Türkei verhängt Geldstrafe von 37,2 Millionen Dollar gegen Meta wegen Datenaustausch

Türkei verhängt Geldstrafe von 37,2 Millionen Dollar gegen Meta wegen Datenaustausch
Diya Poddar
08. Mai 2024, 17:10 PM
  • Meta gab letzten Monat die vorübergehende Schließung von Threads in der Türkei bekannt.
  • Speziell für Verstöße im Zusammenhang mit Threads wurde eine gesonderte Geldstrafe in Höhe von 336 Millionen Lira verhängt.
  • Im März wurde im Zusammenhang mit einer Benachrichtigung über Praktiken beim Datenaustausch eine tägliche Geldstrafe von 4,8 Millionen Lira verhängt.

Die türkische Wettbewerbsbehörde hat am Mittwoch eine saftige Geldstrafe von 1,2 Milliarden Lira (37,20 Millionen Dollar) gegen Meta Platforms verhängt, nachdem zwei separate Untersuchungen zu den Datenaustauschaktivitäten des Technologiegiganten im Zusammenhang mit seinen Social-Media-Plattformen Facebook, Instagram, WhatsApp und Threads abgeschlossen waren.

Untersuchungen zu Threads und Instagram-Integration

Im Mittelpunkt der im Dezember begonnenen Untersuchungen stehen mögliche Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht, die sich aus der Integration von Threads und Instagram ergeben könnten.

Als Reaktion auf diese Bedenken ergriff das Wettbewerbsgremium im März vorläufige Maßnahmen, um den Datenaustausch zwischen den beiden Plattformen zu verhindern.

Um diesen Maßnahmen nachzukommen, kündigte Meta letzten Monat die vorübergehende Schließung von Threads in der Türkei an.

Aufschlüsselung der Geldbußen

Der Vorstand erläuterte, dass die Geldstrafe 898 Millionen Lira für Probleme im Zusammenhang mit dem Compliance-Prozess und den Untersuchungen bei Facebook, Instagram und WhatsApp umfasst.

Darüber hinaus wurde speziell für Verstöße im Zusammenhang mit Threads eine gesonderte Geldstrafe in Höhe von 336 Millionen Lira verhängt.

Nutzereinwilligung und Transparenz bei der Datennutzung

Laut der Entscheidung des Wettbewerbsgremiums haben Nutzer künftig die Möglichkeit, ihre persönlichen Daten zwischen Facebook, Instagram und WhatsApp zusammenzuführen – allerdings nur mit ausdrücklicher Zustimmung.

Darüber hinaus werden Nutzer über die Verwendung ihrer Daten informiert und haben die Möglichkeit, ihre Datenschutzeinstellungen auch später über ein „Konten-Center“ der jeweiligen Plattform anzupassen.

Zusätzliche Strafen bei Nichteinhaltung

In einer damit zusammenhängenden Entwicklung hatte der Vorstand Meta bereits im Januar mit einer Geldstrafe von 160.000 US-Dollar pro Tag belegt, weil das Unternehmen bei einer anderen Untersuchung nicht genügend Unterlagen vorgelegt hatte.

Darüber hinaus wurde im März eine tägliche Geldstrafe von 4,8 Millionen Lira im Zusammenhang mit einer Benachrichtigung über Datenaustauschpraktiken verhängt. Beide Sätze täglicher Strafen endeten am 3. Mai.