Wirtschaftskalender: Fokus verlagert sich auf die Zinsentscheidungen der RBNZ, SNB und der türkischen Zentralbank

Wirtschaftskalender: Fokus verlagert sich auf die Zinsentscheidungen der RBNZ, SNB und der türkischen Zentralbank
Written by:
Crispus Nyaga
21st September, 13:02
  • Die SNB, RBNZ, Norges Bank, Riksbank und die türkische Zentralbank stehen im Rampenlicht
  • Laut Analysten werden die Banken die Zinssätze unverändert lassen, aber die türkische Bank könnte sie erhöhen
  • Markit wird Flash-PMIs für Fertigung und Dienstleistungen aus ausgewählten Ländern veröffentlichen

Der Wirtschaftskalender war in der vergangenen Woche ereignisreich, als der Markt auf die Zinsentscheidungen der Bank of England (BOE), Bank of Japan (BOJ) und der US-Notenbank reagierte. Die drei Banken ließen die Zinssätze unverändert, wie von den meisten Analysten erwartet. Wir erhielten auch wichtige Zahlen wie die US-Einzelhandelsumsätze, Baubeginne und Baubewilligungen. Schauen wir uns die wichtigsten Ereignisse im Wirtschaftskalender dieser Woche an.

Zinsentscheidung der türkischen Zentralbank

Die Türkische Lira befindet sich in letzter Zeit in Schwierigkeiten. In der vergangenen Woche fiel sie auf ein Rekordtief gegenüber den meisten wichtigen Währungen wie Dollar, Euro und Pfund. Die Schwäche entsteht, weil Händler auf die jüngsten Interventionen der Regierung und der Zentralbank reagieren. Daher wird der Markt die Zinsentscheidung der türkischen Zentralbank am Donnerstag mit großer Spannung erwarten. Die von Reuters befragten Analysten erwarten jedoch, dass die Zentralbank die Zinssätze unverändert bei 8,25% belassen wird. Gleichzeitig besteht auch die Möglichkeit, dass sie die Zinssätze leicht erhöhen wird, um die Schwäche der Währung einzudämmen.

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Türkische Lira sinkt

Turkish lira

Zinsentscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB)

Die SNB wird ihre Sitzung am Mittwoch beginnen und am Donnerstag ihre Zinsentscheidung veröffentlichen. Diese Entscheidung fällt in eine Zeit, in der sich die Schweizer Wirtschaft bescheiden erholt hat. Die Geschäftstätigkeit hat zugenommen und die Arbeitslosenquote ist niedrig geblieben. Die Daten aus den europäischen Nachbarländern fielen ebenfalls positiv aus. Gleichzeitig war der Schweizer Franken in letzter Zeit relativ stark. Gegenüber dem Dollar hat er in den letzten drei Monaten um fast 4 Prozent zugelegt. In der Vergangenheit hat sich die SNB über die Schwäche des Frankens beschwert, was bedeutet, dass sie weitere Zinssenkungen signalisieren könnte.

Zinsentscheidung der neuseeländischen Zentralbank

Die neuseeländische Zentralbank hat heute ihr geldpolitisches Treffen begonnen. Die von Reuters befragten Analysten glauben, dass die Bank die Zinssätze morgen intakt lassen wird. Wie die Bank of England wird sie wahrscheinlich auch ihre Wirtschaftsaussichten für das Land erhöhen. Der Grund dafür ist, dass die Regierung des Landes es geschafft hat, mit der zweiten Welle des Virus fertig zu werden. Auch seine engsten Handelspartner wie China und Australien haben starke Wirtschaftszahlen gemeldet. In anderen Ländern wird erwartet, dass die Riksbank und die Norges Bank die Zinssätze am Dienstag und Donnerstag unverändert lassen werden.

Flash PMIs

Markit und seine Partnerinstitutionen werden heute die Flash-PMI-Zahlen für Produktion und Dienstleistungen veröffentlichen. Diese Zahlen werden einen Überblick über den Zustand der beiden Sektoren geben. Analysten zufolge werden die Zahlen zeigen, dass die PMIs in den meisten Ländern über 50 blieben, was ein Zeichen der Erholung ist. Für Deutschland erwarten sie einen Anstieg des PMI des verarbeitenden Gewerbes auf 52,5 gegenüber den bisherigen 52,2. In Frankreich, der Eurozone und den USA gehen sie davon aus, dass die Daten auf 50,5, 51,9 und 53,2 gestiegen sind.

Weitere Wirtschaftsdaten

Im Wirtschaftskalender dieser Woche gibt es weitere Schlüsselzahlen. Heute wird das kanadische Statistikamt den neuen Immobilienpreisindex veröffentlichen, der zwei Tage nach der Veröffentlichung schwacher Daten zu den Einzelhandelsumsätzen erfolgt. Morgen werden wir die Zahlen zu den bestehenden Hausverkäufen erhalten und uns die Aussage von Jerome Powell im Kongress anhören. Am Mittwoch wird die BOJ das Protokoll ihrer Sitzung von letzter Woche veröffentlichen, während Neuseeland seine Handelszahlen mitteilen wird. Am Donnerstag werden wir die Daten zu neuen Hausverkäufen und Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung aus den USA erhalten. Und schließlich werden die USA am Freitag die Aufträge für langlebige Güter bekannt geben.

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