Preisprognose für Kaffee: Wie geht es nach dem Erreichen eines 10-Jahreshochs weiter?

Preisprognose für Kaffee: Wie geht es nach dem Erreichen eines 10-Jahreshochs weiter?
Faith Maina
28. Nov. 2021, 05:29 AM
  • Der Kaffeepreis erreichte am Donnerstag ein 10-Jahreshoch
  • Knappe Vorräte sind der Hauptgrund für den Preisanstieg des Rohstoffs
  • Schlechtes Wetter wird die Preise in den kommenden Wochen in die Höhe treiben

Der Kaffeepreis befindet sich seit Monaten in einem Aufwärtstrend und ereichte am Donnerstag ein 10-Jahreshoch. Knappe Vorräte sind der Hauptgrund für den Preisanstieg des Rohstoffs. Ungünstige Witterungsbedingungen und die anhaltenden Engpässe bei der Verschiffung haben zu der Verknappung beigetragen.

Basierend auf den vorherrschenden Wettermustern in verschiedenen Kaffeeanbauregionen könnte der Haussemarkt in den kommenden Wochen anhalten. Die Auswirkungen von Frost und Dürre, die Brasilien im vergangenen Jahr heimgesucht haben, sind immer noch zu spüren. Außerdem gab es in Minas Gerais, einem wichtigen Kaffeeanbaugebiet im Norden Brasiliens, im Sommer heftige Regenfälle. Die anschließenden Überschwemmungen haben die Besorgnis über Krankheiten noch verstärkt. Das La Nina-Phänomen in Kolumbien und das feuchte Wetter in Vietnam haben den Kaffeepreis weiter in die Höhe getrieben.

Preisprognose für Kaffee

Coffee-C-Futures, die die Benchmark für die Arabica-Sorte sind, befinden sich nach einer Erholung der Nachfrage in einem monatelangen Aufwärtstrend. Im vergangenen Jahr hat die Coronavirus-Pandemie die 1,50er-Marke in eine Ausweichzone gebracht. Interessanterweise hat sich diese Marke zu einer stabilen Unterstützungszone entwickelt, seit der Kaffeepreis Mitte Juli über sie gestiegen ist.

Seitdem befindet es sich in einem Aufwärtstrend, wie die rot markierte Trendlinie zeigt. Seit Jahresbeginn hat der Rohstoff einen Preisanstieg um rund 94,12% erlebt. Am Donnerstag baute er seine bisherigen Kursgewinne auf den höchsten Stand seit Oktober 2011 aus. Außerdem liegt er seit Mitte September neun von zehn Wochen im grünen Bereich.

An der US Intercontinental Exchange (ICE) beendete der Kaffeepreis die Woche bei 2,42; 1% im Minus. Auf einem Tages-Chart liegt es über den 25- und 50-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitten. Auf der Grundlage der Fundamentaldaten und der technischen Daten gehe ich davon aus, dass der Rohstoff in der kommenden Woche im Aufwärtstrend bleiben wird.

Mit einem RSI von 73 trat er am Donnerstag in den überkauften Bereich ein, nachdem er ein 10-Jahreshoch erreichte. Obwohl er seitdem wieder zurückgegangen ist, befindet er sich mit einem RSI von 70 immer noch an der Grenze dieser Zone. Daher könnte er zu Beginn der kommenden Woche einen Tiefstand erreichen, bevor er sich wieder erholt.

Aus dieser Perspektive sind die wichtigsten Unterstützungsmarken bei 2,33 und der 25-Tage-EMA bei 2,20. Auf der Oberseite dürfte der Preis beim Höchststand der letzten Woche bei 2,48 auf Widerstand stoßen. Oberhalb dieses Niveaus werden die Haussiers die psychologische Marke von 2,50 und den Höchststand von 2,60 aus dem Jahr 2011 anvisieren. Solange der Kaffeepreis oberhalb der Unterstützungszone von 2,00 liegt, werden die Haussiers die Kontrolle behalten.