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Asiatische Märkte legen zu, da Japans Nikkei und Chinas CSI 300 die Rallye anführen

Asiatische Märkte legen zu, da Japans Nikkei und Chinas CSI 300 die Rallye anführen
Srinibas Rout
26. Sept. 2024, 07:00 AM
  • Der japanische Nikkei-Index stieg um 2,12 Prozent und verzeichnete damit einen seiner besten Tage der letzten Wochen.
  • Der chinesische CSI 300 setzte seine Rallye den siebten Tag in Folge fort.
  • Auch der südkoreanische Kospi-Index konnte deutlich zulegen und stieg um 1,9 Prozent.

Die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum verzeichneten am Donnerstag starke Zuwächse, angetrieben von einer Rallye des japanischen Nikkei 225 und der anhaltenden Dynamik bei chinesischen Aktien.

Der japanische Nikkei-Index stieg um 2,12 Prozent und verzeichnete damit einen seiner besten Tage der letzten Wochen, während der chinesische CSI 300 seine Rallye den siebten Tag in Folge fortsetzte.

Der Optimismus hinsichtlich der Konjunkturimpulse aus Peking und der positiven Unternehmensentwicklung in Südkorea beflügelte die Märkte in der gesamten Region.

Die japanischen Märkte gehörten zu den Spitzenreitern, nachdem die Bank of Japan das Protokoll ihrer Juli-Sitzung veröffentlichte, aus dem hervorgeht, dass die Zentralbank es mit der Straffung ihrer Geldpolitik nicht eilig hat.

Parallel zum Anstieg des Nikkei um 2,12 % stieg auch der Topix-Index um 1,65 %, was ein weiteres Zeichen für das Vertrauen der Anleger in die Wirtschaftsaussichten Japans ist.

Auch der südkoreanische Kospi-Index konnte deutliche Zuwächse verzeichnen und stieg um 1,9 %, was größtenteils der beeindruckenden Leistung von SK Hynix zu verdanken war.

Die Aktien des Halbleitergiganten stiegen um über 8 %, nachdem bekannt gegeben wurde, dass mit der Massenproduktion des weltweit ersten 12-Schicht-HBM3E-Chips begonnen wurde.

Diese fortschrittlichen Speicherchips sind für Anwendungen in der künstlichen Intelligenz konzipiert und steigern die Begeisterung der Anleger.

Auch der Small-Cap-Aktienindex Kosdaq verzeichnete einen Anstieg von 1,31 Prozent und rundete damit einen starken Tag für südkoreanische Aktien ab.

Der australische S&P/ASX 200 stieg um 0,53 % und profitierte von der allgemein positiven Stimmung in ganz Asien.

Die Anleger in der Region schienen die Verluste auf den US-Märkten über Nacht unbeschadet hinzunehmen.

Der Dow Jones Industrial Average fiel am Mittwoch um 0,7 Prozent, während der S&P 500 um 0,19 Prozent nachgab.

Der Nasdaq Composite blieb unverändert, konnte aber einen leichten Zuwachs von 0,04 % verzeichnen und zeigte trotz gemischter US-Konjunkturdaten nur begrenzte Bewegungen.

Der CSI 300-Index auf dem chinesischen Festland setzte seinen Aufwärtstrend fort, legte im frühen Handel um 0,15 Prozent zu und erreichte seinen höchsten Stand seit fast zwei Monaten.

Grund für Aufschwung auf den asiatischen Märkten: Konjunkturmaßnahmen Pekings?

Der Aufschwung ist eine Folge der neuen Konjunkturmaßnahmen, die Peking Anfang dieser Woche angekündigt hat.

Mit diesen Maßnahmen soll die schwächelnde Wirtschaft wiederbelebt werden. Bloomberg News berichtete, dass China erwägt, seinen größten Staatsbanken bis zu eine Billion Yuan (142,39 Milliarden Dollar) zuzuführen, um seine Kreditvergabekapazität weiter zu erhöhen.

Der Hang Seng Index in Hongkong stieg ebenfalls um 0,91 % und erreichte seinen höchsten Stand seit Mai.

Der Aufschwung an den chinesischen Märkten trug zur Verbesserung der allgemeinen Stimmung in der Region bei. Die Anleger reagierten positiv auf die zahlreichen Regierungsinitiativen zur Stimulierung des Wachstums.

Globale Investoren richten ihr Augenmerk nun auf wichtige Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten, da im Laufe des Tages mehrere Politiker der US-Notenbank Reden halten werden.

Ihre Bemerkungen könnten zusätzliche Einblicke in die Entwicklung des US-Zinssatzes bieten.

Der Kernpreisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), ein wichtiger Indikator für die Inflation, der von der Fed aufmerksam beobachtet wird, soll am Freitag veröffentlicht werden und seine Ergebnisse könnten künftige Zinsentscheidungen beeinflussen.

Jeff Ng, Leiter der Asien-Makrostrategie bei SMBC, sagte gegenüber Reuters, dass er zwar keine extreme Reaktion auf die PCE-Daten erwarte, diese aber dennoch die Erwartungen hinsichtlich des nächsten Schrittes der Federal Reserve beeinflussen könnten.

Die Märkte prognostizieren derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 62 Prozent für eine Zinssenkung um 50 Basispunkte bei der Fed-Sitzung im November, mit der Möglichkeit einer weiteren Lockerung bis zum Jahresende.

Auf den Devisenmärkten gewann der US-Dollar am Donnerstag nach einer Schwächung zu Wochenbeginn wieder an Stärke.

Die Schwankung des Dollars war darauf zurückzuführen, dass Chinas jüngste Konjunkturmaßnahmen eine risikofreudigere Stimmung schürten und die Nachfrage nach an China gekoppelten Währungen wie dem australischen und dem neuseeländischen Dollar anstieg.

Während die Märkte die jüngsten Entwicklungen verarbeiten, bleibt der Fokus der Anleger auf dem Zusammenspiel zwischen Konjunkturimpulsen in Asien und der sich entwickelnden Geldpolitik in den USA. Beide dürften die Marktdynamik in den kommenden Monaten prägen.