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Die monatliche Industrieproduktion sinkt in Deutschland stark, was die Anzeichen einer bevorstehenden Rezession verstärkt

Die monatliche Industrieproduktion sinkt in Deutschland stark, was die Anzeichen einer bevorstehenden Rezession verstärkt
Michael Harris
11. Feb. 2020, 09:37 AM
  • Die monatliche Industrieproduktion sinkt in Deutschland stark, was die Anzeichen einer bevorstehenden Rezession verstärkt.
  • In Deutschland stiegen die Exporte im Dezember im Vergleich zum Vormonat nur um 0,1%.
  • Vorläufige Daten gaben für 2019 ein Wachstum von 0,6% in Deutschland bekannt, das als das schwächste seit 2013 eingestuft wurde.

Die Aussicht auf eine Rezession in Deutschland ist seit einigen Monaten ein Thema an den Finanzmärkten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Debatte bei Investoren und Analysten wieder lebendig, da die monatlichen Produktionsdaten seit Januar 2009 am Freitag am schlechtesten sind.

Die Daten vom Freitag haben den fünften Rückgang der monatlichen Industrieproduktion in Deutschland in den vergangenen sieben Monaten verdeutlicht. Nach dem Rückgang im Dezember verzeichneten die deutschen Daten 2019 einen Rückgang der Industrieproduktion um rund 7%.

Die Exporte stiegen im Dezember nur um 0,1%

Der Bericht hob ferner hervor, dass das Wachstum der Exportfront auch im Dezember nicht signifikant war, da der Wert im Vergleich zum Vormonat nur um 0,1% anstieg. Die Daten waren nach Angaben der Analysten ein zusätzlicher Druck auf die größte europäische Volkswirtschaft. Zu Beginn der Woche gaben die Fabrikbestellungen in Deutschland im Vergleich zum Vormonat um 2,1% nach.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, kommentierte die Daten vom Freitag und hob hervor, dass die Gründe für die steigenden Aussichten auf eine Rezession in Deutschland zahlreich sind. Er verwies auf den Coronavirus-Notfall in China, die Verlangsamung des Welthandels, den Brexit, geopolitische Konflikte und einen schwachen Finanzsektor in ganz Europa und empfahl, dass die deutschen Behörden unverzüglich Maßnahmen ergreifen sollten, wenn das Land mit einer Umgehung der Rezession rechne.

Der Forex Markt reagierte nicht aggressiv auf die Daten

Die Daten vom Freitag hatten jedoch keinen großen Einfluss auf den Forex-Markt. EUR / USD, eines der am häufigsten gehandelten Währungspaare, verzeichnete am Freitag keine signifikante Bewegung, die auf die Daten zurückgeführt werden konnte. Trotzdem betonte der Chefökonom Carsten Brzeski von ING Deutschland, dass die Hinweise vom Freitag auf ein höheres Risiko für den nächsten BIP-Bericht, der für nächste Woche geplant ist, deutlich hinter der Schätzung zurückbleiben. In einem solchen Fall, fügte Brzeski hinzu, werde die Aussicht auf eine Rezession in Deutschland größer sein als je zuvor.

Deutschland hat in den vergangenen 18 Monaten in Kürze eine Rezession gefordert, in der es zweimal in zwei Quartalen zu Kontraktionen gekommen ist. Die vorläufigen Daten kündigten für 2019 ein Wachstum von 0,6% in Deutschland an, das als das schwächste seit 2013 eingestuft wurde.

Die Regierung selbst hat am Freitag hervorgehoben, dass die Industriekonjunktur derzeit insgesamt belastet ist. Weitere Einblicke in die deutsche Wirtschaft werden verfügbar sein, sobald der BIP-Bericht in der kommenden Woche veröffentlicht wird.