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Kopenhagen prüft Bewerbung für Olympia 2036 und strebt die Ausrichtung der „kleinsten und nachhaltigsten“ Spiele an

Kopenhagen prüft Bewerbung für Olympia 2036 und strebt die Ausrichtung der „kleinsten und nachhaltigsten“ Spiele an
Diya Poddar
09. Sept. 2024, 19:02 PM
  • Ziel von Kopenhagen ist es, die „kleinsten und nachhaltigsten Olympischen Spiele aller Zeiten“ zu veranstalten.
  • Mögliche Konkurrenz könnte aus Warschau kommen, wo ebenfalls eine Bewerbung erwägt.
  • Als Gastgeber für die Jahre 2028 und 2032 stehen bereits Los Angeles und Brisbane fest.

Kopenhagen, die Hauptstadt Dänemarks, unternimmt einen mutigen Schritt, um sich am Rennen um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2036 zu beteiligen.

Die Stadt hat aus ihrem Haushalt für 2025 500.000 Kronen für die Durchführung einer Machbarkeitsstudie bereitgestellt, um das Potenzial und die Anforderungen für die Ausrichtung dieser prestigeträchtigen Veranstaltung zu untersuchen.

Während Städte in aller Welt die finanziellen und logistischen Herausforderungen einer Ausrichtung der Olympischen Spiele neu bewerten, dürfte Kopenhagens Bewerbung sein Engagement für kleinere und nachhaltigere Spiele unterstreichen.

Dänemark investiert in Machbarkeitsstudie für Olympia

Die beträchtliche Investition der dänischen Hauptstadt in Höhe von 500.000 Kronen dient der Beurteilung der Durchführbarkeit der Ausrichtung der Olympischen Spiele.

Mit dieser anfänglichen Finanzierung können die notwendigen Schritte festgelegt werden, damit Dänemark am Bieterverfahren teilnehmen kann.

Zusätzlich zu den eigentlichen Olympischen Spielen wird im Rahmen der Studie auch die Durchführbarkeit der Ausrichtung der Olympischen Jugendspiele untersucht, einer kleineren Version der Olympischen Spiele, die 2026 in Dakar stattfinden sollen.

Die alle vier Jahre stattfindenden Olympischen Jugendspiele dienen als wichtiger Vorläufer für Städte, die eine Bewerbung für die Hauptveranstaltung in Erwägung ziehen.

Kopenhagens Vision für nachhaltige Olympische Spiele

Kopenhagens Ansatz im Hinblick auf die Olympischen Spiele ist bemerkenswert einzigartig.

Mia Nyegaard, Bürgermeisterin für Kultur und Freizeit der Stadt, hat ihre Vision für die Ausrichtung der „ kleinsten und nachhaltigsten Olympischen Spiele aller Zeiten “ formuliert.

Dieses ehrgeizige Ziel zielt darauf ab, die Umweltbelastung zu minimieren und gleichzeitig den sozialen Nutzen für die Stadt zu maximieren.

Kopenhagens Fokus auf Nachhaltigkeit steht im Einklang mit den jüngsten Reformen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die zu mehr Flexibilität und Kostensenkungsmaßnahmen im Bewerbungsprozess geführt haben.

Diese Veränderungen haben die Aussicht, die Olympischen Spiele auszurichten, für Städte wie Kopenhagen attraktiver gemacht, die gerne ihre Umweltfreundlichkeit zur Schau stellen.

Zukünftige Olympia-Gastgeber: Los Angeles, Brisbane

Nachdem Los Angeles als Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2028 bestätigt wurde und Brisbane für 2032 ausgewählt wurde, wäre Kopenhagens früheste Möglichkeit, die Spiele auszurichten, das Jahr 2036.

Das Interesse der Stadt wird durch die frühere Ermutigung von IOC-Präsident Thomas Bach beflügelt, der 2018 sein Vertrauen in die Fähigkeit Dänemarks zum Ausdruck brachte, „fantastische Olympische Spiele, organisatorisch und logistisch“ zu organisieren.

Diese Unterstützung dürfte die dänischen Behörden dazu angespornt haben, trotz der potenziellen Konkurrenz anderer europäischer Städte mit ähnlichen Ambitionen eine mögliche Bewerbung weiter zu prüfen.

Auch Polen hat Interesse an der Ausrichtung der Olympischen Spiele bekundet. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk meinte kürzlich, Warschau könne ein Kandidat für die Ausrichtung der Spiele 2040 sein.

Der Aufstieg Warschaus als Rivale stellt eine zusätzliche Wettbewerbsebene für Kopenhagen dar, das seine einzigartigen Vorteile in puncto Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz hervorheben muss.

Die neuen Vorschriften des IOC ermutigen die Städte, innovative und realistische Pläne vorzulegen, die finanzielle Umsicht mit dem Wohlergehen der Einwohner in Einklang bringen.

In der Vergangenheit haben hohe Kosten, erhebliche Störungen und ein fragwürdiger langfristiger Nutzen potenzielle Austragungsstädte davon abgehalten, sich um die Ausrichtung der Olympischen Spiele zu bewerben.

Die IOC-Reformen von 2021 zielten darauf ab, diese Bedenken durch die Einführung von Kostensenkungsmaßnahmen und einer größeren Flexibilität im Bewerbungsverfahren auszuräumen.

Ziel dieser Änderungen war es, das Interesse an der Ausrichtung der Spiele neu zu beleben. Dazu wurde die finanzielle Belastung verringert und die Städte wurden ermutigt, kreative, kleinmaßstäblichere Konzepte vorzuschlagen, die mit modernen Nachhaltigkeits- und Wirtschaftszielen im Einklang stehen.

Die Machbarkeitsstudie in Kopenhagen wird eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung spielen, ob die Stadt eine formelle Bewerbung für die Olympischen Spiele 2036 einreicht.

Die Studie soll etwaige Lücken in der Infrastruktur, Logistik und Finanzierung aufzeigen, die geschlossen werden müssen, um einen überzeugenden Vorschlag für das IOC zu erarbeiten.