Das SPAC von Bill Ackman verklagt - Kläger behaupten, die Direktoren erhielten hohe Vergütungen

Das SPAC von Bill Ackman verklagt - Kläger behaupten, die Direktoren erhielten hohe Vergütungen
Ruchi Gupta
17. Aug. 2021, 21:30 PM
  • Es wird eine Klage gegen Bill Ackmans angeschlagene SPAC eingereicht
  • Angeblich hat es den Direktoren eine Entschädigung für den Widerruf des Sonderstatus der Firma angeboten
  • Laut dem Sprecher von Pershing Square Capital Management sind die Vorwürfe unbegründet

Medienberichten zufolge wird das SPAC von Bill Ackman, Pershing Square Tontine Holdings (NYSE: PSTH) verklagt. Personen, die diese Angelegenheit vor Gericht anfechten, behaupten, dass Direktoren eine hohe Entschädigung für den Widerruf des Sonderstatus des Unternehmens erhalten haben. Vor diesem Hintergrund weist ein Sprecher von Pershing Square die Vorwürfe zurück und bezeichnet sie als unbegründet.

Laut Behauptungen ist Pershing Square Holdings kein Unternehmen

Der ehemalige Kommissar der US-Börsenaufsichtsbehörde, Robert Jackson, und Rechtsprofessor in Yale John Morley, behaupten in der Klage, Pershing Square Holdings sei gar kein Unternehmen. Stattdessen behauptet das Duo, dass es sich tatsächlich um eine Investmentgesellschaft handelt, genau wie Ackmans Hedgefonds. Die beiden fügten hinzu, dass das Unternehmen den Investment Company Act von 1940 einhalten sollte.

Gemäß der Klage erhielten die Sponsoren von SPAC 880 Mio. $ durch den Rückkauf von Optionsscheinen

Der Klage zufolge haben die Sponsoren von SPAC durch den Rückkauf von Optionsscheinen 880 Mio. $ erhalten. Es wird behauptet, dass die Optionsscheine zum 13-fachen ihres ursprünglichen Preises gekauft wurden. Optionsscheine ermöglichen es Anlegern, eine Aktie zu einem bestimmten Preis vor einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen. Diesbezüglich heißt es in der Einreichung der Klage:

Der Sprecher von Pershing Square reagiert auf die Klage

Ein Sprecher von Pershing Square Capital Management sagte:

Das SPAC von Ackman machte letzten Monat Schlagzeilen, als es einen Deal zum Kauf von 10% der Universal Music Group ablehnte. Die Bedenken der SEC wurden als Grund für das Scheitern des Deals genannt. Wäre die Vereinbarung zustande gekommen, hätte das SPAC von Ackman über 1,5 Mrd. $ an Restmitteln.

Das SPAC entwickelte sich im 1. Quartal gut. Mit dem zunehmenden regulatorischen Druck im zweiten Quartal ist der SPAC-Markt jedoch fast zum Erliegen gekommen und verzeichnet einen Emissionsrückgang von etwa 90%.