Goldpreis steigt an - GLD, IAU und UGL ETFs im Fokus

Goldpreis steigt an - GLD, IAU und UGL ETFs im Fokus
Crispus Nyaga
01. Apr. 2024, 14:03 PM
  • Der Goldpreis setzte diese Woche seine starke Dynamik fort
  • Die Nachfrage seitens chinesischer Investoren und Zentralbanken steigt
  • Auf Gold fokussierte ETFs wie GLD, IAU und UGL haben sich gut entwickelt

Die ETFs SPDR Gold Shares (GLD), iShares Gold Trust (IAU) und ProShares Ultra Gold (UGL) setzten ihre starke Rallye und Zuflüsse fort, während sich die Goldpreisrallye intensivierte. Die ersten beiden Fonds sind 2024 um mehr als 7,6 % gestiegen, während der UGL-Fonds um über 13,14 % zugelegt hat.

Gold vs. GLD vs. IAU vs. UGL-ETFs

Goldpreisrallye verstärkt sich

Die drei ETFs verzeichneten in diesem Jahr einen starken Anstieg, da der Goldpreis weiterhin stark anstieg. Der Goldpreis kletterte am Montag auf ein Rekordhoch von 2.265 $, da die Nachfrage von Zentralbanken und Investoren sprunghaft anstieg.

Viele Zentralbanken haben in den letzten Monaten Gold gekauft. China hat 16 Monate in Folge Gold gekauft, als die Spannungen mit den USA zunahmen. Die Bank kauft Gold, nachdem die USA und andere westliche Länder Russland nach dessen Invasion in der Ukraine im Jahr 2023 mit Sanktionen belegt haben.

Auch andere Zentralbanken wie die in Simbabwe, Indien, Usbekistan und der Türkei haben Gold angehäuft.

In der Zwischenzeit haben auch Anleger in wichtigen Ländern wie China ihre Goldkäufe erhöht, da der Aktienmarkt fiel. Der Hang Seng Index, Shanghai und China A50 gehörten in diesem Jahr zu den Indizes mit der schlechtesten Wertentwicklung. Infolgedessen haben viele erfahrene Anleger auf Gold diversifiziert.

Darüber hinaus boomt Gold, da die Nachfrage nach alternativen Assets steigt. Angesichts des Höhenflugs der Aktien haben viele Anleger versucht, alternative Assets wie Kryptowährungen, Gold und Privatkredite in ihr Portfolio aufzunehmen.

Am wichtigsten ist, dass es Anzeichen dafür gibt, dass die Federal Reserve in den kommenden Monaten mit Zinssenkungen beginnen wird. Ein letzte Woche veröffentlichter Bericht zeigte, dass der Gesamt- und der Kernindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) im Februar leicht gestiegen sind.

Im Februar stieg die Rate auf 2,8 % und entsprach damit den Schätzungen. Gleichzeitig hat die Federal Reserve angedeutet, dass sie noch in diesem Jahr mit Zinssenkungen beginnen wird. Sie geht davon aus, dass sie im Jahr 2024 drei Zinssenkungen vornehmen wird.

Abflüsse aus Gold-ETFs lassen nach

Die von ETF.com zusammengestellten Daten zeigen, dass der SPDR Gold Trust ETF im März über 525 Mio. $ an Vermögenswerten hinzugewonnen hat, nachdem er in den beiden Vormonaten über 3 Mrd. $ verlor.

Der iShares Gold Trust hingegen büßte im März über 118 Mio. $ an Vermögenswerten ein, was eine Verbesserung gegenüber den 401 Mio. $ vom Februar bedeutet.

GLD und IAU sind die größten Gold-ETFs. IAU hält über 12 Millionen Unzen, während der GLD-Fonds über 26 Millionen Unzen verfügt. Dies erklärt, warum die beiden Fonds in diesem Jahr die Entwicklung des Goldpreises verfolgt haben.

Der ProShares Ultra Gold ETF verzeichnete im März einen Vermögenszuwachs von über 10 Mio. $. Dieser ETF ist einzigartiger als die beiden anderen, da er eine Leverage einsetzt und eine Rendite anstrebt, die doppelt so hoch ist wie die tägliche Performance von Gold. Dies erklärt, warum er viel besser als GLD und IAU abgeschnitten hat.

Mit Blick auf die Zukunft besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der Goldpreis weiter steigen wird. Technisch gesehen hat Gold die wichtige psychologische Marke von 2.000 $ überschritten, liegt über allen gleitenden Durchschnitten, während der Average Directional Index (ADX) auf fast 50 geklettert ist.

Andere Oszillatoren wie der Relative Strength Index (RSI) und der MACD zeigen ebenfalls, dass der Goldpreis an Dynamik gewinnt. Daher könnte der Preis weiter steigen, während die Käufer den Hauptwiderstand bei 2.300 $ anpeilen.

Gold-Chart via TradingView