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EUR/USD: Dead Cat Bounce im Vorfeld der US-Inflationsdaten

EUR/USD: Dead Cat Bounce im Vorfeld der US-Inflationsdaten
Crispus Nyaga
09. März 2021, 19:20 PM
  • Das EUR/USD-Paar stieg im Vorfeld der US-Inflationsdaten
  • Das Währungspaar stieg nach den gemischten EU-BIP-Daten und sinkenden Renditen
  • Der US-Dollar-Index gab heute um mehr als 0,30% nach

Der EUR/USD-Kurs erholte sich heute, da der Markt über den US-Anleihemarkt und die relativ starken europäischen Wirtschaftsdaten reflektierte. Das Währungspaar stieg auf 1,1915 und lag damit 0,70% über dem gestrigen Tief von 1,1833.

Ausverkauf des US-Dollars

Die EUR/USD-Kursentwicklung ist hauptsächlich auf den relativ schwachen US-Dollar und die Renditen der US-Staatsanleihen zurückzuführen. Die kurz- und längerfristigen Staatsanleihen sind gestiegen, da die Anleger eine stärkere wirtschaftliche Erholung in den Vereinigten Staaten erwarten.

Außerdem verabschiedet die US-Regierung gerade ein weiteres Konjunkturpaket in Höhe von 1,9 Bio. $. Außerdem intensiviert die Regierung die Impfungen. Bereits mehr als 50 Millionen Amerikaner wurden geimpft und die Zahl der Neuinfektionen ist gesunken.

US-Renditekurve

Der US-Dollar-Index gab heute um mehr als 0,30% nach. Die Währung fiel gegenüber dem Euro um 0,50%, gegenüber dem Pfund Sterling um 0,40%, gegenüber der Schwedischen Krone um 0,70% und gegenüber dem Schweizer Franken um 0,60%.

Der EUR/USD-Kurs stieg ebenfalls, als Devisenhändler über die endgültigen Zahlen zum EU-BIP nachdachten. Laut Eurostat schrumpfte die europäische Wirtschaft im 4. Quartal um 0,7%. Dieser Rückgang erfolgte nach einem starken Aufschwung im 3. Quartal und war hauptsächlich auf die Sperren im letzten Teil des Monats zurückzuführen.

Die Daten kamen einen Tag vor einem wichtigen Treffen der Europäischen Zentralbank (EZB), das morgen beginnen wird. Analysten gehen davon aus, dass die Zentralbank ihre Instrumente zur Bekämpfung von Pandemien wie die Zinssätze unverändert lassen wird. Sie wird auch bekräftigen, dass sie die Zinsen weiterhin konstant halten wird, bis die Arbeitslosenquote sinkt und die Inflation steigt. Dennoch werden die Analysten auf die Kommentare der Bank zu den steigenden Renditen in den USA und anderen Ländern achten.

Das EUR/USD-Paar wird auch auf die neuesten US-Inflationszahlen reagieren, die morgen veröffentlicht werden. Dies werden wichtige Zahlen sein, da sie die Renditekurve beeinflussen werden. Ökonomen erwarten, dass der Gesamt-Verbraucherpreisindex (VPI) im Februar auf 1,8% gestiegen ist.

EUR/USD technischer Ausblick

Der EUR/USD-Kurs hat sich heute erholt. Auf dem 2-Stunden-Diagramm haben die 25- und 15-periodischen gleitenden Durchschnitte bereits einen bullishen Crossover gebildet. Gleichzeitig sinkt auch der Average Directional Movement Index (ADX). Der Kurs befindet sich auch leicht unterhalb der absteigenden Trendlinie. Daher besteht die Möglichkeit, dass es sich um einen Dead Cat Bounce handelt, was bedeutet, dass das Währungspaar weiter fallen könnte.