Europäische Märkte eröffnen deutlich niedriger, da EU Sanktionen gegen Russland verhängen

Europäische Märkte eröffnen deutlich niedriger, da EU Sanktionen gegen Russland verhängen
Sanne Moonemans
28. Feb. 2022, 18:04 PM
  • Der europäische Stoxx 600-Index fiel um 1,7%, während der FTSE 100 um 1,5% nachgab
  • Der russische Aktienmarkt blieb am Montag geschlossen
  • Zu den großen Verlierern gehörten Bergbauunternehmen und Banken in ganz Europa

Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag deutlich schwächer eröffnet und verzeichneten im Zuge der Verschärfung der Sanktionen gegen Russland erhebliche Verluste bei den Banken.

Der paneuropäische Stoxx 600 fiel am frühen Morgen um 1,7% und der deutsche DAX um mehr als 3%. Der französische CAC war ebenfalls rückläufig und fiel um fast 2,5%, da die Anleger besorgt darüber waren, wie stark sich der Russland-Ukraine-Krieg auf die Märkte auswirken könnte.

Die negative Entwicklung war auch in Großbritannien zu beobachten, wo der britische FTSE 100 um mehr als 1,5% einbrach.

Der russische Markt blieb am Montag geschlossen, obwohl die Bank of Russia eine Zinserhöhung von 9,5% auf 20% ankündigte.

Auch die Wall Street dürfte am Montag im Minus eröffnen, nachdem die Futures am Sonntag über Nacht nachgegeben haben. Derzeit liegen die S&P 500-Futures, Dow-Futures und Nasdaq-Futures alle mehr als 1,3% im Minus.

Banken und Unternehmen, die in Russland engagiert sind, stürzen ab

Der Stahlhersteller und Bergbaugigant EVRAZ plc ist um mehr als 25% eingebrochen. Das an der Londoner Börse (LSE) notierte Unternehmen hat seine größten Aktivitäten in Russland und der Ukraine.

Andere große Verlierer sind hauptsächlich Banken, wobei die französische Societe Generale 11%, die italienische UniCredit SpA und die Deutsche Bank 9% verloren.

Ganz oben auf der Gewinnerliste stehen Aktien aus dem Verteidigungsbereich, wo die großen Unternehmen einen zunehmenden Kaufdruck verzeichnen. Im paneuropäischen Stoxx 600-Index sind die Aktien von BAE Systems um 15%, Thales SA um 9% und thyssenkrupp AG um 8% gestiegen.

Öl und Gold steigen

Auf allen Märkten stiegen die Ölpreise um mehr als 5% und näherten sich der Marke von 100 $ pro Barrel.

Unterdessen erholte sich der Goldpreis von seinem Rückgang am Freitag und stieg auf über 1.900 $ pro Unze, während Bitcoin um 2,2% von seinem Höchststand bei 39.850 $ auf 38.260 $ zurückging.