Der britische Dienstleistungssektor wächst im Februar langsamer als erwartet

Der britische Dienstleistungssektor wächst im Februar langsamer als erwartet
Written by:
Michael Harris
6th März, 15:15
Updated: 11th März, 08:52
  • Der britische Dienstleistungssektor wächst im Februar langsamer als erwartet.
  • Der PMI des britischen Enddienstes fällt auf 53,2 im Februar gegenüber 53,9 im Januar.
  • Die britische Wirtschaft dürfte im laufenden Quartal um 0,2% wachsen.
  • Wirtschaftswissenschaftler erwarten, dass der Coronavirus-Notfall die britische Wirtschaft weiter belasten wird.

IHS Markit gab am Mittwoch seinen Bericht über den britischen Index für Einkaufsmanager für Enddienstleistungen (PMI) bekannt. Die Wirtschaftsdaten deuten darauf hin, dass der PMI für Dienstleistungen im Februar auf 53,2 gesunken ist, nachdem im Januar 53,9 der beste Wert seit 16 Monaten war. Den Experten zufolge wurde der Optimismus im Januar vor allem durch den Sieg der Konservativen bei den Parlamentswahlen in Großbritannien am 12. Dezember angeheizt, der den Austritt aus der Europäischen Union beschleunigte. Im Februar hat das Coronavirus jedoch den Messwert belastet.

Kommentare des Ökonomen Chris Williamson zu den Daten vom Mittwoch

Der Wirtschaftswissenschaftler Chris Williamson kommentierte am Mittwoch die Daten von IHS Markit und sagte, dass es aufgrund der durch Coronavirus verursachten Störungen des globalen Geschäftsbetriebs höchst ungewiss sei, ob die britische Wirtschaft in den kommenden Monaten den Gewinn ihres PMI für Dienstleistungen aufrechterhalten könne. Er kommentierte auch:

„Die Umfragedaten lassen die politischen Entscheidungsträger zwischen den aktuellen Anzeichen eines verbesserten Wirtschaftswachstums und steigenden Preisen jonglieren, während sich die Risiken für die Aussichten deutlich verschärft haben.“

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Die Daten von IHS Markit vom Mittwoch deuteten auch darauf hin, dass die britische Wirtschaft im laufenden Quartal voraussichtlich um 0,2% wachsen wird, was sich im Vergleich zum Ende des letzten Jahres verbessert. Mark Carney, der derzeitige Gouverneur der Bank of England (BoE), bekräftigte am Dienstag hingegen, dass die potenziellen Auswirkungen des Gesundheitsnotstands in China auf die Wirtschaftstätigkeit des Vereinigten Königreichs wahrscheinlich schwerwiegend sein werden und die politischen Entscheidungsträger sich verpflichtet haben, alle Optionen, um der Verlangsamung entgegenzuwirken.

Die oben genannte Umfrage sammelte Daten vom 12. bis 26. Februar. Da die Auswirkungen des Coronavirus erst Ende letzten Monats auf die Weltwirtschaft auftraten, spiegelt sich das gesamte Spektrum seiner Auswirkungen auf die britische Wirtschaft immer noch nicht genau in den Daten vom Mittwoch wider.

Reaktion auf dem Forex-Markt

Trotz des Aufschwungs für die britische Wirtschaft, der sich aus dem Sieg von Premierminister Johnson bei den Parlamentswahlen im Dezember ergab, brach das verarbeitende Gewerbe im Februar ein, da die Viruskrise laut Angaben vom Montag die Lieferketten der Fabriken belastete.

Der Dienstleistungssektor meldete hingegen die schwächste Schaffung von Arbeitsplätzen seit drei Monaten, da die Unternehmen die weltweite wirtschaftliche Unsicherheit als vorsichtiger gegenüber einer Ausweitung der Einstellungen bezeichneten. Der Geschäftsoptimismus im britischen Dienstleistungssektor erreichte in den letzten 5 Jahren jedoch immer noch ein Rekordhoch.

Das GBP / USD-Währungspaar stieg von 1,2770 am Mittwoch auf ein Tageshoch von 1,2870. Am Donnerstag verlängerte das Unternehmen seine Aufwärtsrallye, wobei das Paar derzeit bei 1,2905 auf dem Devisenmarkt die Hände wechselte.

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