DAX-Index-Prognose vor dem Bericht über Werkaufträge

DAX-Index-Prognose vor dem Bericht über Werkaufträge
Invezz Team
31. Okt. 2021, 12:07 PM
  • BIP der Europäischen Union wuchs im 3. Quartal um 2,1%
  • Der deutsche DAX-Index ist auf Wochenbasis gestiegen
  • Deutschland wird nächste Woche die Werksaufträge für September veröffentlichen

Der deutsche Leitindex DAX legte im Wochenverlauf zu und schloss die Woche bei 15.688 Punkten. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone übertraf im dritten Quartal die Erwartungen, doch die steigende Inflation bereitete den Anlegern Sorgen.

Nach den vorläufigen Schnellschätzungen von Eurostat ist das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone im dritten Quartal um 2,2% gewachsen und liegt damit über den Erwartungen. Das BIP der Europäischen Union wuchs im dritten Quartal um 2,1%, angetrieben durch ein über den Erwartungen liegendes Wachstum in Italien und Frankreich.

Die europäische Inflation wurde im September mit 3,4% gegenüber dem Vorjahr bestätigt, aber die Europäische Zentralbank ließ ihre Geldpolitik diese Woche wie erwartet unverändert. Präsidentin Christine Lagarde erklärte, die Inflation sei wahrscheinlich nur vorübergehend, und die Europäische Zentralbank werde ihre akkommodierende Politik so lange wie nötig beibehalten.

Der EU-Verbraucherpreisindex erreichte im Oktober mit 4,1% gegenüber dem Vorjahr ein 13-Jahreshoch, während der deutsche Verbraucherpreisindex im selben Monat auf 4,6% gegenüber dem Vorjahr anstieg. Christine Lagarde zufolge wird die Inflation im nächsten Jahr zurückgehen, und sie sagte auch, dass für das Jahr 2022 keine Zinserhöhungen zu erwarten seien.

Das deutsche BIP wuchs im dritten Quartal um 1,8% und lag damit unter den erwarteten 2,2%, doch laut dem deutschen Wirtschaftsministerium sind die Aussichten für die Industrie weiterhin positiv.

Die Ergebnisse vieler großer Unternehmen sorgten für einen starken Start in das dritte Quartal, und die Anleger werden sich weiterhin auf die Gewinnsaison für das dritte Quartal konzentrieren, da viele Unternehmen ihre Berichte noch nicht veröffentlicht haben.

Nächste Woche werden unter anderem BMW, Fresenius, Zalando, Vonovia und die Deutsche Post ihre Quartalsergebnisse vorlegen. Auf der anderen Seite stellt die weltweite Krise der Lieferketten für Deutschland aufgrund seiner Exportabhängigkeit ein ernstes Problem dar.

Fast 50% der Unternehmen gaben an, dass sie aufgrund von Lieferproblemen Umsatzeinbußen erlitten haben, und viele große Unternehmen haben die Produktion einiger ihrer profitabelsten Produkte reduziert.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass Daimler seinen Quartalsgewinn trotz eines 30-prozentigen Rückgangs der Mercedes-Benz-Verkäufe aufgrund der Chip-Krise gesteigert hat. Craig Erlam, ein Analyst von Oanda, sagte:

In der kommenden Woche werden die deutschen Werksaufträge für September veröffentlicht, was den DAX-Index in nächster Zeit erheblich beeinflussen könnte.

16.000 Punkte stellen den Widerstand dar

Der Deutsche Aktienindex (DAX) entwickelt sich weiterhin gut, und wenn der Kurs über 15.800 Punkte springt, könnte das nächste Ziel bei 16.000 Punkten liegen.

Eine starke Unterstützung liegt bei 15.000 Punkten, und wenn der Kurs unter dieses Niveau sinkt, wäre das ein starkes Verkaufssignal, und das nächste Ziel könnte bei 14.500 Punkten liegen.

Zusammenfassung

Der deutsche DAX-Index ist auf Wochenbasis gestiegen, das deutsche BIP ist im dritten Quartal um 1,8% gewachsen, und laut dem deutschen Wirtschaftsministerium sind die Aussichten für die Industrie weiterhin positiv. In der nächsten Woche werden die deutschen Werksaufträge für September veröffentlicht, was den DAX-Index in nächster Zeit erheblich beeinflussen könnte.