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Das deutsche IFO-Geschäftsklima bringt im Januar schlechte Nachrichten für die deutsche Wirtschaft

Das deutsche IFO-Geschäftsklima bringt im Januar schlechte Nachrichten für die deutsche Wirtschaft
Michael Harris
28. Jan. 2020, 12:31 PM
  • Das deutsche IFO-Geschäftsklima sinkt im Januar auf 95,9 gegenüber den Analystenerwartungen von 97,1.
  • Der EUR / USD hat am Montag nach den Wirtschaftsdaten die entscheidende Unterstützung von 1,10 in herausgefordert.
  • Die deutsche Wirtschaft verzeichnete 2019 ein jährliches Wachstum von 0,6% mit einer Prognose von rund 1% für 2020.

Das IFO-Institut für Wirtschaftsforschung gab am Montag seinen deutschen IFO-Geschäftsklimabericht für Januar bekannt. Druck schlechter als erwartet, haben die Wirtschaftsdaten eine Abwärtsbewegung in der europäischen Währung ausgelöst.

Die deutsche Geschäftsmoral verzeichnete laut Montagsbericht im Januar einen starken Rückgang. Die Aussicht auf eine Rezession war die Rede von den Finanzmärkten in Deutschland im Jahr 2019. Während es die größte europäische Wirtschaft letztes Jahr geschafft hat, der Bedrohung auszuweichen, deuten die Ergebnisse der heute angekündigten Umfrage darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft das neue Jahr nicht auf dem richtigen Fuß begonnen hat.

Das deutsche IFO-Geschäftsklima sinkt auf 95,9 im Januar

In Zahlen ausgedrückt lag das deutsche IFO-Geschäftsklima im Januar bei 95,9. Im Dezember lag der Wert bei 96,3, woraufhin Analysten mit einer weiteren Verbesserung auf 97,1 im Januar gerechnet hatten. Der negative Ausblick belastete den EUR / USD am Devisenmarkt und drückte ihn weiter nach unten, als er ein neues Tief bei 1,10 verzeichnete.

Zu dem Bericht vom Montag, Clemens Fuest, erklärte der Präsident der IFO, dass die deutsche Wirtschaft zu Beginn des neuen Jahres eine vorsichtige Stimmung anspreche. Fuest bemerkte auch, dass trotz einer geringfügigen Verbesserung der Unternehmensbewertung der aktuellen Situation ihre Aussichten im Januar weitgehend pessimistisch blieben.

Nach den heutigen Wirtschaftsdaten konnte der deutsche Dienstleistungssektor das im Januar stark gesunkene Geschäftsvertrauen nicht aufrechterhalten. Das verarbeitende Gewerbe gab jedoch in diesem Monat Signale für eine leichte Erholung. Der Ökonom Klaus Wohlrabe von IFO kommentierte die Daten ebenfalls und hob hervor, dass die letzten drei Monate dazu beigetragen haben, die Geschäftsunsicherheit in Deutschland dank der bemerkenswerten Fortschritte an der Handelsfront zwischen den Vereinigten Staaten und China abzubauen. Er fügte hinzu, dass sich die Aussichten ebenfalls verbesserten, da die vom Brexit getriebene Unsicherheit langsam nachließ. Wohlrabe zufolge hat der Iran-Konflikt am Montag nicht viel zur Ausrichtung der Umfrageergebnisse beigetragen.

Deutsche Wirtschaftsmoral kompensiert den PMIs-Optimismus der letzten Woche

Die deutschen Einkaufsmanagerindikatoren für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor hatten in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass die deutsche Wirtschaft rasch an Fahrt gewinnt. Die Daten vom Montag konnten jedoch den Optimismus der letzten Woche ausgleichen, der darauf hindeutet, dass die Wirtschaft weiterhin unter Druck steht.

Bezogen auf das jährliche Wachstum erzielte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2019 0,6%, was als das schwächste des Landes seit 2013 gilt. Da die Arbeitstage im Jahr 2020 voraussichtlich ungewöhnlich hoch sein werden, strebt die Regierung ein jährliches Wachstumsziel von 1% an für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr. Die aktualisierte Wachstumsprognose wird am Mittwoch von der Regierung veröffentlicht. Die Prognose soll laut Handelsblatt bis 2020 geringfügig auf 1,1% bis 1,2% angehoben werden.