz, können Anleger diesen zukünftigen Gewinnen einen niedrigeren Multiple zuweisen, ohne dass Analysten die kurzfristigen Umsatzprognosen senken müssen.

Tesla zeigt: Es geht um mehr als nur Chips

Tesla demonstriert, warum das Problem über den Halbleitermarkt hinausreicht.

Morgan Stanley‑Analyst Andrew Percoco bezeichnete Tesla kürzlich als „glaubwürdigen aufstrebenden Wettbewerber im Bereich autonomes Trucking”.

Die Bank sieht langfristiges Potenzial durch autonome Semi‑Software und andere Mobilitätsgeschäfte.

Diese Chancen sowie Robotaxis und Robotik liegen jedoch Jahre in der Zukunft.

Höhere Renditen verringern daher den Barwert von Teslas künftigen Gewinnströmen und können zugleich die Kosten für die Verbraucherauto‑Finanzierung erhöht halten.