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Preisanalyse für Gold: Wie wahrscheinlich ist ein Ausbruch im Oktober?

Preisanalyse für Gold: Wie wahrscheinlich ist ein Ausbruch im Oktober?
Faith Maina
04. Okt. 2021, 11:08 AM
  • Die Bewegungen des Goldpreises waren seit Januar eher geringfügig und könnten auch im neuen Monat so bleiben
  • Gelingt es den Haussiers nicht, den Preis über 1.835$ zu treiben, werden die Baissiers die Kontrolle behalten
  • Die höhere Nachfrage nach riskanteren Assets wie Krypto und Aktien belastet den Goldpreis

Der Goldpreis wird im Oktober wahrscheinlich innerhalb eines horizontalen Channels bleiben. Die Haussiers müssen den Preis über die Widerstandszone von 1.835$ drücken, um die Stimmung zu ändern.

Nachfrage nach riskanteren Assets

Die Goldnachfrage war in den letzten drei Quartalen eher enttäuschend. Einer der zugrunde liegenden Faktoren ist die bemerkenswerte Verlagerung der Anleger hin zu riskanteren Assets wie Kryptowährungen und Aktien.

Im Vorjahr verzeichnete Bitcoin – die führende Kryptowährung – subtile Preisbewegungen mit 10.000$ als wichtigstem Widerstandsniveau. Im laufenden Jahr ist er um rund 72,82% gestiegen. Selbst an der unteren Unterstützungszone von 30.000$ ist er über dem Höchststand von 2020 geblieben.

Bei seinem aktuellen Preis von 48.917,18$ versuchen die Haussiers, das Widerstandsniveau bei 50.000$ erneut zu testen. Obwohl erwartet wird, dass die hohe Preisvolatilität den Kryptomarkt für den Rest des Jahres weiterhin bestimmen wird, ist es wahrscheinlich, dass der Bitcoin-Preis das Jahreshoch von 64.822,10$ erreicht. Gleichzeitig haben immer mehr Anleger den Aktienanteil ihres Portfolios auf Kosten von Edelmetallen wie Gold erhöht.

Inflationssorgen schlagen sich auch in den Goldpreisbewegungen nieder. Einerseits hat die steigende Inflation die Nachfrage nach dem Metall als Absicherung gegen die Inflation erhöht. Gespräche über die Wahrscheinlichkeit einer früher als erwarteten Zinserhöhung werden die Gewinne im neuen Monat jedoch wahrscheinlich dämpfen. Dies beruht auf der Tatsache, dass ein hoher Zinssatz die Kosten für das Halten des nicht rentablen Edelmetalls erhöht.

Technischer Ausblick für den Goldpreis

Der Goldpreis hat sich in diesem Jahr größtenteils innerhalb einer engen Spanne bewegt. Er stieg zwar im zweiten Quartal auf 1.918,41 und damit auf seinen bisherigen Jahreshöchststand. Die meiste Zeit über schwankte der Preis des Edelmetalls jedoch zwischen 1.700 und 1.834,66.

Auf dem Tages-Chart liegt er leicht unter den 25- und 50-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitten. Außerdem bleibt er unter dem langfristigen 200-Tage-EMA.

Im Monat Oktober wird der Goldpreis wahrscheinlich innerhalb des erweiterten horizontalen Channels bleiben. Kurzfristig könnte er entlang des 25-Tage-EMA bei 1.769,60 auf Widerstand stoßen. Oberhalb dieses Niveaus werden die September-Hochs von 1.790 und 1.810 die wichtigsten Widerstandszonen sein.

Auf der anderen Seite werden 1.750 und 1.700 im neuen Monat wichtige Unterstützungszonen für das Metall bleiben. Unterhalb des psychologischen Niveaus von 1.700 werden die Baissiers die Werte von 1.677 und 1.650 im Auge behalten.