Aston Martin-Aktien hinken Ferrari und Porsche hinterher

Aston Martin-Aktien hinken Ferrari und Porsche hinterher
Crispus Nyaga
18. Juni 2024, 14:40 PM
  • Der Aktienkurs von Aston Martin ist in diesem Jahr um fast 40 % eingebrochen.
  • Der Aktienkurs von Ferrari ist aufgrund der steigenden Nachfrage um mehr als 25 Prozent gestiegen.
  • Die Porsche-Aktien sind um 10 % gefallen, da das Geschäft mit Elektrofahrzeugen nachlässt.

Der Aktienkurs von Aston Martin Lagonda (LON: AML) hinkte in diesem Jahr weiterhin hinter der Performance anderer Luxusautohersteller her, während die Lage immer schwieriger wurde.

Die Aktie ist in diesem Jahr bereits um mehr als 36 Prozent gefallen, während Ferrari um über 25 Prozent zulegte und damit eine Marktkapitalisierung von über 74 Milliarden Dollar erreicht. In Deutschland sind die Porsche-Aktien in diesem Jahr um 10 Prozent gefallen.

Aston Martin gegen Ferrari gegen Porsche

Die Performance von Aston Martin reicht weit zurück. Der Kurs ist von einem Rekordhoch von 4.562 Pence im Jahr 2019 auf die aktuellen 142 Pence gefallen. Dabei hat das Unternehmen Milliarden von Dollar an Wert verloren.

Die Herausforderungen des Unternehmens spiegeln sich in der Anzahl der CEOs wider, die es in den letzten Jahren hatte. Im März gab Aston Martin bekannt, dass Adrian Hallmark der neue CEO werden würde. Er kam von Bentley, während Amedeo von Ferrari kam.

Aston Martins Geschäft kämpft weiterhin mit sinkenden Umsätzen. Die jüngsten Daten zeigen, dass die Umsätze um 26 % auf 945 Millionen Pfund sanken, während das bereinigte EBITDA um 34 % auf 19,9 Millionen Pfund sank. Die Verluste stiegen auf über 138,8 Millionen Pfund.

Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass die Fahrzeuge des Unternehmens weiterhin eine gemischte Nachfrage verzeichnen. So stiegen die Großhandelsverkäufe von Sport- und GT-Modellen auf 650 Einheiten, während die Sondermodelle Valour und Valkyries leicht zulegten. Die Großhandelsverkäufe von SUVs gingen im ersten Quartal um 63 % zurück.

Auch der Aktienkurs von Aston Martin stürzte ab, nachdem das Unternehmen weiterhin mit Bilanzproblemen zu kämpfen hatte und sein freier Cash-Abfluss auf 160 Millionen Pfund anstieg. Die Nettoverschuldung stieg von 814 Millionen Pfund im Vorquartal auf über 1,04 Milliarden Pfund.

Ferrari hingegen geht es gut, unterstützt durch die robuste Nachfrage. Der Gesamtumsatz stieg im ersten Quartal von 1,42 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum 2023 auf 1,58 Milliarden Euro. Das Unternehmen steigerte auch seinen Nettogewinn von 381 Millionen Euro auf 440 Millionen Euro, während die Bilanz mit über 1,36 Milliarden Euro in bar stark ist.

Porsche geht es, wie Aston Martin, nicht besonders gut, da seine Investitionen in Elektrofahrzeuge enttäuschend sind. Die Auslieferungen gingen von 80.767 im gleichen Quartal 2023 auf 77.640 im ersten Quartal zurück. Porsche verfügt jedoch immer noch über eine solide Bilanz, die ihm bei seiner Erholung helfen wird.