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AB InBev übertrifft Umsatzprognosen, da Premium- und Nicht-Bier-Verkäufe die sinkende Biernachfrage ausgleichen.

AB InBev übertrifft Umsatzprognosen, da Premium- und Nicht-Bier-Verkäufe die sinkende Biernachfrage ausgleichen.
Diya Poddar
26. Feb. 2025, 09:53 AM
  • Der Jahresumsatz von AB InBev stieg um 2,7 % auf 59,77 Milliarden US-Dollar.
  • Das Gesamtvolumen sank im vierten Quartal um 1,9 % und im Jahresvergleich um 1,4 %.
  • Die EBITDA-Wachstumsprognose bleibt bei 4 % bis 8 %.

Anheuser-Busch InBev (AB InBev), der weltweit größte Brauereikonzern, erzielte im vierten Quartal einen stärker als erwarteten Umsatz und widerlegte damit die Befürchtungen über eine sinkende globale Biernachfrage.

Das Unternehmen meldete einen Umsatzanstieg von 3,4 % im Vergleich zum Vorjahr auf 14,84 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 14,05 Milliarden US-Dollar.

Trotz eines Rückgangs des Gesamtvolumens um 1,9 % trug das Premium- und Nicht-Bier-Portfolio von AB InBev dazu bei, die schwächeren Bierverkäufe auszugleichen.

Für das Gesamtjahr stieg der Umsatz um 2,7 % auf 59,77 Milliarden US-Dollar und lag damit über den erwarteten 59,3 Milliarden US-Dollar. Rückgänge des Volumens in wichtigen Märkten wie China und Argentinien belasteten jedoch den Gesamtumsatz.

AB InBev bleibt optimistisch hinsichtlich einer Markterholung im Jahr 2025, obwohl Währungsschwankungen und potenzielle Handelshemmnisse Risiken darstellen.

Premiumisierung und Produktdiversifizierung treiben den Umsatz von AB InBev an.

Das Umsatzwachstum von AB InBev erfolgte trotz eines Rückgangs des gesamten Bierabsatzes, da sich das Unternehmen auf margenstärkere Premium- und Nicht-Bier-Produkte konzentrierte.

Die Nachfrage nach Marken wie Cutwater Spirits und Brutal Fruit Spritzer half, die Volumenverluste abzumildern, und spiegelte eine Verschiebung der Verbraucherpräferenzen hin zu trinkfertigen Getränken (RTD) und Spirituosen-Cocktails wider.

Auch das Premium-Biersegment des Unternehmens entwickelte sich gut, mit starkem Wachstum in wichtigen Märkten außerhalb Chinas und Argentiniens.

Corona und Stella Artois expandierten weiterhin in Premiumsegmenten und halfen AB InBev, Herausforderungen im traditionellen Biergeschäft zu meistern.

Diese strategische Fokussierung auf Premiumisierung und Diversifizierung hat es der Brauerei ermöglicht, den Umsatz trotz sinkender Mengen zu steigern – ein Trend, der sich branchenweit mit der Veränderung der Trinkgewohnheiten der Verbraucher abzeichnet.

AB InBevs Umsatz: Gegenwind aus China und Argentinien

Obwohl der Umsatz von AB InBev die Erwartungen übertraf, spiegelte der insgesamt 1,9%ige Rückgang des Volumens im vierten Quartal die schwache Verbrauchernachfrage in China und Argentinien wider.

Die wirtschaftliche Abschwächung in China, gepaart mit den strengen pandemiebedingten Beschränkungen zu Beginn des Jahres, dämpfte den Umsatz in einem der größten Märkte des Unternehmens.

In Argentinien führten die hohe Inflation und die wirtschaftliche Instabilität zu einem Rückgang des Bierkonsums, da die Verbraucher lebensnotwendige Güter gegenüber Konsumgütern des täglichen Bedarfs priorisierten.

Dieser Nachfragerückgang trug zu einem Rückgang des Gesamtvolumens um 1,4 % im Gesamtjahr bei und stellt somit eine zentrale Herausforderung für AB InBev in der Zukunft dar.

Das Unternehmen erwartet für 2025 eine gewisse Erholung in diesen Märkten, obwohl die wirtschaftlichen Bedingungen und die Verbraucherstimmung weiterhin wichtige Unsicherheitsfaktoren für die Aussichten von AB InBev darstellen.

Währungsschwankungen erweisen sich als zentrales Risiko für 2025.

Obwohl AB InBev die Herausforderungen des Marktes erfolgreich gemeistert hat, sieht das Unternehmen Wechselkursschwankungen als großes Problem für 2025 an.

Die Stärke des US-Dollars hat die internationalen Einnahmen unter Druck gesetzt, insbesondere in Schwellenländern, in denen die lokalen Währungen deutlich an Wert verloren haben.

Trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten spielte AB InBev die Bedenken hinsichtlich potenzieller US-Zölle herunter und erklärte, dass alle handelsbezogenen Auswirkungen durch Kostensenkungsmaßnahmen und Preisstrategien beherrschbar seien.

Mit Blick auf die Zukunft hält das Unternehmen an seiner mittelfristigen Prognose eines EBITDA-Wachstums von 4 % bis 8 % fest. Die Profitabilität soll sich durch eine Kombination aus Preiserhöhungen, Premiumisierung und operativen Effizienzsteigerungen verbessern.