Nicht nur Tesla: Vorschriften für autonomes Fahren steigern auch die Uber-Aktie

Nicht nur Tesla: Vorschriften für autonomes Fahren steigern auch die Uber-Aktie
Wajeeh Khan
29. Nov. 2024, 11:27 AM
  • Mark Mahaney erwartet, dass das autonome Fahren für Uber kein Fluch, sondern ein Segen sein wird.
  • Der leitende Analyst von Evercore ISI erklärte in einem aktuellen Interview, warum.
  • Er prognostiziert für die Uber-Aktie ein Aufwärtspotenzial auf bis zu 120 Dollar oder 65 Prozent vom aktuellen Niveau aus.

Tesla Inc. (NASDAQ: TSLA) hat in diesem Monat um etwa 40 % zugelegt, da man hofft, dass Donald Trump bei seiner Vereidigung im Januar die US-Vorschriften für autonomes Fahren lockern wird.

Ein aktueller Bloomberg-Bericht deutet darauf hin, dass er plant, die Regulierung autonomer Fahrzeuge zur obersten Priorität des Verkehrsministeriums zu machen.

Aber Tesla ist nicht der einzige, der von solch einer bedeutenden Politikänderung profitieren würde.

Ein weiterer Name, der sich laut Mark Mahaney, dem Leiter der Internetforschung bei Evercore ISI, als langfristiger Nutznießer von Trumps Haltung zu selbstfahrenden Fahrzeugen herausstellen könnte, ist Uber Technologies Inc (NYSE: UBER).

Wie wirkt sich autonomes Fahren positiv auf die Uber-Aktie aus?

Der verstärkte Fokus der Trump-Regierung auf die Regulierung selbstfahrender Technologien dürfte sich positiv auf Tesla auswirken, da das Unternehmen schon seit Jahren autonome Fahrzeuge verspricht.

Doch Mark Mahaney ist überzeugt, dass Elon Musks Unternehmen wahrscheinlich nicht das einzige sein wird, das den AV-Markt dominiert. Er erwartet, dass Uber sich als „ultimativer Nachfrageaggregator“ herauskristallisieren wird, da seine Flotte irgendwann auch Robotertaxis umfassen wird.

„Uber wird davon langfristig ein positiver Nebeneffekt sein“, sagte er kürzlich in einem Interview mit CNBC.

Mahaney bezeichnet die Uber-Aktie als seine beste Wahl bei Large-Cap-Aktien und sieht ein Aufwärtspotenzial bis auf 120 US-Dollar, was auf ein weiteres Aufwärtspotenzial von 65 Prozent von hier aus schließen lässt.

Uber Technologies wird untersucht

In einer damit zusammenhängenden Nachricht wird Berichten zufolge gegen den Mitfahrgiganten ermittelt, weil ihm vorgeworfen wird, sein wichtigster Abonnementdienst habe gegen US-Verbraucherschutzgesetze verstoßen.

Die Federal Trade Commission untersucht derzeit, ob das Unternehmen Benutzer ohne deren Zustimmung bei Uber One angemeldet und es ihnen bewusst schwer gemacht hat, sich vom Abonnementdienst abzumelden.

Aufgrund der starken Finanzlage bleibt die Uber-Aktie dennoch eine lohnende Investition.

Das multinationale Unternehmen übertraf im letzten Quartal die Schätzungen der Wall Street deutlich, da die Zahl der monatlich aktiven Verbraucher auf seiner Plattform im Vergleich zum Vorjahr um 13 % auf 161 Millionen stieg.

Uber Technologies prognostizierte damals für das laufende Quartal ein bereinigtes EBITDA von 1,78 bis 1,88 Milliarden US-Dollar – ebenfalls im Rahmen der Erwartungen. Dennoch sind die Uber-Aktien gegenüber ihrem jüngsten Höchststand zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts um etwa 17 % gefallen.

Bedenken von Uber sind übertrieben

Die Uber-Aktie stand in den vergangenen Wochen unter Druck, da die Buchungen für Mobilitätsdienstleistungen im gerade abgeschlossenen Quartal des Unternehmens etwas zurückgingen.

Doch Mahaney von Evercore bleibt hinsichtlich des Namens äußerst optimistisch, da sowohl die Befürchtungen, dass Robotaxis ein Fluch für Uber Technologies sein könnten, als auch die Bedenken, dass es zu einem weiteren Rückgang der Mobilitätsbuchungen kommen könnte, „übertrieben“ seien.

Er geht davon aus, dass Uber weitere Verträge wie den mit Waymo abschließen wird, um als „Gewinner der Robotertaxis“ hervorzugehen.

Einfachere Vergleiche und Produktinnovationen werden dem Unternehmen helfen, seine Wachstumsraten im nächsten Jahr zu stabilisieren, fügte Mahaney hinzu.

Allerdings zahlt die Uber-Aktie keine schriftliche Dividende.