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Citi gibt im Zuge der Kartelluntersuchung des US-Justizministeriums Visa zugunsten von Mastercard auf: Ist MA jetzt die bessere Investition?

Citi gibt im Zuge der Kartelluntersuchung des US-Justizministeriums Visa zugunsten von Mastercard auf: Ist MA jetzt die bessere Investition?
Wajeeh Khan
24. Sept. 2024, 16:31 PM
  • Das US-Justizministerium könnte bereits am Dienstag eine Kartellklage gegen Visa einreichen.
  • Citi wechselt von Visa zu Mastercard und beruft sich dabei auf einen zunehmenden Regulierungsüberhang.
  • Für langfristige Anleger könnten die Aktien von Mastercard attraktiver sein als die von Visa.

Citi hat beschlossen, seine Präferenz von Visa Inc. (NYSE: V) auf Mastercard Inc. (NYSE: MA) zu verlagern, nachdem bekannt wurde, dass das US-Justizministerium (DOJ) eine Kartellklage gegen Visa einreichen wird.

Bloomberg zitierte Quellen zufolge wird Visa in der bereits am Dienstag erwarteten Klage monopolistische Praktiken vorgeworfen, insbesondere auf dem Debitkartenmarkt.

Dieser regulatorische Druck hat Citi dazu veranlasst, auf Mastercard umzusteigen, obwohl letztere im Jahr 2023 einer Untersuchung unterzogen wird.

Kartellverfahren des Justizministeriums gegen Visa

Das US-Justizministerium begann 2021 mit Untersuchungen gegen Visa, um herauszufinden, ob die Geschäftspraktiken des Unternehmens gegen Kartellrecht verstoßen.

Visa hat stets betont, dass seine Geschäftstätigkeit den gesetzlichen Standards entspricht.

In den letzten Monaten kamen jedoch zusätzliche Informationen ans Licht, die nahelegen, dass Visa möglicherweise Taktiken angewandt hat, um den Wettbewerb auf dem US-amerikanischen Debitkartenmarkt einzuschränken.

Im Juni einigte sich das Pulse Network von Discover Financial Services in einem Rechtsstreit mit Visa, in dem dem Unternehmen vorgeworfen wurde, den Wettbewerb zu behindern, was zu höheren Gebühren für Händler führe.

Visa hat die jüngsten Entwicklungen im US-Justizministerium bislang nicht kommentiert, und das Justizministerium hat auch keine formelle Erklärung herausgegeben.

Die Visa-Aktie fiel nach Bekanntwerden der Neuigkeiten um mehr als 2 %, blieb in den letzten zwei Monaten jedoch um 13 % im Plus und zahlt eine Dividendenrendite von 0,72 %.

Mastercard gewinnt an Dynamik

Der Wechsel von Citi zu Mastercard könnte ein Zeichen für ein wachsendes Vertrauen der Anleger in MA sein, insbesondere da Visa auf seinem größten Markt mit rechtlichen Unsicherheiten konfrontiert ist.

Fast die Hälfte seines Umsatzes erwirtschaftet Visa in den USA und ist daher künftig einem höheren Prozessrisiko ausgesetzt.

Im Gegensatz dazu verfügt Mastercard über eine größere internationale Präsenz, die dem Unternehmen in den kommenden Jahren eine stabilere Wachstumskurve bescheren könnte.

Analysten prognostizieren für Mastercard eine starke Finanzentwicklung und erwarten, dass der Gesamtumsatz des Unternehmens im Geschäftsjahr 2025 um 12 % auf 31,23 Milliarden Dollar steigen wird.

Der Gewinn pro Aktie (EPS) soll um 15 % steigen und damit Visas erwartetes Umsatzwachstum von 10 % und den EPS-Anstieg von 12 % im gleichen Zeitraum übertreffen.

Mastercard weist außerdem eine robuste Bruttomarge von 76,91 % auf und liegt damit nur knapp hinter Visa mit 77,30 %.

Seine strategischen Investitionen in Blockchain-Technologie und digitale Identitätslösungen positionieren das Unternehmen gut für zukünftiges Wachstum.

Durch die Übernahme von Vocalink für 920 Millionen US-Dollar im Jahr 2016 hat Mastercard seine Position im Bereich Echtzeitzahlungen weiter gestärkt.

Sollten Sie im Jahr 2025 Mastercard statt Visa in Betracht ziehen?

Da Visa auf seinem Hauptmarkt mit möglichen Rechtsstreitigkeiten konfrontiert ist und Mastercard seine internationale Präsenz ausbaut, könnte letzteres für langfristige Investoren attraktiver erscheinen.

Der Fokus von Mastercard auf Innovation, einschließlich der Investitionen in Blockchain und digitale Identität, könnte für nachhaltiges Wachstum sorgen, während die Einnahmequellen von Visa in den USA aufgrund regulatorischer Kontrollen weiterhin unter Druck bleiben könnten.

Marktanalysten wie Crispus Nyaga bleiben trotz der jüngsten Kursgewinne von Visa weiterhin optimistisch für Mastercard und verweisen auf die starke Finanzlage und das Wachstumspotenzial des Unternehmens.

Angesichts der drohenden regulatorischen Herausforderungen für Visa könnte Mastercard aufgrund seiner diversifizierten Einnahmebasis und seiner zukunftsorientierten Strategie für das Jahr 2025 die bessere Wahl sein.