EU-Industriekommissar sagt, die EU sei nicht verpflichtet, sich an die Standards von Facebook anzupassen

EU-Industriekommissar sagt, die EU sei nicht verpflichtet, sich an die Standards von Facebook anzupassen
  • EU-Industriekommissar sagt, die EU sei nicht verpflichtet, sich an die Standards von Facebook anzupassen.
  • Thierry Breton ignorierte die Vorschläge milder Vorschriften von Facebook weitgehend.
  • Laut Breton wird die Notwendigkeit strengerer Vorschriften bis Ende 2020 gründlich geprüft.
  • Facebooks NPE-Einheit (New Product Experimentation) startete einen Pinterest-Konkurrenten namens Hobbi.

Thierry Breton, der EU-Industriekommissar, erinnerte Facebook am Montag daran, dass es Sache des sozialen Netzwerks ist, seine Richtlinien und Operationen gemäß den europäischen Standards auszurichten und nicht umgekehrt. Breton missachtete die von den bekannten US-amerikanischen Social Media vorgeschlagenen Internetregeln weitgehend als unzureichend.

Bretons Kommentar kam nach dem Treffen von CEO Mark Zuckerberg mit dem EU-Industriekommissar. Breton wird außerdem den ersten Regelungsentwurf bekannt geben, der für US-amerikanische Technologieunternehmen und eine Reihe staatseigener chinesischer Unternehmen gelten wird.

Das endgültige Urteil über strengere Vorschriften bis Ende 2020 wird später bekannt gegeben

In seinen Gesprächen mit den Reportern nach dem Treffen hatte CEO Zuckerberg kommentiert, dass sein Gespräch mit Breton gut verlief und eine Reihe relevanter Themen abdeckte. Breton war zuvor CEO bei Atos (französisches Technologieunternehmen) und Orange (französischer Telekommunikationsanbieter).

In seiner Ankündigung betonte Breton auch, dass eine sorgfältige Bewertung bestimmen wird, ob es erforderlich ist, bis Ende 2020 strengere Richtlinien als Bestandteil des zuvor eingeführten Gesetzes über digitale Dienste umzusetzen, das darauf abzielt, die Online-Plattformen zu regulieren und ihre Verantwortlichkeiten zu definieren.

Facebook hat am Montag ein Diskussionspapier veröffentlicht, in dem die neueren, noch umzusetzenden Vorschriften als aufdringlich bezeichnet wurden und Vorschläge zur Umsetzung milder Regeln zur Förderung des Geschäfts solcher digitaler Unternehmen unterbreitet wurden. Der EU-Industriekommissar lehnte die Vorschläge jedoch weitgehend ab und lehnte das Papier von Facebook mit der Bemerkung ab, dass es für die Online-Plattformen nicht ausreiche, Durchsetzungsdaten zu veröffentlichen und Inhalte nur regelmäßig zu melden.

Facebooks Performance an der Börse in den letzten 14 Monaten

Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt Facebook derzeit mit 214,18 USD je Aktie an der Börse, was einem Anstieg der Aktienkurse um rund 2% im Jahr 2020 entspricht. Das größte soziale Netzwerk entwickelte sich 2019 weitgehend positiv. Anfang letzten Jahres notierte die Aktie bei rund 135 USD. Gegen Ende des Jahres 2019 tauschte Facebook die Hände zu einem Preis von rund 208 USD je Aktie, was einer massiven jährlichen Erhöhung der Aktien um 55% entspricht. Facebook hat Ende Januar 2020 die Marke von 223 USD je Aktie erreicht, die als Rekordhoch für das Unternehmen an der Börse eingestuft wurde.

In separaten Nachrichten hat die NPE-Einheit (New Product Experimentation) des Unternehmens im Wert von 610,51 Milliarden US-Dollar kürzlich einen Pinterest-Konkurrenten namens Hobbi auf den Markt gebracht. Die neue Plattform muss jedoch noch auf sich aufmerksam machen und in die Mainstream-Medien gebracht werden.

Von Michael Harris
Ich habe Anfang 20 für ein Unternehmen vor Ort mit dem Traden begonnen und seitdem meine Kenntnisse und meine Passion fürs Schreiben kombiniert, um ein Nachrichtenautor zu werden. Ich bin leidenschaftlich daran interessiert, den Lesern aufschlussreiche Artikel zu liefern und hoffe, dazu beitragen zu können, den Wert Ihrer Portfolios zu steigern.
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