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Die Bank of England beschließt, die Zinssätze auf ihrer geldpolitischen Sitzung im Januar unverändert zu lassen

Die Bank of England beschließt, die Zinssätze auf ihrer geldpolitischen Sitzung im Januar unverändert zu lassen
Michael Harris
31. Jan. 2020, 14:35 PM
  • Die Bank of England beschließt, die Zinssätze auf ihrer geldpolitischen Sitzung im Januar unverändert zu lassen.
  • Der Leitzins blieb mit 0,75% unverändert, nachdem die politischen Entscheidungsträger mit 7: 2 für keine Änderung gestimmt hatten.
  • Das Pfund Sterling stieg nach der Ankündigung der BoE gegenüber dem USD auf dem Devisenmarkt um 0,6%.
  • Die BoE senkte ihre Schätzung für das vierteljährliche BIP auf Null und prognostizierte für 2020 ein Wirtschaftswachstum von 0,8%.

Die Bank of England (BoE) hat bei ihrer letzten geldpolitischen Sitzung unter dem Vorsitz von Gouverneur Mark Carney beschlossen, die Zinssätze am Donnerstag unverändert zu lassen.

Der Leitzins blieb laut Quellen unverändert bei 0,75%, nachdem die Politik der BoE mit 7: 2 für eine Änderung der Geldpolitik gestimmt hatte. Das Pfund Sterling wurde nach der Ankündigung der BoE gegenüber dem Greenback am Devisenmarkt um 0,6% höher gehandelt. Cable erreichte am Donnerstag das Niveau von 1,3110.

Vertrauen und Aktivität nach den britischen Parlamentswahlen verbessert

Das britische Bruttoinlandsprodukt blieb unter dem Druck der Komplikationen des Brexit, bei dem einige politische Entscheidungsträger, darunter Gouverneur Carney, auf die Notwendigkeit einer Zinssenkung hingewiesen hatten. Die jüngsten Wirtschaftsdaten vom Januar deuteten jedoch darauf hin, dass sich das Vertrauen und die Aktivität nach dem Sieg von Premierminister Johnson bei den Parlamentswahlen in Großbritannien am 12. Dezember verbessert haben. Die Bank of England hat daher beschlossen, mit der Bekanntgabe der nächsten Zinssenkung zu warten.

Laut den Analysten ist es eine entscheidende Zeit für die britische Wirtschaft, da sie am Freitag um 23.00 Uhr aus der Europäischen Union austreten wird. In den kommenden Monaten werden beide Parteien die Verhandlungen verlängern, um ein umfassenderes Handelsabkommen zu erzielen.

Die Bank of England hat sich nach Ansicht von Experten als eine der wenigen herausgestellt, die in Zeiten des globalen Konjunkturabschwungs der geldpolitischen Nachsicht aus dem Weg gegangen sind. Insgesamt 131 Leitzinssenkungen kündigten die Zentralbanken im Jahr 2019 weltweit an.

Die BoE räumte jedoch ein, dass die Aussichten in den kommenden Monaten voraussichtlich ungewiss bleiben werden. Die Zentralbank schätzte für 2020 ein schwaches Wirtschaftswachstum von 0,8% gegenüber 1,3% im Vorjahr. Nach der Übergangsphase erwartet die Bank für das Jahr 2021 ein Wirtschaftswachstum in Großbritannien von 1,5%.

BoE senkte ihre Schätzung für das vierteljährliche BIP auf Null

Die britische Zentralbank hatte für das vierte Quartal mit 0,2% des BIP gerechnet. Ab Dezember wurde die Prognose stattdessen auf 0,1% gekürzt. Auf ihrer geldpolitischen Sitzung im Januar teilte die BoE mit, dass ihre Schätzung für das vierteljährliche BIP weiter auf Null gesunken sei.

Die Inflationsrate des Verbraucherpreisindex (VPI) sank im letzten Monat auf 1,3%. Die Kerninflation des VPI sank hingegen auf 1,4%, während die Kerninflation des Dienstleistungssektors unter ihrem angestrebten konstanten Bereich blieb. Die Bank zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass Inflation und Wachstum mit zusätzlicher Klarheit in Bezug auf den Brexit das Tempo im Jahr 2021 aufholen dürften. Bis zum Ende des nächsten Jahres dürfte die Inflation voraussichtlich um das 2% -Ziel liegen.