USD/MXN: Die Peso-Rallye schwächt sich ab, da der niedrige Ölpreis mit den schwachen Daten zu den Einzelhandelsumsätzen konvergiert

USD/MXN: Die Peso-Rallye schwächt sich ab, da der niedrige Ölpreis mit den schwachen Daten zu den Einzelhandelsumsätzen konvergiert
  • Die USD/MXN-Paarung stieg heute an, da Investoren auf die fallenden Rohölpreise reagierten.
  • Daten aus Mexiko zeigten, dass die Einzelhandelsumsätze im März schrumpften, während sich die Inflation im Mai verlangsamte.
  • Andere Ölwährungen wie der kanadische Dollar und der mexikanische Peso haben sich ebenfalls abgeschwächt.

Die USD/MXN-Paarung stieg um mehr als 40 Basispunkte, da die Anleger auf die fallenden Rohölpreise und die schwachen Einzelhandelsumsätze reagierten.

Mexican peso
USD/MXN steigt, da Rohöl und Einzelhandelsumsätze enttäuschen

USD/MXN steigt mit sinkendem Rohölpreis

Mexiko ist einer der größten Rohölproduzenten der Welt. Das Land fördert täglich mehr als 2,4 Millionen Barrel Öl und ist damit der 17. größte Ölproduzent der Welt. Der größte Teil dieses Öls – etwa 1,23 Millionen Barrel – wird exportiert und bringt dem Land die wertvollen Devisen ein. Auch der Energiesektor beschäftigt in Mexiko Tausende von Menschen.

Es besteht daher eine enge Korrelation zwischen den Ölpreisen und dem mexikanischen Peso. Der mexikanische Peso ist in diesem Jahr gegenüber dem Dollar um mehr als 22 Prozent gefallen. Dies ist zum Teil auf den zweistelligen Rückgang des Ölpreises zurückzuführen.

Heute stieg die USD/MXN-Paarung um mehr als 0,40%, als der Ölpreis abstürzte. Analysten führen den Rückgang auf die anhaltenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China zurück. Die Entscheidung Chinas, das BIP-Ziel aufzuheben, trug ebenfalls zu diesem Einbruch bei.

Analysten glauben, dass die chinesische Wirtschaft schneller als erwartet schrumpfen wird, da das Land seine Investitionen in die Infrastruktur aufgibt oder verlangsamt. Ebenso wird sich der neue Konflikt mit den Vereinigten Staaten auf die Nachfrage auswirken, da er das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen wird.

Andere Öl-Währungen wie der kanadische Dollar, der mexikanische Peso und der russische Rubel schwächten sich heute ebenfalls ab.

Mexikanischer Peso sinkt nach schwachen Einzelhandelsumsätzen ab

Die USD/MXN-Paarung stieg auch aufgrund der schwachen mexikanischen Einzelhandelsumsätzen. Daten des Statistikamtes zeigten, dass die Einzelhandelsumsätze im März um 0,8 Prozent zurückgingen. Die Verkäufe stürzten im Jahresvergleich um 1,3 Prozent ab, nachdem sie im Vormonat noch um 2,5 Prozent gestiegen waren. Nach Angaben des Amtes war dies das schlechteste Ergebnis seit Februar 2019. Schlimmer noch, die Daten beinhalten nicht den April, in dem das Land einen Lockdown durchführte.

Mexiko ist nicht das einzige Land, in dem die Einzelhandelsumsätze zurückgegangen sind. Nach Angaben des Office of National Statistics (ONS) sind die Einzelhandelsumsätze in Großbritannien um einen beispiellosen Mai zurückgegangen. Der gleiche Trend ist in Japan und Europa zu beobachten.

Mexiko leidet auch unter der niedrigen Inflation. Laut INEGI ist der Verbraucherpreisindex in der ersten Februarwoche nur um 0,30% gestiegen. Der Kern-VPI stieg um 0,30%. Das Ministerium führte die Inflationsdaten auf höhere Warenpreise zurück, die um 0,36% stiegen, während die Preise für Dienstleistungen um 0,12% zunahmen. Ferner stiegen die Preise für landwirtschaftliche Produkte um 2,3%, während die Preise für Energie um 1,20% fielen.

Technischer Ausblick USD/MXN

USD/MXN
USD/MXN technische Prognose

Der USD/MXN wird bei 22,9387 gehandelt, was unter dem YTD-Hoch von 25,7585 liegt. Auf der Tages-Chart verzeichnete das Paar in den vergangenen vier Tagen einen stetigen Rückgang, da die Investoren den höheren Ölpreis bejubelten. Der Preis hat auch den 50-Tage-EMA überschritten, aber er bleibt über dem 100-Tage-EMA.

Außerdem liegt der Preis entlang dem 38,2% Fibonacci-Retracement-Level. Daher wird der Abwärtstrend so lange anhalten, wie sich der Preis unter das 38% Fib-Level von 23.000 bewegt. Andererseits wird eine Bewegung über das 23,6%-Retracement-Level von 24,000 diesen Trend ungültig machen.

Von Crispus Nyaga
Crispurs Nyaga ist ein Finanzanalyst und Trader mit über 7 Jahren an Erfahrung in der Branche. Er durfte bereits etliche Beiträge für die weltweit führenden Finanzmarken beitragen, darunter Seeking Alpha, MarketWatch, Forbes und Investing.com. Crispus verfügt über ein ausgezeichnetes Verständnis der globalen makroökonomischen und geopolitischen Elemente, ist ein begeisterter Golf Spieler und lebt derzeit in Nairobi mit seiner Frau, Sohn und seinem Neffen.
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